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Dieser Beitrag ist im Rahmen des Themenspecials "Industrie 4.0" erschienen.

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Industrie 4.0 Mit IoT und Augmented Reality – Kompetente Unterstützung genießen, statt im Kabelsalat stochern

Autor / Redakteur: Lukas Baur* / Sebastian Human

Für Unternehmen bietet das IIoT im Service-Bereich neue Geschäftsmöglichkeiten, unangetastete Effizienz-Potenziale und Wettbewerbsvorteile – und der Kunde freut sich auch. Wie das aussehen kann, erfahren Sie hier.

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IoT und AR gehen Hand in Hand und helfen Unternehmen so, Probleme auch ohne Personal vor Ort zu lösen und ihre Effizienz zu steigern.
IoT und AR gehen Hand in Hand und helfen Unternehmen so, Probleme auch ohne Personal vor Ort zu lösen und ihre Effizienz zu steigern.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Das industrielle Internet der Dinge (IIoT) hat im Kontext von Industrie 4.0 beziehungsweise der smarten Fabrik Einzug in viele deutsche Fertigungshallen gefunden. So zeigt eine Studie von IDC , dass vor allem die Industrie und industrienahe Wirtschaftszweige sowie besonders Großunternehmen die Nase vorne haben, wenn es um die Umsetzung und konkrete Pilotierung von IoT-Initiativen geht. Doch damit das Zusammenspiel aus Sensoren, Maschinen und Daten funktioniert, muss die Technik reibungslos arbeiten. Doch was, wenn diese mal streikt?

Wenn in der analogen Werkshalle eine Sirene und ein Alarm los geht, heißt das für Techniker: suchen und rennen. Anlagen händisch und vor Ort auf Störungen überprüfen zu müssen, bedeutet Spurensuche im Kabeldschungel und Maschinenlabyrinth. Ist es nur ein loser Stecker? Hat ein Kabel einen Bruch? Ist ein Maschinenteil überhitzt? Allein die Diagnose der Störung kann einiges an Zeit beanspruchen, in der möglicherweise ganze Produktionsstraßen stillstehen müssen. Und dann muss der Fehler auch noch behoben werden, bevor alles wieder rund läuft. Das kostet das Unternehmen Geld und Zeit und den Techniker Nerven.

IIoT-Technologie schlägt Alarm, bevor es raucht

Die Digitalisierung gibt Fertigungsunternehmen durch das IIoT Mittel an die Hand, mit der sie nicht nur ihre Maschinen effizienter machen, sondern auch ihr Personal entlasten können.
Durch die Ausstattung von Fertigungsanlagen mit Sensoren, entweder direkt bei der Neuinstallation oder per Retrofitting für bestehende Produktionslandschaften, können Daten erfasst werden, die Auskunft über den Zustand der Maschinen geben. Zum Beispiel durch Temperaturangaben oder Vibrationsmuster von Motoren.
Ein versteckter Effizienzfresser findet sich auch in der Überwachung der Daten selbst. Muss ein Techniker erst zu den einzelnen Maschinen gehen oder gar fahren, um die Daten ablesen zu können, verbringt er einen erheblichen Teil seiner Zeit mit dem Pendeln zwischen den Maschinen. Vor allem dann, wenn ein Unternehmen an verschiedenen Standorten produziert. Mit einer modernen IIoT-Lösung, wie sie auch Teamviewer anbietet, können Techniker dank Fernzugriff nicht nur Maschinen am eigenen Arbeitsstandort, sondern weltweit im Auge behalten.

Zusätzlich zum Monitoring, kann die Maschine auch ferngesteuert werden, wenn gewünscht auch vollautomatisiert. Überschreitet zum Beispiel ein Motor einen vorher definierten Schwellenwert für die Temperatur, wird der Techniker nicht nur benachrichtigt: Die IoT-Lösung kann vollautomatisch einen Prozess triggern, der dem Problem entgegensteuert, also zum Beispiel die Kühlmittelzufuhr erhöht oder die Motorleistung reduziert, um Schäden oder Brände zu vermeiden.

Neue Services für den Kunden

Das Industrial Internet of Things bietet auch für Maschinenbauer Potenziale, um neue Geschäftsfelder zu erschließen, etwa im After Sales Service. Hat ein Kunde Probleme mit einer Maschine und der Techniker vor Ort verfügt nicht über das nötige Fachwissen, um den Fehler diagnostizieren und beheben zu können, kann sich ein Service-Techniker des Anbieters per Fernzugriff mit dem Einverständnis des Kunden auf die Maschine aufschalten, Daten auslesen, Logs einsehen, Updates aufspielen und Parameter prüfen sowie gegebenenfalls neu einstellen. Oft können Probleme, vor allem wenn sie von der Software verursacht wurden, direkt behoben werden, ohne dass eine Anreise nötig ist. Der Kunde profitiert so von einer höheren Verfügbarkeit seiner Maschinen und der Maschinenbauer spart an den Reisekosten. Auch der Service-Mitarbeiter kann seine Effizienz steigern.

Doch nicht immer können Störung mit Hilfe von Softwarekonfigurationen behoben werden. Manchmal streikt auch einfach die Hardware. Damit der Service-Mitarbeiter den Techniker nicht am Telefon anhand von Beschreibungen durch den Kabeldschungel lotsen muss, um Fehlerursachen zu überprüfen, kann er auf Augmented Reality (AR) setzen.

Ein gemeinsamer Blick auf das Problem

Mittels leistungsfähiger AR-Anwendungen können sich der Techniker vor Ort sowie der Support-Mitarbeiter aus der Ferne ein gemeinsames Bild von der Situation machen. Dazu kann in spontanen Fällen und unterwegs eine entsprechende mobile Anwendung, dabei helfen, mittels Smartphones zusammenzuarbeiten. Der Techniker lädt sich die, im besten Falle kostenlose, App auf sein Smartphone und baut eine Sprach- und Videoverbindung zum Service-Mitarbeiter auf. Durch die Kamera sieht der Support-Mitarbeiter an seinem PC das gleiche wie der Techniker. Und mittels AR-Markierungen wie Pfeilen oder Freihandzeichnungen kann er besondere Stellen hervorheben, die der Techniker prüfen soll, zum Beispiel einen Stecker oder ein Kabel. Die AR-Elemente bleiben dabei an ihrer Position haften, auch wenn die Kamera umhergeschwenkt wird.

Wenn beide Hände frei sein müssen, helfen industriespezifische AR-Lösungen weiter. Hierzu können die Arbeiter Datenbrillen nutzen und komplette Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder virtuelle Checklisten mittels Augmented Reality abarbeiten; auch im Bereich Wartung.

Wenn beispielsweise eine Maschine gewartet wird und mehrere Zahnräder standardmäßig in diesem Workflow getauscht werden müssen, führt die Software den Mitarbeiter durch den Austauschprozess. Dabei wird der nächste Schritt erst angezeigt, wenn der vorherige abgeschlossen und bestätigt worden ist. Das kann etwa per Fotoaufnahme des fertigen Zahnradtauschs mit Zeitstempel über die Kamera der Datenbrille erfolgen. Das unterstützt nicht nur den Mitarbeiter bei seiner Arbeit, sondern man erhält gleichzeitig eine hohe Überprüfbarkeit der Qualität der Wartungsleistung.

* Lukas Baur arbeitet als Vice President IoT bei Teamviewer.

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