Engineering Base

Maschinen und Anlagen in der Cloud planen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die Apps basieren auf HTML5, passen sich jedem Display an (responsive) und sind mit Android, Windows, iOS oder im Browser nutzbar.
Die Apps basieren auf HTML5, passen sich jedem Display an (responsive) und sind mit Android, Windows, iOS oder im Browser nutzbar. (Bild: Aucotec)

Das Planen von Maschinen, Anlagen und mobilen Systemen mit beliebiger Skalierbarkeit in der Cloud ermöglicht Aucotec mit seiner Engineering Base (EB). Zum Cloud-Konzept gehören auch bestellbare Apps für bestimmte Anwendungsbereiche.

Auf der SPS IPC Drives 2017 in Nürnberg (28. bis 30. November) stellt die Aucotec AG erstmals ihr Cloud-Konzept vor. Damit will das Engineering-Unternehmen ermöglichen, Maschinen, Anlagen und mobile Systeme mit beliebiger Skalierbarkeit in der Cloud zu planen. Zudem lässt kooperative Plattform Engineering Base (EB) von Aucotec unabhängig von Hardware und Client-Installationen an jedem Endgerät nutzen. Das erlaubt den Kunden, EB unternehmensintern als Software as a Service (SaaS) anzubieten. Die Lösung basiert auf der von T-Systems betriebenen Microsoft-Cloud Azure Deutschland.

Die Apps zur Cloud

Zum Cloud-Konzept gehören auch bestellbare Apps für bestimmte Anwendungsbereiche. Sie erleichtern zusätzlich den mobilen Zugang zum Engineering sowie die mobile Datenerstellung für spezielle Aufgaben. Die Apps basieren auf HTML5, passen sich jedem Display an (responsive) und sind mit Android, Windows, iOS oder im Browser nutzbar. Cloud- und App-Einsatz sind aufgrund der Architektur von EB möglich, die mit dem separaten Application Server zwischen Datenbank und Client einen Webservice-basierten Zugriff auf die Engineering-Daten erlaubt. Der sogenannte Web Communication Server sorgt dabei mit globalen Web-Standards für direkten, sicheren Zugang zu den gewünschten Informationen.

Wie Microsoft den Mittelstand im IoT unterstützen will

Interview

Wie Microsoft den Mittelstand im IoT unterstützen will

15.08.17 - Seit einem Jahr ist Alexander Britz Senior Director für den Bereich des Internets der Dinge. Am 13. September 2017 eröffnet er als Keynote-Speaker den IoT- und Smart-Home-Kongress der ELEKTRONIKPRAXIS in München. Redakteur Franz Graser diskutierte mit ihm das Potenzial des IoT in Deutschland. lesen

Für zwei Anwendungen sind bereits Apps verfügbar. Zum einen für die Wartung. In diesem Fall ist Mobilität Trumpf. Ob es sich um eine weitläufige Ölraffinerie handelt oder weit verteilte Windkraftanlagen: Schnell vor Ort zu sein und alle nötigen Daten ohne Vorbereitung zur Hand zu haben ist elementar, um Stillstandszeiten zu vermeiden. Der Zugang von mobilen Geräten zu den Engineeringdaten beschleunigt geplante Services ebenso wie das Agieren im Notfall.

Techniker ziehen per App alle nötigen Unterlagen aufs Mobilgerät

Mit der Maintenance-App haben von EB haben Service-Mitarbeiter überall Zugriff auf alle freigegebenen Anlagen-Dokumente, vom Piping & Instrumentation Diagram bis zum Arbeitsblatt. Oft sehen Servicetechniker erst vor Ort, welche Daten tatsächlich benötigt werden, um die Wartungsarbeiten durchzuführen. Per App ziehen die Techniker alle nötigen Unterlagen aufs mobile Gerät und geben dort die Änderungs-Informationen ein, eventuell mit Fotos zur Dokumentation. Der As-built-Stand der Anlage ändert sich aber erst, wenn ein Planungsingenieur die Daten geprüft und freigegeben hat. So bleiben Sicherheit und Qualität gewährleistet.

Die zweite App dient der mobilen Bestandsaufnahme direkt beim Kunden sowie der Datenübertragung an EB. Ziel ist, aus den Informationen neue, auf den Kunden zugeschnittene Dienstleistungen oder Anlagen-Erweiterungen abzuleiten und anzubieten.

Aucotec auf der SPS IPC Drives: Halle 6 Stand 110

Über die SPS IPC Drives 2017

Gerade jetzt, im Zeitalter der digitalen transformation wachsen die beiden Branchen Automation und IT immer stärker zusammen. Neben diversen Produkten und Applikationsbeispielen vieler Aussteller spiegelt die SPS IPC Drives 2017 diesen Trend auch auf themenbezogenen Sonderschauflächen und in Vorträgen auf diversen Foren wider.

Weil die digitale Transformation immer stärker in den Fokus rückt, haben sich die Macher der SPS IPC Drives für eine neue thematische Hallenaufteilung entschieden: Ab 2017 ist die Halle 6 ganz dem Thema Software und IT in der Fertigung gewidmet. Namhafte Anbieter aus der IT-Welt wie Microsoft und SAP werden mit Ausstellungsthemen wie industrielle Web Services, virtuelle Produktentwicklung und -gestaltung, digitale Geschäftsplattformen, IT/OT-Technologien, Fog-/Edge- und Cloud-Computing aufwarten. Aber auch Lösungen zum Thema Cyber Security werden von zahlreichen Anbietern vorgestellt.

Der begleitende Automation 4.0 Summit ergänzt an den ersten beiden Messetagen das Messeangebot und greift Themen des Industrie 4.0-Umfeldes auf: TSN und OPC UA in der Industrie, Sensorik für Industrie 4.0, Embedded Vision, Raspberry Pi & Co in der Industrie.

Die rund 1700 Aussteller der SPS IPC Drives decken vom 28. bis zum 30. November 2017 in Nürnberg das komplette Spektrum der industriellen Automation ab – vom einfachen Sensor bis hin zu komplexen Lösungen der smarten Automatisierung.

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