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Low-Code-Technologie

Low-Code-Cases: Aktuelle Anwendungen und neue Tendenzen

| Autor/ Redakteur: Linda Bergmann / Linda Bergmann

Low-Code-Technologie findet aufgrund ihrer Zeit- und Kosteneffizienz in immer mehr Unternehmen Anwendung, um beispielsweise Prozesse zu optimieren und Daten mobil abrufbar zu machen. Wir haben uns Use-Cases sowie die neuesten Entwicklungen angeschaut.

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Low-Code-Lösungen können bei der Modernisierung bestehender Unternehmensprozesse Zeit und Geld sparen.
Low-Code-Lösungen können bei der Modernisierung bestehender Unternehmensprozesse Zeit und Geld sparen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Wie der Name schon sagt, meint Low Code, dass mit „wenig Code“, also wenig bis keinem Programmieraufwand, Software hergestellt werden kann, indem grafische Modellierungsmethoden und visuelle Applikationsdesigns zur Anwendung kommen.

Passgenaue IT-Lösungen lassen sich interaktiv, mit Hilfe von vorgefertigten Programmfunktionen, herstellen. Dies hat zur Folge, dass sowohl Zeit als auch monetäre Ressourcen geschont und der Umsetzungsprozess agil gestaltet werden kann.

So ist es nicht verwunderlich, dass sich Low Code Development Platforms immer größerer Beliebtheit erfreuen und Einzug in die digitalen Aufrüstungspläne von immer mehr Unternehmen findet.

Mit Low-Code-Technologie Daten mobil zugänglich machen und Prozesse vereinfachen

Um seinen Kunden einen vereinfachten und durchgängigen Zugang zu Werbematerial zu ermöglichen, entschied sich ein Pharmazieunternehmen für den Einsatz von Low Code. Im Vordergrund der technischen Umstrukturierung standen die Optimierung und Modernisierung bestehender Prozesse und Benutzeroberflächen bei möglichst wirtschaftlichem Kosteneinsatz für die Auswahl und Implementierung der Applikationen.

Die Daten über Produkte und Bestellungen sollten schneller, umfassender, on- und offline sowie auf allen Endgeräten zugänglich sein. Der bestehende, zeitaufwendige und komplexe Bestellungsprozess sollte deutlich vereinfacht werden. Mithilfe der Low-Code-Lösungen von Neptune Software konnten die firmeninternen Entwickler rasch geschult werden, auch wenn diese im Vorfeld wenig Erfahrung mit Mobilgeräten hatten. Die SAP-zertifizierte Entwicklungsplattform Planet 8 ermöglichte den technischen Aufbau auf bereits bestehende ABAP-Strukturen, ohne dass weitere Upgrades oder externe Dienstleister nötig waren. Somit ist es möglich, mit großer Zeitersparnis die gewünschten SAP Fiori Apps zu konstruieren, integrieren, deployen und zu verwalten.

Ebenso die Energiebranche, als stetig wachsender und hart umkämpfter Markt, kommt an der digitalen Weiterentwicklung ihrer Unternehmensprozesse nicht vorbei. Betrachtet man beispielsweise die Arbeit in Windparks, so wird deutlich wie wichtig es ist, dass die Ingenieure vor Ort mit möglichst aktuellen und vor allem relevanten Daten ausgestattet sind, um so einen detaillierten Überblick über die Anlagenverfügbarkeit, Wartung und Reparaturen zu erhalten. Das Thema „Offlinefähigkeit“ wird überall dort notwendig, wo es um die Verarbeitung großer Datenmengen in den Offshore Windparks geht.

Auch hier griff man auf SAP-basierte Applikationen von Neptune Software zurück, denn diese lieferten den Vorteil, dass alle firmeninternen Ansprüche und Verbesserungsvorschläge der Pilotanwender umgesetzt werden konnten, und zwar ohne die Notwendigkeit, zusätzliche Hardware und technologische Infrastruktur aufbauen zu müssen.

Neue Entwicklung im Bereich Low-Code: Automatisierte Anpassung an Endgeräte

Am 24. Oktober stellt eine der führenden deutschen Low-Code-Plattformen ihre neueste Entwicklungsstufe in der Low-Code-Technologie vor. Mit Scopeland 7 ist es dem Berliner Unternehmen gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem alle Fachanwendungen, die bereits mit Scopeland realisiert wurden, vollautomatisch im Responsive Design vorliegen und somit auf allen Endgeräten ausgespielt werden können. Doch liegt die Besonderheit nicht im Responsive Design als solchem, sondern in der Tatsache, dass bei der Entwicklung der Anwendungen kaum zusätzlicher Aufwand betrieben werden muss, um die Benutzeroberfläche an die Endgeräte anzupassen. Die Forderung nach Responsiveness stellte in der Vergangenheit einer der größten Kostenfaktoren im Bereich Low-Code-Technologie dar.

An diesem Punkt setzt die neu entwickelte Technologie an: In den Metadaten der Low-Code-Plattformen ist bereits die Beschaffenheit der Applikationen gespeichert, ebenso wie die Eigenschaften der Daten und Bildschirmelemente. Aus diesen Datensätzen leitet dann die Software automatisch ab, wie die Bildschirmseiten an die Endgeräte angepasst werden sollen.

Man darf also durchaus gespannt sein, was sich in nächster Zeit noch alles auf dem Low-Code-Sektor tut.

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