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Daten generieren – und dann?

Doch es hat nur einen Sinn, Daten aufzunehmen, wenn sie auch verarbeitet, ausgewertet und genutzt werden. Dafür haben zahlreiche Unternehmen bereits separate Lösungen, die häufig in Richtung Condition Monitoring gehen. SKF hat zum Beispiel auf der Hannover-Messe 2015 mit SKF Enlight eine Kombination aus Bluetooth-Sensor und App zur Lagerüberwachung vorgestellt. Die App „Data Collect“ macht aus einem normalen Smartphone oder Tablet ein Datenerfassungsgerät, mit dem sich die Daten des Schwingungs- und Temperatursensors SKF Wireless Machine Condition Detector (WMCD) erfassen lassen. Die App setzt SKF-Algorithmen ein, um den Schadens- beziehungsweise Verschleißgrad des Lagers zu ermitteln. Diese Ergebnisse werden als Ampel angezeigt: Überschreiten die Messwerte die festgelegten Grenzen, warnt das Gerät. Zudem kann der Anwender die Daten an das SKF Remote Diagnostic Centre schicken, das den Maschinenzustand analysiert.

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Dass das nicht nur für Komponenten sondern bereits für komplette Werkzeugmaschinen funktioniert, zeigt Trumpf: Auf einem I-Pad lässt sich eine Trumpf-Werkzeugmaschine, die mit Wireless Operation Point und Mobile-Control-Software ausgestattet ist, über die Mobile-Control-App bedienen und kontrollieren.

Prozessoptimierung nach Bedarf

Schaeffler hat zwar mit dem FAG Smartcheck einen Schwingungssensor, der in Partnerschaft mit Steuerungen von Mitsubishi Electric auch auf Steuerungsebene verknüpft ist. Doch das Unternehmen sieht sich mit der DMG-Werkzeugmaschine eher als Anwender und sammelt zunächst Erfahrungen, die man erst später in Lösungen für Kunden integriert. Man hat hier allerdings nicht nur die Komponenten im Blick, sondern betrachtet ebenso die gesamte Maschine.

Eine Idee ist beispielsweise, über all die aufgenommenen Daten, die auf dem Zentralserver in Herzogenaurach gesammelt werden, letztendlich eine Restgebrauchsdauer vorhersagen zu können. Ebenso könne man sich vorstellen, die Bearbeitungsgüte zu regulieren oder Prozesse nach unterschiedlichen Kriterien zu optimieren: statt maximalen Outputs und höchster Bearbeitungsgüte ist vielleicht geringerer Werkzeugverschleiß oder eine minimale Belastung bestimmter Lagerstellen wichtiger.

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