Kfz-Innenraumbeleuchtung

LEDs im Auto nehmen Einfluss auf die Stimmung der Insassen

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LEDs und die Auswirkung auf die Fahrzeugbeleuchtung

LEDs haben fast jeden Bereich der Fahrzeugbeleuchtung revolutioniert, bislang insbesondere die Scheinwerfer. Neben den typischen, erwarteten Vorteilen der Halbleiterbeleuchtung, wie der längeren Lebensdauer sowie höheren Effizienz und Zuverlässigkeit, bieten LED-Scheinwerfer eine Reihe neuer Funktionen, die Nachtfahrten sicherer gestalten. Da sich LEDs viel einfacher steuern lassen, wird diese externe Flexibilität auf die Innenraumbeleuchtung übertragen.

LEDs sind kleiner und leichter und deshalb einfacher einzubauen. Außerdem können sie mit Standardbefestigungen wie Klemmen oder Klebstoffen montiert werden – genau genommen alle Befestigungsformen, die einen gleichmäßigen Wärmeabfluss gewährleisten. Die LEDs selbst werden weiterentwickelt und neue Materialien eröffnen neue Möglichkeiten für Fahrzeugapplikationen.

Mit der Gallium-Nitrid-Technologie wird es beispielsweise möglich, LEDs mit größerer Effizienz bei höheren Temperaturen zu betreiben. LEDs hatten eine erhebliche Auswirkung auf die Fahrzeugbeleuchtung. Ihre Vorteile finden sich sowohl in den vielfältigen Möglichkeiten, die früheren Technologien fehlten, als auch im Maß an Flexibilität und Kontrolle die sie Fahrzeugdesignern zur Verfügung stellen.

Mit LEDs für Innenanwendungen haben Designer eine größere Auswahl an Farben, Helligkeit und Intensität als jemals zuvor, und sie erlaubt es ihnen auch, Umgebungsveränderungen zu berücksichtigen. Auch aus dem Bereich der externen Beleuchtungsapplikationen haben Designer eine riesige Auswahl an Hochleistungs-LEDs in verschiedensten Farben bekommen. Um nur einen Hersteller zu nennen; Osram Opto Semiconductors stellt ein breites Angebot an LEDs und LED-Modulen in präzisen Farben her.

Laut Hersteller entsprechen in den LED-Module OSTAR Scheinwerfer Pro „die Farbkoordinaten der LEDs dem weißen Feld der ECE/SAE, in dem der Rot-Anteil des LED-Lichts größer ist als 5 Prozent...“. Diese Fortschritte erlauben es Designern, Beleuchtungen an spezielle Anforderungen in noch nie da gewesenem Maße wiederholbar anzupassen.

Ein Blick in die Zukunft bei der LED im Auto

Künftige Forschung bie der LED wird sich weiterhin auf Lichtfarben konzentrieren, die unsere Stimmung und Wahrnehmung beeinflussen und wie stark Innenraumbeleuchtung gewöhnliche Aufgaben im Auto beeinflusst. Fortschritte in der Vernetzung und im Internet of Things werden ebenfalls automatisierte Einstellungen der Innenbeleuchtung mit sich bringen und so dafür sorgen, dass das Licht immer optimal auf die Umgebung, in der das Fahrzeug betrieben wird, eingestellt ist.

Aus der Forschung ist bekannt, dass Innenbeleuchtung eine große Wirkung auf menschliche Emotionen hat. Das kann dazu benutzt werden um präzise, reproduzierbare Lösungen zu entwickeln, die auch die Sicherheit verbessern. Derzeit gehen Hersteller davon aus, dass die Fahrer die Entscheidungen selbst treffen, die sich auf ihre Konzentration auswirken, und beispielsweise störende Lichter ausschalten.

Das wird in Zukunft automatisch vor sich gehen. Auch andere Aufgaben, zum Beispiel zur Effizienzsteigerung oder um die Innenbeleuchtung der Fahrumgebung anzupassen, können automatisch durchgeführt werden. Wird zum Beispiel der Airbag ausgelöst, könnte sich das Licht automatisch auf die höchste Helligkeit einstellen falls die Insassen das Fahrzeug schnell verlassen müssen. Automatisierte Innenraumbeleuchtung könnte auch Batterielaufzeit sparen, wenn Lichter gedimmt werden während das Fahrzeug nur mit der Batterie betrieben wird.

Mit einem Smartphone lassen sich Profileinstellungen der Fahrer speichern oder um die Beleuchtung auf Anweisung des Telefon-GPS einzustellen. Die Verbesserungsmöglichkeiten, die in Zukunft mit den smarteren Geräten und zunehmendem Fortschritt der LED-Technik implementiert werden können, können wir uns nur ausmalen. Eines ist jedoch sicher, Fortschritte in der kreativen Fahrzeuginnenbeleuchtung werden nicht auszubleiben.

Dieser Beitrag ist bei unserem Partnerportal ELEKTRONIKPRAXIS erschienen.

* Mark Patrick ist Supplier Marketing Manager bei Mouser Electronics in Mansfield, USA.

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