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IoT-Plattform "Cloud der Dinge"

Mit der Lösung der Deutschen Telekom Maschinen einfach vernetzen

| Autor/ Redakteur: Dr. Dido Blankenburg / Julia Moßner-Klett

Alle Bereiche seiner Anlagen immer im Blick: Das wünscht sich jeder Produktionschef. Musste er früher dafür noch selbst in den Hallen stehen, ist dies heute über das Internet möglich.

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(Bild: Pixabay)

Heutzutage ist nicht unbedingt großes IT-Know-how von Nöten, um Produktionsanlagen zu vernetzen. Lösungen wie die IoT-Plattform der Deutschen Telekom bieten ein Komplettpaket aus Hardware, Installation, Betrieb und Service, das schnelle Digitalisierung möglich macht. Dort können Unternehmen Sensordaten speichern, visualisieren und auswerten – und so Geräte aus der Ferne überwachen.

Alle Maschinen, die das Modbus-TCP-Protokoll nutzen, können ohne Programmieraufwand über die „Cloud der Dinge“-Benutzeroberfläche integriert werden. Weitere Cloud Fieldbus Protokolle sind in Planung.

Die Plattform sammelt und speichert die Sensordaten und Statusmeldungen aller angeschlossenen Geräte und die Nutzer können sich via Internet jeden wichtigen Messwert anzeigen lassen. Ausgewertet werden die gesammelten Informationen annähernd in Echtzeit. Falls Grenzwerte für einzelne Sensoren oder komplexe Ereignisse überschritten werden, wird ein Meldung ausgelöst. Wartungstechniker können dann über die Online-Benutzeroberfläche den Grund für die Fehlermeldung sehen und schnellstmöglich reagieren. Viele Störungen lassen sich häufig sogar aus der Ferne beseitigen.

Diebstahlsicherung für bewegliche Geräte

Bewegliche Geräte lassen sich über die Plattform orten. Diese Möglichkeit nutzt etwa die Reederei Deutsche Afrika Linien (DAL), um jederzeit zu wissen, wo sich ihre Frachtcontainer befinden. Indem sie ein „Smart Container Device“, das an dem Behältnis angebracht ist, mit der „Cloud der Dinge verbindet, können sie die gesamte Route ihrer Transportboxen nachvollziehen – egal, ob sie sich auf dem Mittelmeer Richtung Marseille oder dem Kap der Guten Hoffnung vor Kapstadt befinden. Zusätzliche Sensordaten zu Temperatur, Türöffnung oder Erschütterungen liefern der Reederei Informationen zum Ladungszustand.

Vernetzung mit ERP-Systemen

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass Anwender die erhobenen Daten per API in die vollständig automatisierten Maschinen- und Prozessabläufe vor Ort einfließen lassen. Auf diese Option setzt etwa der Hamburger Mittelständler Pfannenberg. Seit 1954 Spezialist für Schaltschrankklimatisierung, Rückkühlanlagen und Signaltechnologie, hat das Traditionsunternehmen seine Klimalösungen aus der eCool X-Serie mit der „Cloud der Dinge“ vernetzt. Pfannenberg kann seinen Kunden auf diesem Weg nicht nur die für Schaltschränke so wichtige stabile Temperatur von 35 Grad Celsius garantieren. Auch die Fern- und vorausschauende Wartung wird möglich.

Predictive Maintenance

Kann die „Cloud der Dinge“ über einen längeren Zeitraum die Daten einer Maschine sammeln, lassen sich daraus relevante Schlüsse ziehen. So handhabt dies etwa CERTUSS, führender Hersteller von industriellen Dampfautomaten. Anhand der von der „Cloud der Dinge“ gewonnenen Messwerte erkennen die Techniker des Krefelder Mittelständlers Ereignismuster, mit denen sie voraussagen können, wann Geräte ausfallen könnten – und wie sich das mit rechtzeitiger Wartung verhindern lässt.

Dr. Dido Blankenburg verantwortet das Mobilfunk-Großkundengeschäft in der Telekom Deutschland GmbH. Sein Bereich „Vertrieb Mobilfunk Corporate Customers“ fokussiert sich auf die Vermarktung und den Vertrieb von Mobile Service-, M2M- und AGB Solutions.
Dr. Dido Blankenburg verantwortet das Mobilfunk-Großkundengeschäft in der Telekom Deutschland GmbH. Sein Bereich „Vertrieb Mobilfunk Corporate Customers“ fokussiert sich auf die Vermarktung und den Vertrieb von Mobile Service-, M2M- und AGB Solutions.
(Bild: Telekom)

Die Übertragung der Daten von den Maschinen in die Cloud erfolgt verschlüsselt über das Mobilfunknetz der Telekom. Ein Eingriff in die Unternehmens-IT vor Ort wird damit unnötig. Betrieben wird die „Cloud der Dinge“ in deutschen Rechenzentren. Damit ist gewährleistet, dass die deutschen und europäischen Datenschutzlinien eingehalten werden. Interessierten Unternehmen bietet die Telekom Pilot Pakete zum Festpreis an.

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