Expertenbeitrag

 Detlev  Spierling

Detlev Spierling

Inhaber, PR- & Redaktionsbüro SPIERLING

Use Case Mit Low-Code Software einfach modernisieren

Von Detlev Spierling

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Low-Code spielt seine Stärken oft in der Neuentwicklung von Software aus. Die intuitive Bedienung ermöglicht es, relativ kurzfristig benötigte Anwendungen zu entwickeln. Dass man das Rad nicht immer neu erfinden muss und trotzdem von Low-Code profitieren kann, zeigt dieses Beispiel.

Blick auf die Benutzeroberfläche der Low-Code-Plattform.
Blick auf die Benutzeroberfläche der Low-Code-Plattform.
(Bild: Thinkwise)

Seit 2001 bietet die Gesellschaft für mobile Lösungen, kurz GML, mit Sitz im nordrhein-westfälischen Warendorf Software für Smartphones, Tablets und Laptops an, mit der Unternehmen ihre Prozesse und Arbeitsabläufe im Vertrieb und Service effizienter gestalten und damit Wettbewerbsvorteile für sich realisieren können. Für die Modernisierung und Weiterentwicklung ihrer IT-Komplettlösung Metis nutzen die Software-Experten die Low-Code-Entwicklungsplattform des niederländischen Anbieters Thinkwise. Die eigens hierfür entwickelte Upcycler-Funktion beschleunigt und vereinfacht diesen Prozess entscheidend. Und durch die tiefe Integration der Web-Anwendung mit der mobilen Software-Suite 2Bmobil entsteht eine durchgängige Lösung.

Mit den Kernprodukten des Anbieters können Unternehmen sowohl die Transparenz ihres Innendienstes wie auch die Akzeptanz ihres Außendienstes deutlich erhöhen. „Der Wegfall der papierbasierten Prozesse spart enorm viel Zeit, denn er verhindert lästige Abstimmungs- und Schreibarbeiten und verschafft unseren Kunden so einen erheblichen digitale Mehrwert“, erläutert GML-Geschäftsführer Udo Braam.

Um diesen digitalen Mehrwert für die Anwender zu erhalten und zu vergrößern, entwickeln die Spezialisten für mobile Software-Anwendungen ihre Produkte kontinuierlich weiter. Weil sich GML dabei noch stärker als bisher auf die optimale Umsetzung der individuellen Business-Logik seiner Kunden statt auf die Codierung, also die manuelle Programmierung, fokussieren will, setzt das Unternehmen hierfür seit kurzem auf die Entwicklungsplattform des niederländischen Anbieters.

Der Hauptvorteil dieser Low-Code-Entwicklungslösung liegt in der Trennung der Technologie einer IT-Applikation beziehungsweise -Anwendung von deren Funktionalität. Auf diese Weise können sich Anwender auf die funktionale Entwicklung einer IT-Lösung konzentrieren, während der technologische Entwicklungsaspekt effektiv ausgelagert wird.

Upcycling für die Software-Entwicklung

Seine veraltete IT-Komplettlösung, die auf den Anforderungen von Point-of-Sales-Dienstleistern und Handelsvertretern zugeschnitten ist und aus einem ERP-System mit CRM-Komponenten für den Vertriebsinnendienst und einer mobilen Vertriebs-App für den Außendienst besteht, wird GML mit Hilfe der Thinkwise-Plattform schrittweise modernisieren.

Besonders hilfreich für die Modernisierung veralteter IT-Lösungen ist die eigens hierfür entwickelte Upcycler-Funktion der Entwicklungsplattform.
Damit können Metadaten wie Tabellen, Referenzen, Bildschirmstrukturen, Übersetzungen und Benachrichtigungen aus einer bestehenden Anwendung extrahiert und in die neue IT-Lösung importiert werden. Diese Metadaten nutzt die Plattform dann, um die Grundlage für die neue Lösung zu schaffen. Dadurch müssen Entwickler nicht wieder bei Null anfangen und erhalten eine Art Starthilfe für das neue IT-Projekt.

So konnte das GML-Entwicklerteam auch wesentliche Funktionen aus der bestehenden Lösung mit wenig Aufwand direkt im neuen System wiederverwenden. Nach dem erfolgreichen Upcycling-Prozess brauchte es deshalb nur einige kleinere kosmetische Anpassungen an der Benutzeroberfläche.

Interview mit Udo Braam (GML)

„Lieber in die Business-Logik und weniger in die Codierung investieren“

Udo Braam ist Geschäftsführer der Gesellschaft für mobile Lösungen.
(Bildquelle: Gesellschaft für mobile Lösungen – GML)

Herrr Braam, warum wollen Sie Ihr(e) Software-Produkt(e) künftig mit der Thinkwise Plattform entwickeln?
Da die technologische Umgebung eines unserer Produkte nicht mehr supported wird, hatten wir zunächst einen konkreten Anlass für eine Neuentwicklung. In diesem Produkt steckt heute sehr viel Branchen- und Prozess-Wissen. Das hat uns einen Wechsel nicht leicht gemacht.
Wir wollen unsere Zeit lieber in Business-Logik und Umsetzung unseres Know-hows in Software investieren und weniger in die Codierung und anschließende Optimierung und Fehlerbehebung von Programmen stecken.
Wir haben zusammen mit Thinkwise einen recht aufwändigen Proof of Value erstellt, in dem wir die möglichen technischen Hürden im Vorfeld des eigentlichen Projektes geprüft haben. Dabei haben wir schnell die Prinzipien erkannt und mit Hilfe von Thinkwise Wege gefunden, sehr komplexe Algorithmen abzubilden.
Das hat es mir aus der kaufmännischen Sicht ermöglicht, eine Kosten-Nutzen-Rechnung zu erstellen unter Berücksichtigung von Zeit und Projektrisiken.

Welche Rolle spielt für Sie dabei das Low-Code-Prinzip an sich, auf dem ja die Entwicklungsplattform von Thinkwise basiert?
Wir wollen in den Entwicklungszyklen schneller werden und in der Lage sein, auch mehrere Produkte auf technologisch aktuellem Stand zu halten. Ein wichtiges Prinzip dabei ist Datenintegrität und die Möglichkeit, aus den bestehenden Funktionen eine intuitive Benutzeroberfläche zu schaffen.

Welche Anforderungen standen für Sie bei der Auswahl eines Low-Code-Technologie-Anbieters im Mittelpunkt und aus welchen Gründen entschieden Sie sich für die IT-Plattform des niederländischen Software-Unternehmens Thinkwise?
Im Mittelpunkt standen für uns drei Aspekte beziehungsweise Kriterien:
1. Die Flexibilität, an definierten Schnittstellen mit Routinen für komplexe Logiken an Thinkwise andocken zu können.
2. Die Unterstützung durch Thinkwise und eine Entwickler-Community.
3. Die Zukunftssicherheit des Anbieters.

Inwieweit hat diese Low-Code-Plattform die Produktivität Ihrer Entwicklungsarbeit erhöht beziehungsweise verbessert oder beschleunigt?
Ich kann noch keinen Faktor benennen. Wir haben im Vorfeld des eigentlichen Projektes viel Zeit auch bei der Auswahl des Anbieters investiert. Seit wir aber wirklich in die Tasten hauen, ist es ein sehr deutlicher Beschleuniger. Insbesondere, weil die Eingabe, Verarbeitung und eben die Ausgabe der Daten konsistent sind. Ändere ich im Entwicklungsprozess an einer Stelle etwas, fliegt es mir nicht an anderer Stelle um die Ohren. Das ist gerade bei der Entwicklung von komplexer Software für mich sehr beruhigend und es spart viel Zeit in der Fehleranalyse.

Wie zufrieden sind Sie bisher mit dem Einsatz der Thinkwise-Plattform bei der Entwicklung Ihrer Software – entsprachen die Technologie und der Service von Thinkwise insgesamt Ihren Erwartungen?
Uneingeschränkt ja. Dazu trägt auch bei, dass wir bei Thinkwise auf der technischen Ebene Ansprechpartner haben, die unsere Aufgabenstellung verstehen und mit uns gemeinsam nach Lösungen für die Umsetzung suchen. Das geht so weit, dass Entwickler, die von der Natur her lieber jede Zeile Code selber schreiben, nun schon zu Fans von Thinkwise geworden sind. Was Besseres kann mir doch nicht passieren.
Wir denken nun auch darüber nach, die Plattform in anderen Bereichen einzusetzen. Als Experten für die Prozesse von mobilen Außendiensten mit mehr als 20 Jahren Erfahrung sehe ich, dass wir für unsere Kunden dadurch einen Mehrwert schaffen, dass wir komplexe Prozesse möglichst anwenderfreundlich programmieren. Gleichzeitig ist der Aufwand, die „Basistechnologie“ aktuell und modern zu halten, enorm gestiegen. Durch Thinkwise können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und unseren Kunden Zukunftssicherheit garantieren.

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