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DSGVO Mehr Bedarf an Juristen, Beratern und ITlern

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Um den neuen Anforderungen in der Datenverarbeitung gerecht zu werden, wurden im April rund ein Fünftel mehr Stellen mit Bezug zum Thema Datenschutz ausgeschrieben als noch im Januar. Gefragt sind laut einer aktuellen Studie vor allem Fachkräfte für datenschutzrechtliche Fragen sowie Berater und IT-Profis.

Die DSGVO führt zu einer stärkeren Nachfrage nach geeigneten Fachkräften - darunter Juristen, Berater und ITler.
Die DSGVO führt zu einer stärkeren Nachfrage nach geeigneten Fachkräften - darunter Juristen, Berater und ITler.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Die kürzlich in Kraft getretene EU-Datenschutzgrundverordnung stellt die Personalabteilungen der Unternehmen seit Jahresbeginn vor große Herausforderungen. Waren im Januar 2018 noch rund 660 Jobs zum Thema Datenschutz ausgeschrieben, stieg diese Zahl bis April kontinuierlich auf knapp 800 Stellenangebote an. Im April 2017 waren für diese Positionen nur rund 420 Stellen ausgeschrieben – das bedeutet ein Plus von 90 Prozent. Zieht man den Vergleich zum April 2016, ist sogar ein Zuwachs von 150 Prozent zu verzeichnen.

Gesucht werden dabei vor allem Datenschutzbeauftragte, die – wie der Stellentitel schon sagt – dafür Sorge tragen, dass die datenschutzrechtlichen Vorgaben von den Unternehmen und Organisationen eingehalten werden. Darüber hinaus gab es eine verstärkte Nachfrage nach Juristen und Beratern, die vor allem die Umstellungsprozesse begleiten und deren Gesetzeskonformität sicherstellen sollen. Ebenfalls stärker gesucht sind IT-Experten in den Bereichen IT-Security und Datenbanken, die die Anpassungen der Datenverarbeitungsprozesse umsetzen. Das sind die Ergebnisse einer Stellenmarktanalyse der Experten von index Anzeigendaten, die Stellenangebote aus 256 Printmedien und Online-Jobbörsen untersucht haben. Dabei wurden speziell die Anzeigen mit Bezug zum Thema Datenschutz ausgewertet.

Die deutlich gestiegene Nachfrage zeigt, dass Unternehmen und Organisationen die EU-Datenschutzgrundverordnung ernst nehmen. Gleichzeitig wird klar, dass viele Unternehmen nicht über ausreichendes internes Know-how und Manpower verfüg(t)en, um die gesetzlichen Vorgaben umzusetzen. Damit ist die neue Verordnung ein Impuls, auch in der Zukunft mit kompetenten Mitarbeitern für die ordnungsgemäße Verarbeitung personenbezogener und sensibler Daten gewappnet zu sein.

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