IIoT

Make or Buy: 5 Faktoren, um richtig zu entscheiden

| Autor / Redakteur: Matthias Kolmer / Redaktion IoT

Das IIoT bietet großes Potential für die Erweiterung der eigenen Geschäftsmodelle.
Das IIoT bietet großes Potential für die Erweiterung der eigenen Geschäftsmodelle. (www.pixabay.com)

Viele Unternehmen möchten von den neuen Möglichkeiten der Industrial Internet of Things Lösungen profitieren und ihre Geschäftsmodelle erweitern. Doch welche Faktoren gilt es dabei zu beachten?

Es wird zunehmend schwerer sich allein mit dem eigenen Produkt von der Konkurrenz abzuheben. Nicht nur deshalb sind weiterführende Dienste, die zusammen mit dem Produkt verkauft werden, im Trend. Auch attraktive Geschäftsmodelle, wie das bedarfsgerechte Warten und Beliefern mit Ersatzteilen führt zu einer besseren Kundenbindung und verlässlichen Einnahmen. Ganz zu schweigen von alternativen Abrechnungsmodellen, wie dem Bezahlen von Maschinen nach Nutzung.

Bei der Erweiterung der eigenen Geschäftsmodelle stellt sich dann die Frage, ob die Entwicklung komplett mit eigenen Ressourcen erfolgen kann, oder ob ein Zukauf von Komponenten, Know-how oder Entwicklungsressourcen der bessere Weg zum Ziel ist. Diese 5 Faktoren sollte man bei dieser Entscheidung beachten:

1. Faktor Zeit

Vorab zu sagen ist: Wer jetzt noch nicht angefangen hat, wird das Rennen mit den Mitbewerbern womöglich verlieren. Ein gutes Produkt zur Markreife zu bringen benötigt mehrere Jahre. Vor allem sollte vermieden werden die Fehler zu begehen, die andere schon gelöst haben.

2. Quality as a Service

Kaum ein digitales Produkt schafft es, höchste Qualität von Beginn an zu gewährleisten. Die gewissen Details, die ein technisches Produkt zu einem gern genutzten Service machen, entwickeln sich oft erst nach Jahren der Nutzung in der Praxis. Gerade die nicht funktionalen Anforderungen, wie Stabilität, Sicherheit und Wartbarkeit werden dabei oft unterschätzt.

3. Standardfunktionalität nicht unterschätzen

Wird der Entwicklungsumfang eines Projektes abgeschätzt, steht zunächst die Kernfunktionalität im Fokus der Betrachtung. Die vielen, wenn auch kleinen Funktionen, die darum herum benötigt werden, kosten oft ein Vielfaches der Zeit. So gehören zu einer komfortablen Datenanalyse selbstverständlich auch Funktionen, wie automatischer Report-Versand, Excel-Export, Korrekturmöglichkeiten, automatische Zeitzonenanpassung und vieles, vieles mehr.

4. Risiko minimieren

Umso mehr Ressourcen in die Entwicklung eines Produktes gesteckt werden, umso höher ist der Verlust, wenn der Erfolg ausbleibt. Allerdings lässt sich dieses Risiko erheblich reduzieren, indem eine bestehende IIoT-Lösung für die eigenen Bedürfnisse abgewandelt wird. So wird die Zeit zum Markteintritt reduziert der tatsächliche Kundennutzen kann günstig erprobt werden.

5. Fachkräftemangel omnipräsent

Kaum ein Beruf ist von der zunehmenden Spezialisierung betroffen, wie der eines Softwareentwicklers. Auf Cloud-Lösungen spezialisierte Fachkräfte mit jahrelanger Erfahrung sind am Markt kaum auffindbar. Wie in jeder Branche, ist auch nicht jeder Entwickler ein Spezialist seines Fachs. Warum also nicht dem vertrauen, der seine Expertise mit einem gut funktionierenden Produkt unter Beweis gestellt hat.

Fazit

In den meisten Fällen macht es keinen Sinn das Rad neu zu erfinden. Mit einer Standard-IoT-Plattform lassen sich fast alle Anwendungsfälle schneller, günstiger und sicherer abdecken. Bei der Wahl der richtigen Plattform ist vor allem auf dem bereits vorhandeneren Funktionsumfang und die kostengünstige Anpassungsfähigkeit zu achten. Anschließend müssen Unternehmen leidglich entscheiden wie exklusiv ihr eigenes Produkt sein soll – also wie sehr es sich von der der Standardlösung abheben soll.

Dieser Beitrag wurde verfasst von: Thomas Hepp (Mirasoft GmbH & Co. KG)

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