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Quo Vadis Prozessautomatisierung?

Moore's Law und die Folgen für die Prozessautomatisierung

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Wir sehen, dieses Gesetz formuliert eine exponentielle Funktion. Mental macht uns das Probleme. Wir denken linear. Doch Moore`s Law sagt uns, dass in einem Jahrzehnt ein Chip zum gleichen Preis das 128-fache leistet oder gleiche Leistung zu weniger als einem Hundertstel des Preises erbringt. Das macht Anwendungen möglich an die gestern noch nicht zu denken war – beispielsweise Ethernet im Feldgerät. Dies wiederum könnte aber auch noch einen anderen Trend etablieren.

Mit Mühe gelingt es uns heute unsere Kunden vom Nutzen der Wireless-Sensorik zu überzeugen. Wireless Hart ist die eine Lösung im Markt – ISA 100 ist die andere dazu in Wettbewerb stehende. Wenn Ethernet ins Feld geht ist womöglich WLAN oder Wifi auf Dauer der Gewinner.

Industrie 4.0 aus der Perspektive der Automatisierung

Ein wichtiger Trend – vielleicht der wichtigste – ist ganz allgemein das Zusammenwachsen von Automatisierung und ITK. Eigentlich auch kein ganz neuer Trend. Nur die älteren erinnern sich noch daran, dass Hersteller von Leitsystemen eigene Bedien- und Beobachtungsstationen gebaut haben. Seinerzeit kosteten sie leicht 20 000 DM pro Stück und boten dafür den Bruchteil der Leistung eines PCs selbst älterer Bauart. Das hat sich gründlich geändert. Alles was aus der Office-Welt und dem Consumer-Bereich verwendet werden kann, wird auch in der Automatisierung eingesetzt, die selbst wiederum Teil einer integrierten und auf dem Internet basierenden firmen- und volkswirtschaftsübergreifenden Informationsarchitektur wird. Das ist der Weg in das „Internet der Dinge“ und die „Industrie 4.0“ aus der Perspektive der Automatisierung.

Ein paar Stichpunkte in diesem Zusammenhang: Datenbank-Technologien und die „Cloud“ werden gebraucht. Es folgen untenstehend noch Anwendungen, die zeigen werden, wie wichtig diese Technologien zukünftig werden. Und natürlich ist „Mobilität“ ein ganz wichtiges weiteres Stichwort. „Smartphones“ und „Tablets“ werden als Bedien- und Beobachtungsgeräte für Anwendungen in der Verfahrenstechnik eine große Bedeutung erlangen.

Sprengkraft von Industrie 4.0: Neue Geschäftsmodelle

Zum Thema „Geschäftsmodelle“ und „Prozesse“ eine – vielleicht sogar provokative – These: Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und damit verbunden die Entstehung neuer Geschäftsmodelle wird die eigentliche Sprengkraft von „Industrie 4.0“ entfalten. In den USA wird gesagt „Was digitalisiert werden kann, wird auch digitalisiert“. Das betrifft die Prozesse zwischen Produktion und dispositiven Aufgaben ebenso wie die Prozesse entlang des Life Cycle der Anlagen und die Prozesse in den Wertschöpfungsnetzwerken zwischen Lieferanten und Kunden.

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