5G für Roboter Kuka setzt auf 5G-Standalone-Campusnetz von Nokia

Redakteur: Peter Königsreuther

Der Roboter- und Automatisierungsspezialist Kuka wird in seinem Smart-Production- und Entwicklungszentrum in Augsburg eine 5G-Campusnetzwerk von Nokia einsetzen.

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Kuka schafft sich für sein Entwicklungszentrum in Augsburg jetzt das 5G-Standalone-Campusnetzwerk DAC von Nokia an. Denn die 5G-Technik werde die Zukunft der Kuka-Produkte bestimmen, heißt es.
Kuka schafft sich für sein Entwicklungszentrum in Augsburg jetzt das 5G-Standalone-Campusnetzwerk DAC von Nokia an. Denn die 5G-Technik werde die Zukunft der Kuka-Produkte bestimmen, heißt es.
(Bild: Kuka)

Kuka bereitet sich nach eigener Aussage auf den Einsatz von 5G-Systemen in seinen smarten Robotik- und Automatisierungsprodukten vor. Deshalb wird die Campus-Vernetzungs- und Anwendungsplattform Nokia-Digital-Automation-Cloud (DAC) ab sofort die Produktentwicklung bei Kuka unterstützen, heißt es weiter.

Durch den Einsatz eines 5G-Campusnetzes will Kuka sicherstellen, dass das Potenzial der kommenden 5G-Entwicklungsstufen (3GPP-Releases 16 und 17) optimal genutzt werden können. Und mit dem Manager-Portal von Nokia DAC kann dabei das Netzwerk nach Kuka-eigenen, ganz spezifischen Anforderungen, konfiguriert werden.

Kuka wird in den kommenden Jahren, wie oben schon angedeutet, auf Produkte und Systeme setzen, die das Potenzial der schnellen, zuverlässigen und sicheren 5G-Konnektivität nutzen. Mithilfe der Zusammenarbeit mit Nokia habe Kuka bereits eine langfristig angelegte Technik-Roadmap erstellt, mit der die spezifischen Eigenschaften zukünftiger 5G-Versionen für Produkte genutzt werden können.

Das bringt der 5G-Standard für Kuka noch

Kuka-Entscheider erklären zu den positiven Auswirkungen, dass 5G in der Produktionsumgebung die drahtlose Kommunikation autonomen Transportsystemen und fest installierten Komponenten verbessern. Der Installationsaufwand für die Feldbuskommunikation verringere sich sowohl bei Erstinstallationen als auch bei späteren Umbauten der Produktion. Was die Roboter betrifft, so werde der Verkabelungsaufwand am Roboterarm reduzierbar und damit auch der verschleißbedingte Austausch von Kabeln an den smarten Helfern selbst. Denkt man auch an anpassungsfähige Produktionskonzepte, wie die Matrix-Produktion für den Rohbau in der Automobilindustrie, würde 5G die Kommunikation zwischen Transportsystemen und Roboterzellen deutlich vereinfachen, wie Kuka noch anmerkt.

Nokia wird Kuka mehrere Jahre unterstützen

Im Rahmen eines mehrjährigen Vertrags wird Nokia den Roboterhersteller Kuka auch bei der Netzwerkimplementierung sowie beim Betrieb der Systeme unterstützen. Auch sind umfangreiche Schulungen geplant, auf deren Basis Kuka neue Anwendungsmöglichkeiten entwickeln kann, heißt es. Darunter falle auch die Integration neuer 5G-basierter Schnittstellen und Komponenten für das Kuka Automatisierungs- und Roboterportfolio.

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