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Forescout expandiert

Mit Sicherheit ins ­Internet der Dinge

| Autor: Andreas Bergler

Der einstige Zugangskontroll-Spezialist Forescout will bei der Absicherung des Internet der Dinge eine Führungsrolle übernehmen und hat sich dafür neue Investoren gesichert und sein Portfolio erweitert.

Mike DeCesare, CEO und Präsident, ForeScout
Mike DeCesare, CEO und Präsident, ForeScout
( Bild: ForeScout )

Forescout konnte sich vor Kurzem umfangreiche Finanzmittel sichern. Wer ist der Investor, und über welche Summe sprechen wir?

Die Wellington Management Company LLP ist unser Hauptinvestor. Wir haben in dieser Finanzierungsrunde bisher 76 Millionen US-Dollar erhalten, und unser Unternehmen wird nach der Investition mit einer Milliarde US-Dollar bewertet.

Was bedeutet die Investition für Sie?

Sie verschafft uns die nötigen Ressourcen, um unsere F&E-Roadmap und unseren Kundensupport voranzutreiben sowie die globale Präsenz unseres Unternehmens zu verstärken. Mit dem zusätzlichen Kapital werden wir unseren globalen Außendienst erweitern; ein weiterer Schwerpunkt ist die Erweiterung unseres Supports. Wir wollen eine Supportorganisation der Spitzenklasse aufbauen.

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Forescout will bei der Absicherung des IoT eine Führungsrolle übernehmen. Welchen Ansatz verfolgen Sie?

Grundsätzlich gilt: Smart heißt noch lange nicht sicher. Mobile Computer und das IoT haben die Anforderungen an die Online-Sicherheit dramatisch verändert. Tag für Tag erscheinen IoT-Geräte in den IP-Netzen. Gartner geht davon aus, dass 2016 täglich 5,5 Millionen neue Geräte vernetzt werden. Dabei handelt es sich zumeist um Geräte mit kleinem Footprint, die nicht für Sicherheitsagenten ausgelegt sind. Das Spektrum reicht hier von Überwachungs­kameras über PoS-Terminals, Heiz- und Beleuchtungssystemen bis zu medizinischen Geräten und Sensoren für kritische Infrastrukturen. Wir bieten die einzigartige Fähigkeit, diese Geräte zu sehen, sobald sie sich mit dem Netzwerk verbinden, sie zu verwalten und Reaktionen über das gesamte Netzwerk zu koordinieren – auch dann, wenn auf den Geräten keine Agenten installiert sind. Daher unser Motto: See, Control, Orchestrate.

Wie sehen Ihre Pläne für die DACH-Region aus, und welche Ziele haben Sie sich für 2016 gesetzt?

Um in Deutschland Erfolg zu haben, müssen wir ‚lokal‘ sein: Wir brauchen eine Präsenz vor Ort, müssen mit deutschem Personal arbeiten, müssen lokale Partner und Reseller haben. Das erfordert Zeit und Mühe, doch wir sind fest entschlossen, diese zu investieren. Hier mit einigen wenigen Vertriebsleuten zu arbeiten, wird nicht funktionieren. Ein Anbieter, der in Deutschland agieren will, muss sich genau überlegen, mit welchen Partnern er zusammenarbeitet, ­welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter er einstellt und welche Dienste und Supportleistungen er anbietet.

Dieses Interview erschien zunächst auf unserem Schwesterportal Security-Insider.

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