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Case Study

Lehramtsstudierende testen "digitales Klassenzimmer"

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Programmieren wird in Zeiten der Digitalisierung immer wichtiger. Aktuell wird diskutiert, ob Kinder daher bereits in der Schule das Programmieren erlernen sollen. Doch das stellt auch Lehrkräfte vor neue Herausforderungen: Ein Lehr- und Lernkonzept von LEGO Education soll zeigen, wie angehende Lehrer entsprechendes Know-how bereits in ihrer Ausbildung erlangen können.

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Im "digitalen Klassenzimmer" sollen Kinder spielerisch das Programmieren lernen.
Im "digitalen Klassenzimmer" sollen Kinder spielerisch das Programmieren lernen.
( Bild: LEGO Education/Zentrum für Medienbildung der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd )

Alle Kinder sollen in der Schule programmieren lernen – das findet aktuell zumindest die neue Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär. Sie fordert daher Programmierunterricht in deutschen Schulen. An einigen Schulen werden entsprechende Maßnahmen bereits eingesetzt und getestet. Doch dieser Wandel könnte bald auch Lehrkräfte vor neue Herausforderungen stellen: Um zukünftige Generationen mit den notwendigen Kompetenzen auszustatten, werden Lehrer mit entsprechendem Know-how gebraucht, die keine Scheu haben das Thema der Digitalisierung anzugehen.

Das Zentrum für Medienbildung der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd beschäftigt sich mit medientechnologischen Entwicklungen der Gesellschaft und erforscht geeignete pädagogische Konzepte zur Unterstützung der Medienbildungsprozesse im schulischen Kontext. In einem von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten digitalen Klassenzimmer stehen daher Lehrmethoden im Mittelpunkt, die Kinder optimal auf die Herausforderungen einer digitalisierten Gesellschaft vorbereiten. Derzeit testen Lehramtsstudierende der Forschungsgruppe rund um Dr. Axel M. Blessing, Geschäftsführung Lehre und Studium des Zentrums für Medienbildung, LEGO Education WeDo 2.0 in der Unterrichtspraxis.

WeDo 2.0 von LEGO soll Programmieren spielerisch "lehren"

Bei WeDo 2.0 geht es darum, anhand von unterschiedlichen Projekten aus der Realität spielerisch die Grundzüge des Programmierens zu erlernen. Die Kinder bauen ein Robotik-Modell aus LEGO-Steinen und bewegen und steuern dieses im Anschluss mittels einer eigens programmierten, einfachen App.

Dr. Axel M. Blessing erläutert: „Bei der zunehmenden Digitalisierung unserer Gesellschaft ist es besonders wichtig, dass Heranwachsende einen verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit neuen Medien erlernen.“

Kinder kennen LEGO aus dem Alltag

Einer der Studierenden von Dr. Blessing, der an der Pädagogischen Hochschule zum Lehrer ausgebildet wird, ist Patrick Auwärter. Er ist Teil eines Seminars, das den Einsatz von WeDo 2.0 im Unterricht testet. Auwärter sieht einen Vorteil der Lehrmethode darin, dass Kinder LEGO bereits aus der alltäglichen Welt kennen. Das mache den Anreiz groß, daraus etwas zu bauen und neue Elemente zu integrieren. Für den Lehrenden selbst gestalte sich die Vorbereitung auf den Unterricht durch die angebotenen Leitfäden einfach, so Auwärter weiter. Dabei sei die online angebotene Lehrerhandreichung sehr übersichtlich aufgebaut und vereinfache der Lehrperson die Vorbereitung auf die Stunde.

Daten strukturieren und vernetzen, Problemstellungen analysieren und aufbereiten, Konzepte und Lösungen entwickeln, Implementieren, Testen und Reflektieren – all das soll mit LEGO Education WeDo 2.0 sehr gut vermittelt werden können. Beim Programmieren kommen auch Tablets zum Einsatz: Die Kinder sind neugierig und freuen sich über ihre Erfolge, wenn sie ihre selbstgebauten Modelle mit der App „zum Leben erwecken“, erzählt Auwärter.

Das Teilen eines Baukastens und die Zusammenarbeit in kleinen Teams soll auch die sozialen Kompetenzen der Kinder fördern: Da die Kompetenz-Vermittlung spielerisch erfolgt, falle den Kindern das Lernen leichter, so Auwärter. Ihn habe das Konzept von LEGO Education WeDo 2.0 überzeugt – er hofft diese praxisnahe Art des Lehrens später in seinen eigenen Unterricht einbeziehen zu können.

Unterstützung von Christiani

Der Bildungsanbieter Christiani unterstützt das digitale Klassenzimmer des Zentrums für Medienbildung der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Als Vorreiter im Bildungsmarkt ist es Christiani ein großes Anliegen, Kinder früh an Technik heranzuführen und Heranwachsende optimal auf die digitalen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft vorzubereiten. Daher entschloss sich das Unternehmen, das ein Vertriebspartner von LEGO Education ist, das Projekt mit 17 LEGO Education WeDo 2.0 Sets zu unterstützen.

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