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Logistik 4.0: Cloud-Lösung minimiert Leerfahrten

Eine neue Cloud-Lösung soll die Logistikbranche nachhaltiger gestalten. Dabei setzt das Startup CNNCT bewusst auf ungenutzten Frachtraum. Das Ziel des Gründers: Mehr Ladung, weniger Fahrten. Umgekehrt können Versender Transportaufträge mit der Lösung einfacher platzieren und verwalten.

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Ganz intuitiv und mit wenigen Mausklicks können Verlader das günstigste Frachtangebot ermitteln.
Ganz intuitiv und mit wenigen Mausklicks können Verlader das günstigste Frachtangebot ermitteln.
(Bild: CNNCT)

Spedition und Logistik – Alexander Berthele kann sich keine spannendere Branche vorstellen. Als der 32-Jährige vor 16 Jahren ein Praktikum bei einem Logistikunternehmen absolvierte, war er Feuer und Flamme und machte seine Ausbildung als Speditionskaufmann und setzt anschließend noch ein Studium oben drauf. Während seiner Zeit als angestellter und selbstständiger Speditionskaufmann erarbeitet sich Berthele sein Know-how.

„Den kleinen und mittleren Unternehmen fehlt schlicht die Zeit und geschultes Personal, um die Beauftragung selbst zu übernehmen“, erklärt Gründer Alexander Berthele. „Ich bin seit 16 Jahren in der Branche tätig und weiß, dass Unternehmen ohne Speditionskaufmann im Team mit der Masse an Angeboten und der richtigen Beauftragung überfordert sind“, sagt Berthele. Diese Aufgabe soll die neue Plattform CNNCT digitalisieren.

40 Prozent der Lkw fahren leer

Der Nutzer gibt Daten wie Größe, Gewicht und Lieferort in die Suchmaske ein und erhält innerhalb von Sekunden das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Beauftragung, Abwicklung und Verwaltung des Transports wird über CNNCT gemanagt. Über die Tracking-Möglichkeit können verladende Unternehmen in Echtzeit sehen, wo sich ihre Lieferung gerade befindet.

Ein weiteres Problem der Branche, das Berthele mit seiner Cloud-Lösung angehen will, ist die große Anzahl von Leerfahrten. 408 Millionen Fahrten verzeichnete das Kraftfahrtbundesamt 2016. Davon waren rund 40 Prozent Leerfahrten mit ungenutztem Frachtraum. Zu viel – fand Speditionskaufmann Alexander Berthele und gründet das Startup CNNCT. „Genau diesen Leerraum machen wir uns zunutze“, so der Firmengründer. Das langfristige Ziel: Weniger Fahrzeuge, aber mit mehr Ladung – im Sinne der Nachhaltigkeit.

Berthele hat die verfügbaren Ressourcen der Frachtdienstleister schon lange im Blick – und nutzte diesen Vorteil als Speditionskaufmann für sich. So konnte er kurzfristige Ladetermine am besten einhalten. „Jetzt möchte ich meine Arbeit digitalisieren und den leeren Frachtraum einer breiten Masse zur Verfügung stellen – mit der neuen Plattform CNNCT“, erklärt Berthele. Das Team besteht aus Alexander Berthele, drei Programmierern und zwei weiteren Disponenten. Bis 2018 sollen zehn Mitarbeiter die Entwicklung, den Support und den Vertrieb von CNNCT unterstützen.

Cloud-Plattform funktioniert intuitiv und einfach

„CNNCT“ steht für Connect und verbindet Unternehmen mit Frachtdienstleistern im Teil- und Komplettladungsbereich. Die Cloud-Lösung ermöglicht es, nationale sowie internationale Transporte einfach zu beauftragen und zu verwalten. Der Algorithmus wertet innerhalb von Sekunden das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für den Nutzer aus und greift dabei bewusst auf ohnehin ungenutzten Frachtraum zurück: „Die Nutzer müssen nur unsere Eingabemaske durchlaufen, sodass wir alle Details zur Lieferung haben“, erklärt Berthele. Auch das Beauftragen und Verwalten der Aufträge passiert über die Plattform. Über das Dashboard kann die Lieferung auf der Karte nachverfolgt werden, weitere Funktionen sind bereits in Planung.

„Ich bin seit 16 Jahren in der Branche tätig und weiß, dass Unternehmen ohne Speditionskaufmann im Team mit der Masse an Angeboten und der richtigen Beauftragung überfordert sind“, sagt Firmengünder Alexander Berthele. Diese Aufgabe soll die neue Plattform CNNCT digitalisieren.
„Ich bin seit 16 Jahren in der Branche tätig und weiß, dass Unternehmen ohne Speditionskaufmann im Team mit der Masse an Angeboten und der richtigen Beauftragung überfordert sind“, sagt Firmengünder Alexander Berthele. Diese Aufgabe soll die neue Plattform CNNCT digitalisieren.
(Bild: Corinna Spitzbarth)

Gegen den Strom schwimmen und sein eigenes Ding durchziehen – das war schon immer Bertheles Credo. Und damit will er sich auch von anderen Anbietern abgrenzen. „Mit CNNCT kommt ein Tool auf den Markt, das intuitiv und einfach funktioniert. Es liefert innerhalb von Sekunden das beste Preis-Leistungsverhältnis“, so der Gründer. Als selbstständiger Unternehmer in der Speditions- und Logistikbranche konnte er sich neben seinem Know-how auch ein umfangreiches Netzwerk aufbauen – die Basis für eine eigene Datenbank mit Tausenden Frachtführern aus ganz Europa.

„Ich habe dieses Business von der Pike auf gelernt und kenne die Facetten und Problemstellungen. Mit CNNCT möchte ich die Logistikbranche effizienter und umweltbewusster machen“, erklärt Berthele. Finanzieren will der Gründer das Startup komplett selbst. Das Geschäftsmodell ist auf Provisionsbasis aufgebaut, die Nutzung der Plattform ist kostenlos. CNNCT startete im August 2017 in Deutschland und soll bis in fünf Jahren in ganz Europa bekannt sowie Marktführer für die Vermittlung nachhaltigen Transporten werden.

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