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Studie zeigt ideales Unternehmen Künstliche Intelligenz revolutioniert die Arbeitswelt

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Im Rahmen der Studie „FuturaCorp: Artificial Intelligence & The Freedom To Be Human“ von der University of London und IPsoft wird das ideale Unternehmen der Zukunft vorgestellt, im dem Mensch und Maschine zusammenarbeiten.

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(Bild: Pixabay, CC0 Public Domain)

Künstliche Intelligenz (KI) soll in Zukunft prozessorientierte, repetitive Routineaufgaben übernehmen und damit den Mensch für andere Aufgaben verfügbar machen. Das könnte die uns bekannte Arbeitswelt deutlich verändern, wie die Studie zeigt. Darin wird das fiktive Unternehmen FuturaCorp als idealisierter Arbeitsplatz von morgen für Mensch und Maschine beschrieben. Wie die Wissenschaftler darlegen, könnte dessen Produktivität um den Faktor 3,5 über der von heutigen Unternehmen liegen. Das Potenzial für höhere Produktivität steigt laut der Studie an, umso besser KI und entsprechende Systeme verstanden und kreativitätsfördernd eingesetzt werden.

Geteiltes Aufgabenpensum

Ein Ergebnis der Studie ist auch, dass in nicht allzu ferner Zukunft mehr als 80 Prozent der Prozessaufgaben von Maschinen übernommen werden. Probabilistische Aufgaben und einfache Problemlösungen werden dagegen 50:50 zwischen Mensch und Maschine geteilt. Im Gegensatz dazu werden aber rund 80 Prozent aller funktionsübergreifenden Aufgaben, die logisches Denken erfordern, von menschlichen Mitarbeitern ausgeführt. „Dies ist eine neue Konstellation, in der Menschen mit intelligenten Maschinen zusammenarbeiten und die Basis eines kontinuierlichen Wettbewerbsvorteils sein wird“, erklärt Dr. Chris Brauer von der University of London.

Der menschliche Faktor

Die Studie zeichnet ein positives Zukunftsbild für Individuen, auch auf Basis früherer Automatisierungswellen. So verfügen Menschen über Fähigkeiten, die keine Maschine nachahmen kann. „Künstliche Intelligenz ruft neue, individuelle Eigenschaften bei Mitarbeitern hervor und bringt sie dazu, komplexere Aufgaben zu übernehmen. Wenn Routine-Arbeiten automatisiert werden, sollten wir nicht nur unsere menschlichsten Fähigkeiten einsetzen, sondern müssen dies sogar“, verdeutlicht Chetan Dube, CEO und President von IPsoft. „Die Zukunft der Gesellschaft hängt davon ab, dass wir unsere Argumentationsfertigkeiten, kritisches Denken und die Begabung, komplexe Probleme zu lösen, einsetzen“, ergänzt er.

Fachkräfte bleiben Mangelware

Die Studie betont allerdings auch, dass der schnelle und strategische Wandel in Hinblick auf die notwendigen Fähigkeiten kurzfristig zum Mangel an qualifizierten Fachkräften führen kann. Es fand sich kaum ein Beleg, dass Universitäten und Bildungsinstitute Arbeitskräfte auf den Umgang mit den entsprechenden Veränderungen vorbereiten. Organisationen würden sich dagegen auf interne Trainings konzentrieren, da sich aufgrund der zunehmenden Mitarbeiterfluktuation signifikante Investitionen nur schwer rechtfertigen lassen.

Dieser Beitrag ist auf unserem Partnerportal BigData-Insider erschienen.

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