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Quo Vadis Prozessautomatisierung?

Moore's Law und die Folgen für die Prozessautomatisierung

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In anderen Branchen ist das bereits geschehen – z.B. in der Medienwelt oder bei Hotels. Zwischen die und ihre Gäste haben sich in den letzten Jahren die Hotelportale geschoben – eine völlige Veränderung des Kundenzugangs und der Geschäftsprozesse. Viele der neuen Geschäftsmodelle sind Daten getrieben. Nicht umsonst heißt es mitunter, dass Daten das „Öl“ des neuen digitalen Zeitalters oder des 21. Jahrhunderts seien.

Daten-Beispiele aus unterschiedlichen Industrien

Dazu einige Beispiele – ganz bewusst nicht aus dem engeren Bereich der Prozessautomatisierung: Beim Betrieb von Flugzeugtriebwerken werden zahlreiche Daten erfasst und online übertragen. Damit lässt sich die Wartung optimieren. Wenn das Flugzeug landet, steht der Servicetechniker mit dem notwendigen Ersatzteil schon bereit. Was sich bei Flugzeugturbinen schon seit Langem rechnet, kehrt jetzt bei jeder Maschine ein: die Verbindung mit dem Internet, Betriebsdaten gehen in die Cloud, Analyse-Software macht aus Daten nutzbringende Information und auf diese Information stützen sich Dienstleistungen für den Kunden.

Ein Bereich in dem das gerade besonders dynamisch läuft, sind Gebäudeaufzüge. Wenn sie stehen ist das sehr ärgerlich – wir erleben es täglich. Nun werden sie mit dem Internet verbunden, liefern Betriebsdaten, daraus wird der Wartungsbedarf abgeleitet und die Wartung erfolgt zukünftig bevor der Aufzug überhaupt steht.

Aber auch in der Prozesstechnik gibt es erste interessante Beispiele: So kooperiert Gea, einer der größten Systemanbieter für die Nahrungsmittel verarbeitende Industrie, mit der SAP bei der Verwendung der „Hana-Technologie“. Daten aus Zentrifugen und aus Systemen der Gea gehen in die Cloud und werden von „Vibration Analysts“ genutzt. Das alles erfolgt mit dem Ziel neue Services anzubieten, darunter modulare Service-Level-Vereinbarungen und garantierte Maschinenverfügbarkeiten. „As a Service“ wird ein wichtiger Trend. Das gilt nicht nur für Software. Die neuen Business-Modelle aus der Industrie 4.0 kommen häufig in Gestalt von Dienstleistungen zum Anwender.

Ein weiteres Beispiel aus der Welt des Automobils: 35 % der Wertschöpfung eines Automobils entfallen heute schon auf Elektronik und Software. In wenigen Jahren soll der Anteil gar auf 50 % ansteigen. Sensoren, Systeme zur Motor- und Getriebesteuerung, Klimatisierung, Bremsung und Stabilitätskontrolle, aber auch das Navigationssystem und all die Assistenzsysteme, die der Verkehrssicherheit dienen, sind Beispiele dafür.

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