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Energiemanagement

Mica und IBM Watson IoT: Datenverarbeitung in der Cloud

| Redakteur: Sandra Häuslein

Seit einigen Monaten arbeitet Harting mit IBM zusammen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die vom Mini-Industriecomputer Mica gesammelten Daten in einer Cloud-Lösung verarbeiten zu können. Wie das funktioniert, zeigen die Unternehmen an Harting-Spritzgussmaschinen, deren Energieverbrauch mit Hilfe der Mica Energy und der IBM-Watson-IoT-Plattform erfasst und ausgewertet werden.

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Im IBM-Watson-IoT-Center in München können Besucher die Verknüpfung der Mica mit der IBM-Watson-Iot-Plattform besichtigen.
Im IBM-Watson-IoT-Center in München können Besucher die Verknüpfung der Mica mit der IBM-Watson-Iot-Plattform besichtigen.
( Bild: Harting )

Harting bietet mit Mica (Modular Industry Computing Architecture) eine Lösung an, um Daten im direkten Umfeld von Maschinen und Anlagen zwischenzuspeichern, auszuwerten und zu verarbeiten. Aber auch der Transfer großer, über längere Zeiträume gesammelter Datenmengen in die Cloud ist damit möglich. Seit einigen Monaten arbeitet Harting dafür mit IBM zusammen. Dabei entstand beispielsweise ein Projekt zur Erfassung des Energieverbrauchs von Harting-Spritzgussmaschinen. Die Daten werden in der IBM-Bluemix-Innovationsplattform erfasst und sollen mit der IBM-Watson-Technologie zu wertvollen Informationen verwandelt werden.

Maschinen an leistungsfähige Cloud-Lösungen anbinden

„Die Zusammenarbeit mit IBM hat den Vorteil, dass die Daten sofort in der Cloud zuverlässig und rasch verarbeitet werden können. Zudem ist die Cloud-Lösung kostengünstig, da keine Investitionskosten für eine umfangreiche Server-Infrastruktur anfallen“, erklärt Dr. Jan Regtmeier, Director Product Management, Harting IT Software Development. So will Harting den Energieverbrauch der Maschinen jederzeit unter Kontrolle haben.

Die Spritzgussmaschinen in einem Harting Werk sind mit der Mica an der IBM-Watson-IoT-Plattform angeschlossen. „Dank der modularen und offenen Mica-Architektur ist es einfach, Maschinen an leistungsfähige Cloud-Lösungen anzubinden“, erläutert Dr. Jan Regtmeier. Seit Beginn der Zusammenarbeit mit IBM wurden mehrere Hundert Gigabyte an Daten zur Analyse erfasst und visualisiert.

Seit Mitte Februar ist die Anwendung auch im IBM-Watson-IoT-Center in München zu sehen.

Energiemanagement in rauen Umgebungen

Laut Harting eignet sich die Mica zudem für das Energiemanagement in rauen Umgebungen. Das Unternehmen EPS Energy bietet mit „better solutions by enerchart“ eine Lösung mit Merkmalen wie Dashboards oder Heat-Maps, um das Energiemanagement nach EN 50001 zu erfüllen. EPS Energy hat sich daher als Anbieter ganzheitlicher Systemlösungen im Bereich Energiemanagement speziell nach EN 50001 im Markt positioniert. „Bei unserer Lösung fungiert die Mica Energy als Datenkonzentrator. Sie unterstützt Stromzähler und Drucksensoren bei der Erfassung aller relevanter Daten“, sagt Holger Heidenblut, Leiter Produkt- und Projektmanagement bei EPS Energy.

Das Unternehmen ist eines von 20, die derzeit dem Mica Network angehören. (sh)

Der Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal konstruktionspraxis erschienen.

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