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Expertenbeitrag

Peter Schmidt

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Marketing-Mitarbeiter

Zustandsüberwachung

Mit Condition Monitoring Maschinenstillstand vermeiden

| Autor/ Redakteur: Peter Schmidt / Julia Moßner-Klett

Arbeitet eine Maschine ineffizient oder kommt aufgrund von Schäden regelmäßig zum Stillstand, hat das meist gravierende monetäre Folgen für das Unternehmen. Um derartige Szenarien zuverlässig zu vermeiden, investieren Betriebe vermehrt in Condition Monitoring.

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Über eine IoT-Anbindung kann Condition Monitoring wertvolle Informationen über Zustandsdaten liefern – und das in Echtzeit.
Über eine IoT-Anbindung kann Condition Monitoring wertvolle Informationen über Zustandsdaten liefern – und das in Echtzeit.
( Bild: gemeinfrei / Unsplash )

Condition Monitoring erfreut sich wachsender Beliebtheit. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff und welche Rolle spielen IoT-Lösungen dabei? In der heutigen Zeit benötigen Fertigungsmitarbeiter schnell und einfach Informationen über den Zustand maschineller Anlagen. Es gilt, Stillstandzeiten von Anlagen und Maschinen zu minimieren. Ein Werkzeug dazu ist die kontinuierliche Zustandsüberwachung einzelner Anlagen.

Was genau heißt eigentlich Condition Monitoring?

Der Begriff des Condition Monitorings lässt sich mit dem Wort Zustandsüberwachung in das Deutsche übersetzen. Grundsätzlich bezeichnet das Condition Monitoring die konstante Überwachung des Zustandes von Maschinen. In der Praxis geschieht die Kontrolle durch die Messung verschiedenster Parameter, welche wiederum Rückschlüsse auf die Effizienz beziehungsweise Fehleranfälligkeit erlauben. Für die Erfassung wird in der Praxis entsprechende Sensortechnik eingesetzt, die beispielsweise Temperaturen oder Schwingungen registrieren. Werden die Schwingungen zum Beispiel zu groß, deutet dies unter Umständen auf ein defektes Bauteil im Inneren einer Maschine hin. Auf Basis der Sensordaten kann ein schnelles sowie zuverlässiges Sicherheitssystem konstruiert werden, welches eine zustandsorientierte Instandhaltung erlaubt. Neben dem Erhalt der Maschineneffizienz steht beim Condition Monitoring ebenfalls die Sicherheit im Vordergrund.

Nachteile eines Maschinenstillstands für betroffene Unternehmen

Kommt es aufgrund einer Panne zu einem Maschinenstillstand, so hat das in der Praxis gleich eine ganze Reihe negativer Auswirkungen zur Folge. Zuallererst sind in diesem Zusammenhang die Kosten zu nennen, denn eine stillstehende Maschine bedeutet in Unternehmen immer auch verlorenes Geld. Vor allem der Stillstand der Produktion für den Zeitraum der Instandsetzung generiert hohe Verluste. Im Schnitt machen die Kosten für Instandsetzungen in Industrieanlagen bis zu 40 % der direkten und indirekten Kosten aus. Weiterhin führt ein Defekt innerhalb einer Maschine oftmals zu Folgefehlern, da beispielsweise benachbarte Bauteile beschädigt werden. Abhängig von der Ausfallzeit kann ein Maschinenstillstand zu Lieferengpässen und in der Folge zu verärgerten Kunden führen. Summa summarum ist ein Stillstand immer mit einem wirtschaftlichen Schaden gleichzusetzen.

Condition Monitoring bietet in diesem Zusammenhang viele Vorzüge

Durch die Erfassung des Ist-Zustandes einer Maschine lassen sich etwaige Pannen effizient vermeiden. So erlaubt die präzise Messung von Parametern wie Drehzahlen, Spannungen und Drehmomenten eine frühzeitige Diagnose von potenziellen Störungen. Besonders effektiv ist die Diagnose, wenn das Condition Monitoring mit IoT-Lösungen kombiniert wird. So ermöglicht die interne Vernetzung von Maschinen und Software eine weitestgehend autonome Zustandsüberwachung. Durch den Vergleich von Soll- und Ist-Werten in Echtzeit können intelligente Systeme nicht nur potenzielle Störungen vorausahnen, sondern ebenfalls den idealen Wartungszeitpunkt bestimmen. Auf diese Weise werden Stillstände verhindert, während gleichzeitig die Wartungskosten auf ein Minimum reduziert werden.

Besonders geeignete Branchen und Bereiche für Condition Monitoring

Grundsätzlich bietet sich das Condition Monitoring in Kopplung mit IoT-Lösungen vor allem für produzierende und weiterverarbeitende Unternehmen an. Insbesondere in Bereichen, in denen die Belastungen für Maschinen und damit auch die Fehleranfälligkeit besonders hoch ist, kann die intelligente Zustandsüberwachung effektiv eingesetzt werden. Als Beispiel sind hier unter anderem der Automobil- und Maschinenbau sowie andere metallverarbeitende Betriebe zu nennen. Doch auch im Chemiesektor und dem Logistikbereich ist das Condition Monitoring ein wertvolles Hilfsmittel. Da die Installation von entsprechenden Systemen sehr kostspielig sein kann, ist das Condition Monitoring aktuell vornehmlich in größeren Unternehmen auf dem Vormarsch.

Fazit

Wie sich zeigt, bietet das Condition Monitoring von der Steigerung der Sicherheit über die Optimierung von Wartungsarbeiten bis hin zur Vermeidung von Stillständen eine ganze Reihe an Vorteilen. Auf diese Weise sind Systeme zur Zustandsüberwachung ein wichtiger Faktor im internationalen Wettbewerb.

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