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Artificial Intelligence

Künstliche Intelligenz schafft mehr Jobs als sie zerstört

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Durch Künstliche Intelligenz werden bis zum Jahr 2020 weltweit 2,3 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. Dies ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts Gartner. Im Gegensatz dazu sollen durch das maschinelle Lernen „nur“ 1,8 Millionen Jobs wegfallen.

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Schreckgespenst KI: Laut einer Gartner-Analyse wird in den nächsten fünf Jahren die Einführung von künstlicher Intelligenz in Geschäftsbetriebe mehr Arbeitsplätze erzeugen, als dadurch abgebaut werden. Bis zum Jahr 2022 werde jeder fünfte Arbeitnehmer in seinem Arbeitsalltag mit KI-Algorithmen zu tun bekommen.
Schreckgespenst KI: Laut einer Gartner-Analyse wird in den nächsten fünf Jahren die Einführung von künstlicher Intelligenz in Geschäftsbetriebe mehr Arbeitsplätze erzeugen, als dadurch abgebaut werden. Bis zum Jahr 2022 werde jeder fünfte Arbeitnehmer in seinem Arbeitsalltag mit KI-Algorithmen zu tun bekommen.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Laut dem IT-Research und Beratungsunternehmen Gartner wird 2020 ein entscheidendes Jahr hinsichtlich der Beschäftigungsdynamik im Bereich Künstliche Intelligenz, da sie sich bis dahin positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken wird.

Die Arbeitsplätze, die von Künstlicher Intelligenz direkt beeinflusst werden, variieren dabei von Branche zu Branche: Bis zum Jahr 2019 werden die Gesundheitsbranche, der öffentliche Sektor und der Bildungssektor die Nachfrage nach Arbeitskräften kontinuierlich steigern, während die Produktions- und Fertigungsindustrie am Stärksten negativ betroffen sein wird. Ab 2020 erreicht die Schaffung von Arbeitsplätzen im Bereich Künstlicher Intelligenz dann ein positives Niveau: Bis zum Jahr 2025 werden dadurch 2 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

„Viele bedeutende Innovationen in der Vergangenheit waren mit einer Übergangsphase von vorübergehenden Arbeitsplatzverlusten verbunden. Darauf folgte eine Zeit der Erholung und dann die Transformation der Geschäftsprozesse. Auch Künstliche Intelligenz wird dieser Entwicklung folgen,“ betont Svetlana Sicular Research Vice President bei Gartner.

Künstliche Intelligenz werde demnach die Produktivität vieler Arbeitsplätze verbessern. Es würden zwar Millionen von mittleren und niedrigen Positionen effektiv eliminiert, aber im Gegenzug auch Millionen von neuen, hoch qualifizierten Positionen geschaffen – nicht nur verwaltender Natur, sondern auch auf Einstiegs- und Niedrigqualifizierungs-Niveau.

Ein Abwägen des Für und Wider ist entscheidend

IT-Führungskräfte sollten Frau Sicular zufolge sich nicht nur auf den prognostizierten Nettozuwachs an Arbeitsplätzen konzentrieren. Bei jeder Investition in KI-fähige Technologien müssen sie berücksichtigen, welche Arbeitsplätze verloren gehen, welche Arbeitsplätze geschaffen werden und wie sie die Art und Weise verändern, in der Arbeitnehmer mit anderen zusammenarbeiten, Entscheidungen treffen und Arbeit erledigen.

„Jetzt ist es an der Zeit, Ihre langfristige KI-Richtung wirklich zu beeinflussen", sagte Frau Sicular. „Für den größten Wert, konzentrieren Sie sich darauf, das Leben der Menschen mit künstlicher Intelligenz zu verbessern. Bereichern Sie die Arbeitsplätze der Menschen, stellen Sie sich alte Aufgaben neu vor und schaffen Sie neue Branchen. Verändern Sie Ihre Kultur, damit sie sich schnell an Chancen oder Bedrohungen im Zusammenhang mit KI anpassen kann."

In fünf Jahren bekommt es jeder fünfte Arbeitnehmer mit KI zu tun

Gartner identifizierte zusätzliche Vorhersagen in Bezug auf die Auswirkungen der KI auf den Arbeitsplatz: Demnach werde sich bis 2022 jeder fünfte Arbeitnehmer, der sich mit zumeist nicht routinemäßigen Aufgaben beschäftigt, auf Künstliche Intelligenz verlassen, um einen Job zu erledigen – wenn auch nicht auf auffällige Art und Weise. So würden beispielsweise zunehmend Ki-Algorithmen für die automatisierte Generierung wöchentlicher Statusupdates oder für die Vorsortierung wichtiger Emails im Posteingang eingesetzt.

Dieser Beitrag ist bei unserem Partnerportal ELEKTRONIKPRAXIS erschienen.

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