Big Data

Konsortium für Automotive Edge Computing gegründet

| Redakteur: Jürgen Schreier

Das Automotive Edge Computing Consortium konzentriert sich unter anderem auf eine optimierte Netzgestaltung mit erhöhten Netzkapazitäten durch Edge-Computing, um große Datenmengen effizient zwischen Fahrzeugen und der Cloud übertragen zu können.
Das Automotive Edge Computing Consortium konzentriert sich unter anderem auf eine optimierte Netzgestaltung mit erhöhten Netzkapazitäten durch Edge-Computing, um große Datenmengen effizient zwischen Fahrzeugen und der Cloud übertragen zu können. (Bild: Pixabay / CC0)

Der Kommunikationstechnikkonzern Ericsson hat gemeinsam mit weiteren Technologie- und Industrieunternehmen das Automotive Edge Computing Consortium gegründet. Dieses soll die Entwicklung einer Infrastruktur für vernetzte Fahrzeuge vorantreiben.

Ericsson gibt die Gründung eines Automotive Edge Computing Consortium bekannt. Mit an Bord sind DENSO, Intel, Nippon Telegraph and Telephone (NTT), NTT DOCOMO, das Toyota InfoTechnology Center sowie die Toyota Motor Corporation. Die neue Arbeitsgemeinschaft will eine Netz- und Recheninfrastruktur für den Datenaustausch mit vernetzten Fahrzeugen schaffen. Dadurch sollen Funktionen wie intelligentes Fahren und das Erstellen von Echtzeit-Kartenmaterial möglich werden.

"Die Digitalisierung im Bereich Automotive bietet der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche neue Umsatzpotentiale. Allein im Feld Connected Services sind bis 2026 14,6 Milliarden zusätzliche Umsätze in Deutschland möglich. Diesem Trend tragen wir mit unserem Engagement in verschiedenen Projekten wie dem Automotive Edge Computing Consortium oder auch dem in Deutschland aktiven 5G-ConnectedMobility-Konsortium Rechnung", erklärt Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ericsson GmbH.

"Die Digitalisierung im Bereich Automotive bietet der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche neue Umsatzpotentiale. Diesem Trend tragen wir mit unserem Engagement in verschiedenen Projekten wie dem Automotive Edge Computing Consortium Rechnung", erklärt Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ericsson GmbH.
"Die Digitalisierung im Bereich Automotive bietet der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche neue Umsatzpotentiale. Diesem Trend tragen wir mit unserem Engagement in verschiedenen Projekten wie dem Automotive Edge Computing Consortium Rechnung", erklärt Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ericsson GmbH. (Bild: obs/Ericsson GmbH)

Datenvolumen zwischen Fahrzeugen und der Cloud wird "explodieren"

Das Automotive Edge Computing Consortium konzentriert sich zunächst auf eine optimierte Netzgestaltung mit erhöhten Netzkapazitäten durch Edge-Computing. Mit dieser Technologie sollen große Datenmengen effizient zwischen Fahrzeugen und der Cloud übertragen werden. Weitere Ziele sind die Definition von Anforderungen und die Entwicklung von Anwendungsbeispielen für den Einsatz von mobilen Endgeräten im Fahrzeug. Darüber hinaus fördert das Konsortium die Entwicklung von Best Practices für den Ansatz "Distributed/Layered Computing", bei dem unter anderem die Rechenleistung dezentralisiert wird.

Mit der richtigen Architektur ins Internet der Dinge

Datenanalyse

Mit der richtigen Architektur ins Internet der Dinge

17.02.17 - Edge Computing wird überall dort eine integrale Rolle bei Anwendungen im Internet der Dinge spielen, wo Latenzzeiten und hoher Bandbreitenbedarf problematisch sind. lesen

Das Datenvolumen, das zwischen Fahrzeugen und der Cloud übertragen wird, steigt Schätzungen zufolge bis zum Jahr 2025 auf zehn Exabytes pro Monat und auf das 10.000-Fache an. Dieser Trend erfordert neue Architekturen für die Netz- und Recheninfrastruktur. Sie müssen verteilte Ressourcen und Speicherkapazitäten unterstützen und mit bestehenden lokalen und internationalen Standards kompatibel sein. Dafür sei die Zusammenarbeit von Industriepartnern eine wichtige Grundlage, heißt es.

Projekt 5G-ConnectedMobility testet Netzinfrastruktur in realer Anwendungsumgebung

Bereits Ende 2016 initiierte Ericsson das Projekt 5G-ConnectedMobility. Auf dem "Digitalen Testfeld Autobahn" betreiben Ericsson und die Projektpartner eine dedizierte Netzinfrastruktur in realer Anwendungsumgebung, um insbesondere Tests in den Bereichen Fahrzeug-zu-Fahrzeug, Fahrzeug-zu-Infrastruktur und Digitalisierung der Eisenbahninfrastruktur mit 5G-Technologie durchzuführen.

Die Teststrecke umfasst einen rund 30 Kilometer langen Bereich der Bundesautobahn A9 sowie der Bahnschnellfahrstrecke zwischen den Anschlussstellen Nürnberg-Feucht und Greding. Weitere Mitglieder des 5G-ConnectedMobility-Konsortiums sind die BMW Group, die Deutsche Bahn, die Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone, das 5G Lab Germany an der TU Dresden sowie die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und die Bundesnetzagentur (BNetzA).

Mit 5G Autos fernsteuern

Auch bei der achten "Auflage" der Ericsson Innovation Days am 28. und 29. Juni 2017 im Eurolab in Aachen stand die neue Mobilfunk- und Netztechnologie 5G und deren zukünftigen Anwendungsfelder im Mittelpunkt. Unter anderem konnten die Teilnehmer von Aachen aus einen Pkw auf einem Testgelände in Schweden annähernd in Echtzeit fernsteuern. Dabei saß der Fahrer in einem Cockpit und navigierte anhand eines Live-Streamings, das von Kameras am Fahrzeug übertragen wurde.

Angedacht ist es, solche Technologien beispielsweise in Logistikzentren einzusetzen und auf diesem Wege Gabelstapler zentral zu steuern. Ein weiterer Gedanke wäre die Nutzung der Technologie für einen zentralen Parkservice, bei dem entsprechend ausgerüstete Autos auf speziellen Parkplätzen von zentralen Servicekräften aus der Ferne eingeparkt werden könnten.

Connected Cars – Lösungen für das Auto der Zukunft

Automotive

Connected Cars – Lösungen für das Auto der Zukunft

05.10.16 - Beim Internet der Dinge wachsen die Disziplinen Sensorik, Datenaufbereitung und -verarbeitung, Datenausgabe, Aktorik, Konnektivität und IT-Sicherheit zusammen – Gebiete, auf denen EBV erfolgreich ist. lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44843108 / Technologie)