Eventreihe zur digitalen Transformation

„MindShift Mittelstand“: Künstliche Intelligenz hält Einzug in Unternehmen

| Redakteur: Selina Mühleck

Die Stimmung war super: die meisten Teilnehmer wollten gar nicht nach Hause ;-)
Die Stimmung war super: die meisten Teilnehmer wollten gar nicht nach Hause ;-) (Bild: S.Mühleck, VBM)

Bereits zum zweiten Mal trafen sich Experten aus verschiedenen Branchen zum Austausch über die Digitalisierung und deren Auswirkungen auf Unternehmen. In der Gründerwerkstatt von Vogel Business Media in Würzburg wurde dabei klar, dass die künstliche Intelligenz immer mehr im Fokus steht.

Wie gehen Unternehmen mit der digitalen Transformation um? Was können etablierte Unternehmen von Start-ups lernen und umgekehrt? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Teilnehmer der Veranstaltung „MindShift Mittelstand“, die am 23.11.2017 stattfand. In der Gründerwerkstatt von Vogel Business Media trafen sich rund 25 Gäste aus Würzburg und Umgebung, um sich über die Herausforderungen der Digitalisierung auszutauschen.

Veranstaltet von der Online Plattform Industry of Things und dem Würzburger Start-up Scoutbee, ging das Format bereits in die zweite Runde. Zwei spannende Keynotes aus der Praxis bildeten den Einstieg in den Abend.

Gregor Stühler, CEO und Mitgründer von Scoutbee präsentierte zunächst die Sicht eines Start-ups. Hier wurde deutlich, wie Unternehmen die Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz für sich nutzen und weiterentwickeln können. Dass damit bereits heute Arbeitsprozesse extrem vereinfacht und optimiert werden können, zeigte er anhand des von Scoutbee entwickelten Systems. So kann diese Art der künstlichen Intelligenz anhand von großen Datenmengen und spezifisch festgelegten Anforderungen die Lieferantensuche für ein Unternehmen weitaus ressourcenschonender und am Ende auch passgenauer gestalten als dies von Menschenhand möglich ist. Einzig die Kreativität sei für die Maschine noch eine Kompetenz, die sie in naher Zukunft noch nicht erreichen werde, so Stühler.

Den Gegensatz zu dem jungen Start-up, welches aus den Anforderungen der zunehmenden Digitalisierung erst entstanden ist, bildete der zweite Vortrag. Er beschäftigte sich mit den Herausforderungen, denen sich ein etabliertes Unternehmen in der heutigen Zeit stellen muss und wie der Umgang mit Daten und digitalen Prozessen in bestehende Vorgänge integriert werden kann.

Alexander Frank, Hauptabteilungsleiter Entwicklung & Verfahren beim Ventilatoren- und Elektromotorenhersteller ebm-papst nahm die Teilnehmer dafür mit auf eine Reise „in die harte Welt der Produktion“. Der Weltmarktführer aus Mulfingen (Baden-Württemberg), dessen Gründung im Jahr 1963 immerhin in eine Zeit fällt, in der noch nicht vom Internet, geschweige denn von Big Data und künstlicher Intelligenz die Rede war, musste dazu zunächst Begriffe schaffen. So stand am Anfang die grundlegende Definition: Was heißt Industrie 4.0 für ebm-papst?

Wie das Unternehmen neue Ansätze implementiert und Datenströme verknüpft, stellte Frank dann anhand einer Roadmap zum Thema vor. Basierend auf Daten, die zunächst generiert und vernetzt werden müssen, sollen auch hier am Ende Anlagen stehen, die Entscheidungen automatisiert treffen können. Dabei sei aber immer wichtig, den Nutzen der Veränderungen im Hinterkopf zu behalten, so Frank. Auch die Produktionsplaner an den verschiedenen Standorten müssten in die Umstrukturierungen eingebunden werden.

Dass die künstliche Intelligenz auch bald in den Produktionshallen von ebm-papst Anwendung findet, steht für Frank nicht in weiter Ferne. Auch für Gregor Stühler ist man im Bereich der Automatisierung von komplexen Aufgaben und deren Abgabe an Maschinen insgesamt in Deutschland auf einem guten Weg. Zum Ausklang des Abends fand man bei einem Glas Silvaner noch die Gelegenheit zum Austausch mit Zuhörern und Referenten.

Mehr Informationen unter: www.mindshift-mittelstand.de.

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