Umfrage Mehr Investitionen für Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Redakteur: Sandro Kipar

Laut einer Umfrage wollen Industrieunternehmen in Zukunft ihre Investitionen in die digitale Transformation und Nachhaltigkeit erhöhen. Auch die Frage, wie es nach der Pandemie weiter geht, beschäftigt viele.

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85 Prozent der befragten Unternehmen wollen in den nächsten drei Jahren ihre Investitionen in die digitale Transformation erhöhen.
85 Prozent der befragten Unternehmen wollen in den nächsten drei Jahren ihre Investitionen in die digitale Transformation erhöhen.
(Bild: Aveva)

Digitalisierung, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg scheinen für viele Unternehmen Hand in Hand zu gehen. Laut einer Umfrage des Industriesoftware-Anbieters Aveva haben 85 Prozent der befragten Unternehmen angegeben, in den nächsten drei Jahren ihre Investitionen in die digitale Transformation zu erhöhen. Ziel sei es, den Klimawandel zu bewältigen, die Automatisierung voranzutreiben und die Leistungsvorteile moderner Technologien zu nutzen.

Für die Aveva-Studie „Approaching The Age of Performance" wurden im Juni 2021 weltweit 850 Führungskräfte, Geschäftsbereichsleiter, leitende Angestellte und Senior Manager vom Marktforschungsunternehmen Savanta befragt. Die Befragten stammen aus Branchen wie der verarbeitenden Industrie, einschließlich der Großbetriebe im Agrar-, Lebensmittel- und Getränkebereich, der Infrastruktur, der Energieversorgung und der chemischen Verarbeitung.

Digitalisierung als oberste Priorität

„Führende Industrieunternehmen nutzen fortschrittliche Analysen und digitale Innovationen, um die Entwicklung, die Konstruktion und den Betrieb ihrer Anlagen neu zu überdenken“, sagt Ravi Gopinath, Chief Strategy Officer und Chief Cloud Officer bei Aveva. Demnach sehen neun von zehn Unternehmen in der Kombination von fortschrittlichen Technologien den Schlüssel zu einer besseren Leistung in einer Welt nach der Pandemie. In China und Deutschland haben mehr als die Hälfte (56 Prozent bzw. 55 Prozent) die digitale Transformation zu ihrer obersten Priorität für das kommende Jahr erklärt. Die Investitionen konzentrieren sich vor allem auf Cybersicherheit, Strategien für die Vernetzung von Arbeitskräften und die Cloud.

Laut Aveva rücken Maßnahmen zum Klimaschutz für viele Unternehmen in den Vordergrund. 89 Prozent haben sich verpflichtet, in ihrem Unternehmen keine Kohlenstoffemissionen zu verursachen und den Klimawandel innerhalb von fünf Jahren zu bekämpfen. Dies würde laut den befragten Unternehmen sogar die Innovation fördern (85 Prozent). Bei umweltbezogenen Unternehmensinvestitionen führen Deutschland, Österreich und die Schweiz. 47 Prozent der Unternehmen aus diesen Ländern sehen darin einen Schwerpunkt, so Aveva. Zum Vergleich: weltweit sind es 41 Prozent.

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