Suchen

Fachveranstaltung KI Künstliche Intelligenz und Mensch gehen Hand in Hand

Redakteur: Julia Bender

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz steigt zunehmend an, doch an welchem Punkt der Entwicklung sind wir im Moment? Auf dem OWL Forum für Technologie und Innovation wurden Antworten gegeben.

Firma zum Thema

Die Veranstaltung „Künstliche Intelligenz in der Anwendung“ wurde als Web-Konferenz durchgeführt.
Die Veranstaltung „Künstliche Intelligenz in der Anwendung“ wurde als Web-Konferenz durchgeführt.
(Bild: Institut für industrielle Informationstechnik (inIT))

Im Rahmen des solutions-OWL-Veranstaltungsprogramms Digitalisierung und KI: Schlüssel für die neue Normalität in OWL präsentierten Wissenschaftler aus dem Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe den aktuellen Stand der Forschung und Anwendung von künstlicher Intelligenz.

Dabei erklärte Institutsleiter Professor Volker Lohweg zunächst den Unterschied zwischen schwacher und starker KI: Während es bei der schwachen KI um die Entwicklung von Algorithmen geht, die ganz gezielt Probleme lösen und dem Arbeiter helfen sollen, wird bei der starken KI versucht, den Menschen und seine mentalen Strukturen nachzuahmen. Hiervon sei man allerdings noch sehr weit entfernt, so Professor Lohweg.

Der Mensch bleibt unersetzbar

Im Rahmen des Projekts ITS.ML wurde die Vielfältigkeit der Einsatzmöglichkeit von Maschinellem Lernen deutlich: Dank ML konnten beispielsweise Schadstellen in einer Flugzeugaußenhaut erkannt und anschließend behoben werden.

Mit dem KI-Markplatz, an dem das inIT ebenfalls beteiligt ist, sollen Industrievertreter und KI-Anbieter zusammengebracht werden, um Herstellungskosten sowie Entwicklungszeit von Produkten zu verringern. Mithilfe von künstlicher Intelligenz soll zudem die Drucktechnik „Intaglio“, die aus einer Vielzahl an Linien und Punkten besteht und insbesondere im Sicherheitsdruck Anwendung findet, vereinfacht werden. Da – dem inIT-Wissenschaftler Philip Meier zufolge - sowohl das manuelle als auch das digitale Übertragen eines Bildes in ein Bild mit Intaglio Stil nach wie vor sehr aufwendig ist, wird versucht, den Transfer des Intaglio Stils mit Maschinellem Lernen zu automatisieren.

Trotz des großen Spektrums an Einsatzgebieten und der fortschreitenden Entwicklung von künstlicher Intelligenz bleibt der Mensch aber unabdingbar, so der Forschungsgruppenleiter am inIT Christoph-Alexander Holst, denn obwohl Methoden des Maschinellen Lernens allerlei Abläufe eigenständig erlernen können, braucht es für den Arbeitsprozess den Menschen.

(ID:46983785)