Ganzheitliche Implementierung

Mit der richtigen Strategie ins IoT

| Autor / Redakteur: Sukamal Banerjee / Redaktion IoT

Sollte das IoT wirklich die gesamte Wirtschaft verändern, müssen Unternehmen ganzheitliche, unternehmensweite Implementierungen schaffen.
Sollte das IoT wirklich die gesamte Wirtschaft verändern, müssen Unternehmen ganzheitliche, unternehmensweite Implementierungen schaffen. (Max Bender/www.unsplash.com)

Bis zum Jahr 2020 steigt die Anzahl der IoT (Internet of Things)-Geräte von 4,9 Milliarden im Jahr 2015 auf rund 26 Milliarden. Letztendlich wird das Industrial Internet of Things (IIoT) alles steuern .

Von einzelnen Maschinen bis hin zu kompletten Geschäfts-Ökosystemen und Betriebsumgebungen. Trivial ist der Weg ins digitale Zeitalter jedoch nicht. Der Erfolg hängt von einer unternehmensweiten IoT-Strategie ab. Neben einer höheren betrieblichen Effizienz, mehr Agilität und der Generierung von höheren Einnahmen ist auch die Angst davor, von innovativeren etablierten Wettbewerbern abgehängt und von neuen Mitbewerbern untergraben zu werden, die treibende Kraft für die Entwicklung. Insbesondere Branchen wie das Gesundheitswesen, Produktion, Verkehr und Landwirtschaft straffen ihre Geschäftsprozesse und setzen dabei auf vernetzte Geräte. Obwohl die Vorteile des IoT auf der Hand liegen, zögern manche Unternehmen mit der Einführung. Einige haben eine abwartende Haltung und beobachten den Technologietrend zunächst, bevor sie selbst aktiv werden. Viele Unternehmen beschäftigt außerdem die Frage, wie ihr Mainframe und eine veraltete physische Netzwerkinfrastruktur neben dem IIoT bestehen kann. Denn sie können es sich auf keinen Fall leisten, kritische IT-Systeme, welche die Basis für ihre kritischen Vorgänge und Prozesse bilden, einfach abzuschalten und zu ersetzen. Doch nur ein vernetztes digitales Gesamtsystem ermöglicht es physikalischen Infrastrukturen und Maschinen, riesige Datenmengen gemeinsam zu nutzen und nahtlos mit neuen digitalen Ressourcen zu kommunizieren.

Gestiegene Sicherheitsanforderungen

Bei anderen Firmen bilden Sicherheitsbedenken den Hauptgrund für ihre Zurückhaltung. Denn fast täglich sind neue Geschichten über renommierte Unternehmen zu lesen, die Opfer von Cyberangriffen wurden. Da immer mehr Firmen bei der täglichen Arbeit vernetzte Geräte einsetzen, wächst die Angriffsfläche und damit auch das Risiko, Opfer einer Cyberattacke zu werden. Daher müssen Unternehmen ihr Internet der Dinge mit proaktiven Ansätzen schützen und neue Sicherheitsarchitekturen entwickeln. In der Praxis reicht dies von der Geräteauthentifizierung bis hin zum effektiven Schutz von Daten.

Obwohl jede Organisation einen auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Ansatz verfolgen muss, gibt es viele Schlüsselaspekte, die bei der Einführung von IIoT allgegenwärtig sein sollten. Dazu gehört eine sichere Entwicklung, Datenverschlüsselung, Datenschutz und ein gut kontrolliertes Zugriffsmanagement. Es gibt keine Einheitslösung, aber diese Grundprinzipien zu berücksichtigen, sollte einen wichtigen Bestandteil der Absicherung des IIoT darstellen. Dabei werden die Standardpraktiken der Netzwerksicherheit für alle Arten von Geräten in der künftigen Welt der Hyper-Konnektivität nicht ausreichen. Daher arbeiten schon jetzt viele Instanzen wie Regierungsbehörden, Hochschulen und weltweit agierende Unternehmen zusammen, um robuste Sicherheitsmaßnahmen und Infrastrukturen zu entwickeln.

Ganzheitliche Implementierung

Sollte das Internet der Dinge wirklich die gesamte Wirtschaft verändern, müssen Unternehmen über punktuelle Investitionen in einzelne Lösungen hinausgehen und ganzheitliche, unternehmensweite Implementierungen schaffen. Dazu müssen sie eine Lösung entwickeln um die wichtigsten Herausforderungen anzugehen, indem sie die Silos zwischen Dingen, Daten, Prozessen und Mitarbeitern aufbrechen. Die Basis hierfür bildet ein IoT-Gesamtsystem, das eine robuste, sichere und skalierbare IoT-Plattform bereitstellt.

 Diese Entwicklung lässt sich nicht innerhalb weniger Wochen vollziehen, die IoT-Adoption ist vielmehr eine lange Reise. Wer diesen Weg gehen will, muss zunächst durch die Digitalisierung des Geschäftsbetriebes den Grundstein legen. Da dies keine einfache Aufgabe ist, sollte dies als langfristiges Ziel verstanden und in kleine, leicht erreichbare Schritte zerlegt werden. Gleichzeitig ist es essentiell, dass Unternehmen jeder Größe Innovationen vorantreiben und dabei ihre IoT-Budgets angesichts des experimentellen Charakters vieler Anwendungsfälle im Auge behalten. Durch IIoT-Tests lassen sich Rapid Prototyping sowie Anwendungsfälle testen und Erfolgskontrollen durchführen, bevor größere Budgets bereitzustellen sind.

Unternehmensweite Strategie ist Grundvoraussetzung

Viele Unternehmen setzen bereits auf das Internet der Dinge. Bei genauerem Blick wird aber schnell ersichtlich, dass nur sehr wenige wirklich transformative Programme gestartet haben. Die Basis des Erfolges bildet eine unternehmensweite IoT-Strategie, die einen beträchtlichen Teil der Daten aus vernetzten Anlagen auf einer einzigen Plattform zentralisiert. Nur so erreichen sie die ultimativen Ziele des IoT: organisatorische Effizienz, profitablere Geschäftsmodelle und Wettbewerbsvorteile.

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