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Bosch Rexroth auf der Hannover Messe Modulare Fertigungslinie für Industrie 4.0

Wie eine flexible und effiziente Lösung für die vernetzte Produktion aussehen kann, demonstrierte Bosch Rexroth auf der Hannover-Messe. Anhand einer Produktionslinie mit fünf einzelnen Stationen wurde gezeigt, wie die Fertigungssteuerung über das Manufacturing Execution System SAP-ME erfolgt.

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Das Assistenzsystem Activeassist soll den Mitarbeiter am manuellen Arbeitsplatz bei der variantenreichen Montage unterstützen.
Das Assistenzsystem Activeassist soll den Mitarbeiter am manuellen Arbeitsplatz bei der variantenreichen Montage unterstützen.
(Bild: Bosch Rexroth)

Viele Geschäftsführer beschäftigen sich derzeit mit der Frage, wie sie ihr Unternehmen für die Zukunft fit machen können und wie sie konkret von der Digitalisierung profitieren. Gerade kleine Unternehmen hegen nämlich noch immer eine gewisse Vorsicht, wenn es um das Hype-Thema Industrie 4.0 geht. Auf der Hannover-Messe zeigte Bosch Rexroth deshalb anhand einer vernetzten, intelligenten Produktionslinie, wie Anwender heute schon Maschinenverfügbarkeit, Flexibilität und Produktivität erhöhen können. Die Linie, auf der die Steuerungen Indracontrol XM21 oder XM22 gefertigt werden, verbindet vollautomatische und manuelle Stationen. Die offenen und flexiblen Rexroth-Automatisierungslösungen sind mit Robotiksystemen von Drittanbietern zu einer durchgängigen, vernetzten Anlage verknüpft. Das Besondere ist laut Anbieter, dass die gezeigten Lösungen nicht nur bei Anlagen funktionieren, die komplett neu gebaut werden, sondern auch an Bestandsanlagen angebunden werden können. Über intelligente Nachrüstungen soll es so möglich sein, die Betriebszustände und Prozessdaten auch bisher nicht vernetzter Anlagen an übergeordnete Systeme zu senden.

Beispiel zeigt Möglichkeiten der digitalen Fertigung auf

In fünf Stationen vom Auftragen einer Wärmeleitpaste über Bestückung, Verschraubung, manuelle Montage bis zum Prüfplatz ist die gezeigte Produktion durchgängig vernetzt. Die Fertigungssteuerung erfolgt über das Manufacturing Execution System (MES) SAP-ME, wobei Bosch Rexroth mit seinen offenen Schnittstellen gängige MES unterstützt, heißt es. Weiterhin wird in dem Szenario die Bosch IoT-Cloud angebunden, um mittels Big-Data-Algorithmen eine Prozessüberwachung des Schraubprozesses durchzuführen. Ein Remote-Condition-Monitoring-System soll für eine hohe Verfügbarkeit der Produktionslinie sorgen und im Servicefall schnelle Hilfe bieten sowie Langzeitdiagnosen zum Anlagenzustand zur Verfügung stellen.

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Die Vorteile im Überblick:

  • Ein modularer Aufbau sorgt für mehr Flexibilität.
  • Das eingesetzte Linear-Motion-System von Rexroth ist jederzeit um weitere Werkstückträger und Strecken erweiterbar.
  • Damit können Endanwender zusätzliche Stationen mit minimalem Aufwand integrieren oder die Fertigungskapazität bedarfsgerecht steigern.
  • Für mehr Transparenz sind alle Daten in Echtzeit verfügbar.

Alle Werkstücke sind laut Hersteller über RFID-Technik in Echtzeit hinsichtlich Typ und Zustand eindeutig identifizierbar.

Die Stationen rufen die zugehörigen Arbeitspläne und Materiallisten immer aktuell ab und senden die Prozessdaten nach der Bearbeitung zurück – zum Beispiel zur Qualitätskontrolle oder auch Prozessfortschrittskontrolle. Die Kommunikationsplattform Activecockpit kommuniziert, filtert und visualisiert alle relevanten Daten und dient als interaktive Kommunikationsplattform zwischen den einzelnen Softwarewerkzeugen. Das soll Transparenz und Konsistenz aller relevanten Fertigungsdaten schaffen.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt