Überblick Mitglieder, Ziele, Projekte: Alles, was Sie über die Open Industry 4.0 Alliance wissen müssen

Von Sandro Kipar

Seit 2019 wächst die Open Industry 4.0 Alliance stetig weiter an. Doch was sind die Ziele der Allianz und wer gehört zu den Mitgliedern? In dieser Übersicht erfahren Sie alles, was Sie über die Allianz wissen müssen.

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Die Open Industry 4.0 Alliance will mit seinen Mitgliedern interoperable Lösungen für die Digitalisierung in der Industrie schaffen.
Die Open Industry 4.0 Alliance will mit seinen Mitgliedern interoperable Lösungen für die Digitalisierung in der Industrie schaffen.
(Bild: Open Industry 4.0 Alliance)

Gründung

Die Allianz wurde im April 2019 auf der Hannover Messe gegründet, ihr Vereinssitz ist in Reinach (Schweiz). Zu den Gründungsmitgliedern gehören Beckhoff, Endress+Hauser, Hilscher, Ifm, Kuka, Multivac und SAP.

Ziele

Die Open Industry 4.0 Alliance will mit ihren Mitgliedern herstellerübergreifende Industrie-4.0-Lösungen und -Services für Fertigungsanlagen und automatisierte Warenlager entwickeln. Sie versteht sich dabei als Umsetzungsallianz: Arbeitsgruppen erarbeiten basierend auf der Referenzarchitektur Use Cases und setzen diese um. Diese Lösungen werden anschließend mit der Community geteilt. Technologische Grundlage der Open Industry 4.0 Alliance ist eine offene, auf RAMI 4.0 basierte Architektur, die auf den vier Bausteinen Device Connectivity, Edge, Operator Cloud und Cloud Central sowie einem entsprechend zugehörigen Dienstleistungsangebot beruht. Eine der wichtigsten Eigenschaften der Architektur ist das Asset Automatic Onboarding durch alle vier Architekturschichten unter Verwendung offener Standardschnittstellen auf Basis der Asset Administration Shell (AAS).

Projekte

Neben den verschiedenen Arbeitsgruppen und ihren Umsetzungsprojekten hat die dänische Universität Aalborg erfolgreich die offene Architektur der Open Industry 4.0 Alliance getestet. Die Forscher demonstrierten, dass eine einfache Vernetzung vom Shopfloor bis in die Cloud mit der Referenzarchitektur möglich ist. Das Team der Universität hat in seinem Proof of Concept exemplarisch einen Roboter von Kuka über eine Edge-Schnittstelle des Münchner IoT-Spezialisten Device Insight an eine Microsoft Azure-Cloud der Lego Group angeschlossen. Laut der Allianz gibt es aktuell 17 weitere Pilotprojekte, an denen die Allianz beteiligt ist.

Führungsteam

Neben dem Sprecher des Vorstands Nils Herzberg gehört seit Oktober 2021 Ekrem Yigitdöl zum Führungsteam. Er ist festangestellter Managing Director. Im Februar 2022 kommt Ricardo Dunkel als Technical Director hinzu. Er übernimmt die technische Weiterentwicklung der Referenzarchitektur.

Mitglieder

Die Allianz steht grundsätzlich für jedes Unternehmen offen. Aktuell hat sie laut eigenen Angaben 92 Mitglieder. Zu ihnen gehören:

A-H I-R S-Z
Adamos Ifm Electronic Salt Solutions
AIM Agile IT Management Industrie Informatik Samson
Arburg Inmation Software SAP
AS-Schneider Group IT4BI Schiwa
Aucotec Janztec Schmid Engineering
Awinia Kaeser Kompressoren Sick
Balluff Komax Siemens
Beckhoff Automation Kübler Group SNP Schneider-Neureither & Partner
Beijer Electronics Kuka Soffico
Bizerba Lae Engineering Software AG
Bürkert Mender.io Stemys
Busch Dienste Microsoft SVA System Vertrieb Alexander
Captron Electronic M&M Software Teamviewer
Caxperts MPDV Trebing + Himstedt
Cedalo Multivac Trumpf
Coretigo Murrelektronik TZ Puls
Cybus Novatec Uhlmann Group
Diva-E NRX Assethub Ureason
DSC Software AG NTT Data Vega Grieshaber
Dunkermotoren Optima Voith
Dynabase Technologies Pepperl+Fuchs Wago
Emerson Phoenix Contact Weber
Endress + Hauser Prosys OPC Weidmüller
Festo QSC Wika
Forcam Roundsolutions Wobe-Systems
Gallarus Industry Solutions Yokogawa
Gebhardt Zebra Technologies
German Edge Cloud 3D Signals
GFT Technologies 3 Plus Plus
Handtmann
Harro Höfliger
Hensoldt
Hilscher Gesellschaft für Systemautomation
Hivemq

Außerdem hat die Allianz angekündigt, eng mit der Industrial Digital Twin Association e.V. (IDTA) zusammenarbeiten zu wollen. Auch mit Packaging Valley besteht eine Kooperation, die im September 2021 geschlossen wurde. Packaging Valley Germany e. V. umfasst mehrere Hersteller von Verpackungsanlagen, Verpackungsmaschinen, Anbieter von Software, Automatisierungslösungen und mehr.

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