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Industrial Internet of Things

Maschinen einfach intelligent machen

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Das IIoT stellt ganz neue Anforderungen an die IT

Wollen Fertigungsunternehmen und Maschinenhersteller vom IIoT profitieren, sehen sie sich mit ganz neuen Anforderungen an die IT konfrontiert. Die Maschinen müssen „always on“ sein, und die Systeme, an die sie ihre Informationen liefern, müssen große Datenmengen performant verarbeiten. Gerade mittelständische Unternehmen können das mit den eigenen Bordmitteln in der Regel nicht stemmen. Die Cloud schafft hier Abhilfe. Sie ermöglicht IoT-Plattformen, mit denen sich die großen Datenmengen verarbeiten lassen, ohne dass Unternehmen dafür eigene Rechenzentren aufbauen oder ihre bestehenden erweitern müssen. Basiert sie auf einer entkoppelten, verteilten Architektur, kann die Plattform außerdem für hohe Ausfallsicherheit sorgen. Wenn der Betreiber der Cloud über mehrere räumlich verteilte und redundante Rechenzentren verfügt, ist eine durchgängige Verfügbarkeit gewährleistet. Die Wahrscheinlichkeit, dass sämtliche Rechenzentren gleichzeitig ausfallen, liegt praktisch bei Null – und deshalb wird immer ein Rechenzentrum vorhanden sein, dass die IIoT-Daten empfangen und verarbeiten kann.

Zudem stellt das Industrial Internet of Things ganz neue Anforderungen an die eingesetzten Datenbanksysteme. Die traditionellen relationalen Datenbanken stoßen bei datenintensiven Anwendungen oft an ihre Leistungsgrenzen. Für die Big-Data-Applikationen des IIoT werden deshalb No-SQL-Datenbanken benötigt, die gezielt auf die Verarbeitung großer Datenmengen ausgelegt sind. Ein Beispiel dafür ist die Lösung Cassandra, auf der unter anderem auch Facebook und Twitter aufsetzen. Da es sich bei Cassandra um eine Open-Source-Technologie handelt, bringt diese Lösung noch einen weiteren Vorteil mit sich. So würden herkömmliche SQL-Datenbanken mit ihren klassischen Lizenzmodellen die Kosten in die Höhe treiben und damit einen wirtschaftlichen Betrieb in Frage stellen. Bei einem Open-Source-Produkt wie Cassandra ist das nicht der Fall, da hier Lizenzkosten entfallen.

Mehrere Schichten für umfassenden Schutz nötig

Zu den zentralen Anforderungen des Industrial Internet of Things zählt selbstverständlich auch die Sicherheit. In jüngster Zeit gingen immer wieder Berichte über Hacker-Angriffe durch die Medien, bei denen Cyber-Kriminelle die Kontrolle über IoT-Geräte übernommen haben, um ihre Ressourcen für großkalibrige DDoS (Distributed Denial of Service)-Angriffe zu missbrauchen. Das macht deutlich: Alle „Dinge“, und damit auch Maschinen, die mit dem Internet verbunden sind und eine IP-Adresse haben, müssen mindestens genauso sorgfältig gesichert werden wie die Komponenten der herkömmlichen IT.

Um ihren umfassenden Schutz zu gewährleisten, sind mehrere Maßnahmen nötig. Das fängt bereits bei den IoT-Modulen an, über die sich die Maschinen mit dem Internet verbinden. IoT-Spezialisten wie Q-loud sichern die hierbei verwendeten Mikroprozessoren mit speziellen Verschlüsselungsverfahren ab. Jeder Chip erhält eine eigene Identität und Schlüssel, so dass sein Datenstrom asymmetrisch und damit besonders sicher verschlüsselt werden kann. Hacker-Angriffe, die darauf abzielen, die Authentifizierungs- und Zugangsdaten zu stehlen, werden damit verhindert. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass die IoT-Module updatefähig sind. Nur dann können später auftauchende Sicherheitslücken jederzeit nachträglich geschlossen werden.

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