Big Data

Mehrwert durch Datenanalyse

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Eine der größten Befürchtungen bleibt der Datenschutz

Ebenfalls positiv zu beobachten ist, dass auch die Vorbehalte gegenüber Datenanalysen abgenommen haben. Dennoch sieht man weiterhin, dass es für Unternehmen noch eindeutige Hürden gibt, die eine intensivere Nutzung von Datenanalysen verhindern. Die am häufigsten genannten Vorbehalte sind dabei die Weitergabe von Daten an Drittanbieter (60 Prozent), ein unzureichendes Budget (55 Prozent) und fehlende Datenanalyse-Spezialisten (50 Prozent). Diese und weitere Vorbehalte, wie zum Beispiel Unklarheiten hinsichtlich der Rechtslage und die unzureichende Qualität, haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen, doch die Studie verdeutlicht, dass in mehr als der Hälfte der befragen Unternehmen noch eindeutige Vorbehalte bestehen. Knapp ein Viertel bemängelt außerdem die fehlenden Informationen zu Analysemöglichkeiten. Diese Bedenken haben im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2015 sogar zugenommen.

Für Unternehmen, die bisher noch keine fortgeschrittenen Datenanalysen einsetzen, stehen vor allem drei Befürchtungen im Vordergrund: die fehlende Rechtsgrundlage und Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und des Datenschutzes. Laut der Studie werden diese Themen häufig reflexartig und ohne fundierte Betrachtung als Hürde genannt. Hier besteht also eindeutig Aufklärungsbedarf. Für Anbieter von Analysediensten und –werkzeugen wird es nötig sein, genau diese Themen konkret anzugehen. Eine Lösung, die in solchen Unternehmen haben soll, muss auf Information, Transparenz und Vertrauen beruhen.

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Hilfe von Außen

Eine Hürde bei der Planung einer Datenanalysestrategie ist für viele Unternehmen der Mangel an Fachkräften: Nur eine kleine Minderheit verfügt über die nötigen Spezialisten, um die Möglichkeiten fortgeschrittener Datenanalysen richtig einzuschätzen und nutzen zu können. Die Studie zeigt, dass Unternehmen an dieser Stelle durch externe Experten profitieren können.

Bisher wird aber lediglich der Aspekt des Aufbaus des Datensystems von einer Mehrheit der Unternehmen ganz oder teilweise ausgelagert. Die Analyse der Daten dagegen erfolgt in 82 Prozent der Unternehmen vollständig intern. In den Bereichen der Datensammlung, Datenspeicherung und Datenaufbereitung nutzt jeweils erst gut ein Drittel der Unternehmen diese Option. Auch in dieser Frage ist der Datenschutz der wichtigste Vorbehalt für Unternehmen. Wird die Analyse aus der Hand gegeben, befürchten viele Unternehmen die alleinige Kontrolle über erfolgskritische Informationen zu verlieren. Mehr als die Hälfte der Unternehmen teilt außerdem die Befürchtung, durch die Inanspruchnahme externer Dienstleister bei der Datenanalyse die Einhaltung von Compliance-Anforderungen zu gefährden. Hier sind eindeutig die Anbieter von Analyseverfahren in der Pflicht, die Unternehmen ausreichend zu informieren und zu beraten, um solche Bedenken ausräumen zu können.

MM

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