Suchen

IoT-Basics

Künstliche Intelligenz: Anwendungen, Projekte, Trends

Seite: 3/5

Firma zum Thema

Diese KI-Avantgarde verflicht intelligente Technologien und menschliche Kreativität im Zusammenspiel mit Analytics und tiefer Branchenexpertise derart eng, dass sie bereits heute messbare Ergebnisse erzielen. So haben zwar 98 Prozent aller von Accenture untersuchten Unternehmen ihr bestehendes Angebotsportfolio bereits um einzelne KI-Anwendungen erweitert, aber nur jedes sechste Unternehmen (16 Prozent) verfügt über eine ganzheitliche Vision für den Einsatz dieser Technologie.

Als Stolpersteine auf dem Weg zu einem intensiveren und kreativeren Einsatz von KI führten die von Accenture Befragten (Grundgesamtheit) an:

Bildergalerie

Bildergalerie mit 23 Bildern
  • die schlechte Datenqualität als größtes Problem (51 Prozent),
  • Bedenken bei der Daten- und IT-Sicherheit (45 Prozent),
  • die schwierige Abwägung zwischen dem Kauf von standardisierten KI-Lösungen und dem Entwickeln von eigenen individuellen Lösungen (45 Prozent), rechtliche Unsicherheiten bei der Weitergabe von Daten und dem Schutz geistigen Eigentums (40 Prozent).

Speziell bei den deutschen Unternehmen rangieren die Vor- und Nachteile von eigenen vs. „zugekauften“ KI-Lösungen an erster Stelle (54 Prozent); Sicherheitsbedenken äußerten hierzulande aber nur 38 Prozent und Unklarheiten bei Datenweitergabe und geistigem Eigentum sah weniger als ein Drittel als drängendstes Problem im Kontext KI an (31 Prozent).

„Die Neuerfindung von industriell gefertigten Produkten durch KI steht noch ganz am Anfang und der Weg zum Erfolg ist alles andere als leicht”, kommentiert Eric Schaeffer, Senior Managing Director bei Accenture. „Jedoch zeigen die in unserer Studie belegten Erfolge der KI-Vorreiter ganz klar, dass dies machbar und der geschäftliche Nutzen von KI im Industriebereich sehr groß ist."

Bundesregierung stellt KI-Eckpunkte vor

So sieht das mittlerweile auch die deutsche Politik. „Wir wollen im Wettbewerb bestehen und vorn mit dabei sein", verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Eröffnungsrede anlässlich der Hannover Messe 2018. Den Ankündigungen scheinen nun Taten folgen. Vor einer Woche stellten Bundesministerin Anja Karliczek und Bundesminister Hubertus Heil in Berlin die Eckpunkte der Bundesregierung für eine Strategie Künstliche Intelligenz vor. In dem Eckpunktepapier des Bundesregierung heißt es, die Nutzung von KI solle „verantwortungsvoll und zum Wohle der Gesellschaft vorangebracht und neue Wertschöpfungspotenziale erschlossen werden“.

„Künstliche Intelligenz hält Einzug in unseren Alltag und wir wollen, dass diese Technik den Menschen hilft. Daher stellen wir den Nutzen für den Menschen in unserem Lande in den Mittelpunkt unserer KI-Strategie. Richtig gestaltet ist KI ein wichtiger Schlüssel für Wachstum und Wohlstand“, ist Bundesforschungsministerin Karliczek überzeugt.

KI in Deutschland voran zu bringen, das hat sich auch der neue KI-Bundesverband auf die Fahnen geschrieben. Anlässlich der Handelsblatt-Konferenz „Künstliche Intelligenz“ stellte Verbandspräsident Jörg Bienert, Founder und Vorstand des Kölner Deep-Learning-Unternehmens aiso-lab, die Verbandsziele vor. Insbesondere soll die Verbandsarbeit nach dem Willen der (Gründungs-)Mitglieder dazu beitragen, dass Politik und Gesellschaft "nüchtern und präzise" mit der KI-Technologie umgehen. "KI wird entweder als große Heilsbringerin oder als große Gefahr gesehen. Gegner und Freunde erzeugen einen falschen Hype", sagte Bienert. Um der Sache den nötigen politischen Rückenwind zu verleihen, verfügt der frisch gebackene KI-Verband über einen politischen Beirat, dem Thomas Jarzombek (CDU), Jens Zimmermann (SPD), Manuel Höferlin (FDP) und Petra Sitte (Die Linke) angehören. Vorsitzender des politischen Beirats ist Marcus Ewald vom Jungen Wirtschaftsrat.

CDU-Politiker Jarzombek - er gab sein Statement bei der Handelsblatt-Konferenz per Videoschalte ab - ist überzeugt: "KI wird die Gesellschaft verändern, und wir wollen dazu beitragen, dass ihr Nutzen transparent und förderlich für diese Gesellschaft realisiert wird." Wie Ewald betonte, könne sich das Potenzial der Künstlichen Intelligenz jedoch nur dann entfalten, wenn es "menschen-zentriert" und "menschen-dienlich" ist.

Über die Frage, wie ein "verantwortlicher Einsatz von Künstlicher Intelligenz" aussehen könnte, hat man sich auch beim ITK-Verband Bitkom Gedanken gemacht . Ein Empfehlungskatalog zeigt Wege auf, wie die unterstützte Entscheidungsfindung durch Algorithmen, maschinelles Lernen und KI zum Wohl der Gesellschaft und Nutzen der Volkswirtschaft eingesetzt werden kann.

Weiterführende Inhalte zu "KI"

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45324964)

Pixabay; Scoutbee; ©Alexander - stock.adobe.com; gemeinfrei; MathWorks; Pexels; Medisana/Oliver Eltinger; Louisa Krüger; Software AG; Splendid Research; CRISP Research; Microsoft; IDC; fischertechnik; Axians; Vogel Communications Group; Edag