Durchstarten 2021 „Man kann das Rezept für einen erfolgreichen Kundentermin vor Ort nicht eins-zu-eins auf ein virtuelles Meeting anwenden“

Redakteur: Sebastian Human

Die COVID-19-Pandemie traf und trifft verschiedene Wirtschaftsbereiche unterschiedlich hart. Wie die Deutsche Telekom IoT GmbH mit den Herausforderungen umgeht, berichtet deren CCO Dennis Nikles in unserem Interview.

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Dennis Nikles arbeitet als CCO bei der Deutsche Telekom IoT GmbH.
Dennis Nikles arbeitet als CCO bei der Deutsche Telekom IoT GmbH.
(Bild: Vogel Communications Group/Deutsche Telekom IoT GmbH)

Herr Nikles, welche Probleme/Herausforderungen treten in Ihrem Unternehmen während der COVID-19-Krise auf?

Wie überall, hat COVID-19 natürlich auch bei der Deutschen Telekom signifikanten Einfluss auf unsere Arbeit und Zusammenarbeit. Wir mussten uns plötzlich mit einer Realität arrangieren, in der ein großer Teil der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von zu Hause aus, im Home-Office, arbeiten. Aber wir haben die Herausforderung angenommen und gemeistert und so waren beispielsweise innerhalb von wenigen Tagen 80 Prozent unserer Service-Mitarbeiter im Homeoffice.

Das ist einerseits eine große Herausforderung für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen selbst, die neben ihrem gewohnten Arbeitspensum oft auch Kinderbetreuung oder Homeschooling übernehmen müssen. Hier versuchen wir als Arbeitgeber bestmöglich zu unterstützen, ausreichend Flexibilität zu bieten, und individuelle Lösungen zu finden.

Gleichzeitig hat sich durch Corona auch die Art der Zusammenarbeit innerhalb von Teams verändert: viele Aktivitäten, von Meetings bis hin zu Kundenterminen haben sich auf einmal in die virtuelle Welt verlagert. Im Bereich Deutsche Telekom IoT GmbH sind wir es gewohnt, über verschiedene Standorte verteilt, nicht nur deutschlandweit, sondern auch international, zu arbeiten, hatten also bereits eine gewisse Routine in virtueller Zusammenarbeit. Nichtsdestoweniger mussten auch wir unsere Abläufe anpassen und lernen, was virtuell gut funktioniert, und was nicht.

Wie wirken sich diese Probleme auf Ihre eigene Arbeit aus?

Gerade im Vertrieb ist die veränderte Situation deutlich spürbar. Normalerweise ist man ständig unterwegs, bei Kundenterminen, auf Messen und Veranstaltungen. Das findet nun virtuell statt. Man kann aber das Rezept für einen erfolgreichen Kundentermin vor Ort nicht eins-zu-eins auf ein virtuelles Meeting anwenden, sondern die Ansprache und Inhalt so anpassen, dass die Botschaft auch ohne physische Anwesenheit transportiert wird und überzeugt. Und das über Kommunikationsmedien und Tools wie Zoom oder Web Ex, in denen der Kunde, aber auch man selbst, noch nicht geübt ist.

Messen und Veranstaltungen sind für uns wichtige Mittel, unsere Lösungen zu präsentieren, sich mit Kunden und Partnern auszutauschen und Markttrends zu erleben. Schwer vorstellbar, das in ein digitales Format zu übertragen. Umso mehr hat mich beeindruckt, mit welcher Kreativität, Pragmatismus und Geschwindigkeit in 2020 neue Möglichkeiten gefunden wurden, Messen virtuell durchzuführen. Ein persönliches Highlight für mich war dabei die Digital X.

Welche Lerneffekte haben Sie aus der Krisensituation mitgenommen und fühlen Sie sich für die Zukunft gewappnet?

Ein wichtiger Lerneffekt für mich ist, dass bei allen Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, die menschliche Komponente nicht zu kurz kommen darf. Als Führungskraft ist es wichtig, Raum zu schaffen für zwischenmenschlichen, persönlichen Austausch, in bilateralen Gesprächen, aber auch innerhalb des Teams.

Weiterhin habe ich für mich erkannt, dass in dieser Krisensituation, in der sich die Interaktion in die virtuelle Welt verschiebt, Transparenz und Glaubwürdigkeit noch wichtiger werden, sowohl in Richtung Mitarbeiter als auch in Richtung Kunde. Gute Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen. Fehlt der direkte, physische Austausch, entsteht schnell eine Lücke, und es erfordert Einsatz und Anstrengung, diese Lücke zu schließen.

Ich finde, wir als Deutsche Telekom IoT GmbH haben bisher gut auf die Krisensituation reagiert, wir lernen täglich dazu und passen uns an. Wenn ich an die Zukunft denke, bin ich vor allem gespannt, welche bleibenden Veränderungen wir durch COVID-19 erfahren werden. So bin ich beispielsweise davon überzeugt, dass auch nach dem Ende der Pandemie Arbeiten von zu Hause nicht mehr die Ausnahme sein wird, sondern ein fester Bestandteil unseres Arbeitsalltags. Entscheidend wird sein, dieses neue Normal gemeinsam zu unserem Vorteil zu gestalten.

Danke für diesen kurzen Einblick.

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