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VR in der Medizin Mit Virtual Reality durch die Blutgefäße "wandern"

Redakteur: Jürgen Schreier

Forscher aus Marburg und Bayreuth machen es möglich, mit einer VR-Brille durch die Gefäße der Milz zu "wandern". Dazu haben sie dreidimensionale Modelle der Blutgefäße geschaffen. Alle, die selbst auf "Wanderschaft" gehen möchten, finden einen Download-Link zu den Modellen in diesem Artikel.

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Mit einem VR-Headset kann man jetzt die Blutgefäße der Milz virtuell erkunden. Basis dafür sind dreidimensionale Modelle.
Mit einem VR-Headset kann man jetzt die Blutgefäße der Milz virtuell erkunden. Basis dafür sind dreidimensionale Modelle.
(Bild: Universität Marburg)

Wer will, kann jetzt zwischen den feinsten Blutgefäßen der Milz wandern – eine Kooperation der Marburger Hochschulmedizin mit Informatikern der Universität Bayreuth macht dies möglich: Die Forschungsgruppe erzeugte dreidimensionale Modelle der Blutgefäße, die man mithilfe von „Virtual-Reality“-Brillen erkunden kann. Dadurch fand das Team heraus, wie das Geflecht der Milzgefäße bei Menschen im Detail strukturiert ist. Die Forscherinnen und Forscher berichten über ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Scientific Reports“.

Die Milz hilft unter anderem, Fremdkörper, Krankheitserreger und überalterte rote und weiße Blutkörperchen aus dem Körper zu entfernen. Hierfür verfügt die Milz als einziges Organ des Menschen über ein offenes Kreislaufsystem: Darin tritt das Blut aus offenen Enden von Haargefäßen aus; anschließend bewegt es sich frei im Bindegewebe, bis es sich wieder in venösen Gefäßen sammelt.