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Industrie 4.0

Lass sie reden in der Fertigung!

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Werkzeugmaschine erkennt Bauteil am Code

Alleine die Erzeugung und Weiterverarbeitung von Daten macht eine Werkzeugmaschine noch nicht fit für Industrie 4.0. Zunächst muss sie vor der Bearbeitung das zugeführte Bauteil auch erkennen. Dafür eignet sich unter anderem die Lasermarkierung von Trumpf, wie sie auch Schaeffler in seiner Werkzeugmaschine einsetzt. Dort ist jedes Bauteil über den aufgebrachten Datamatrix-Code identifizierbar und zugleich sind alle Prozessdaten und die Messwerte aus der 3D-Messung abrufbar. Auch diese Daten werden wie alle anderen auf einem Server beziehungsweise in der Cloud gespeichert, sodass die Daten im kompletten Produktionsprozess zur Verfügung stehen, damit man eventuell regulierend eingreifen kann.

Doch wenn nun das intelligente Bauteil der Bearbeitungsmaschine „sagt“, was sie zu tun hat, dann muss sich im Zuge von Industrie 4.0 auch die konventionelle Maschinensteuerung wandeln. Was die Bedienkonzepte betrifft, lassen sich die Hersteller aus dem Consumer-Bereich inspirieren: grafische Benutzerführung, einfache Touch-Bedienung, erweiterte Funktionen über Apps oder die komplette Bedienung über mobile Geräte.

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Steuerungs- und Bediensoftware für eine durchgängige Bearbeitung

Anschauliche Beispiele für die Umsetzung gab es bereits im letzten Jahr auf der EMO in Mailand zu sehen. So hatte der italienische Werkzeugmaschinenhersteller C. B. Ferrari ein neues Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum zur Herstellung von Turbinenschaufelrädern vorgestellt, das sich ausschließlich über Smart Devices bedienen und programmieren ließ. Möglich wurde dies durch spezifische Apps, die C. B. Ferrari mit der Plattform Open Core Engineering von Bosch Rexroth entwickeln konnte. Das Bedienkonzept setzt auf Multitouch-Anwendungen und eine integrierte 3D-Simulations-Funktion.

Ebenfalls auf der EMO 2015 zeigte DMG Mori seine neue Celos-Version: Diese App-basierte Steuerungs-und-Bediensoftware verspricht eine durchgängige Verwaltung, Dokumentation und Visualisierung von Auftrags-, Prozess- und Maschinendaten. Daneben werde die Bedienung der Maschine vereinfacht, standardisiert und automatisiert. Die Software dient zum einen als einheitliche Bedienoberfläche mit einem Multitouch-Bildschirm für alle aktuellen Hightechmaschinen. Zum anderen geht sie über eine reine Maschinensteuerung hinaus: Sie bietet dem Anwender die Möglichkeit, seinen Produktions- und Fertigungsprozess in der Arbeitsvorbereitung zu planen und zu steuern sowie alle Maschinen zu überwachen.

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