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Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.“ - Nationaler Pakt hat die Marke von 350 Partnerschaften überschritten

| Autor / Redakteur: Christina Haaf* / Vivien Deffner

Der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen Komm, mach MINT. wächst weiterhin und versammelt Institutionen und Organisationen, die sich für mehr Frauen in MINT-Berufen einsetzen. Jetzt wurde die Marke von 350 Partnerschaften überschritten.

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Der Nationale Pakt "Komm, mach MINT." setzt sich dafür ein, mehr Frauen für MINT-Berufe zu begeistern und diese zu fördern. Inzwischen sind dem Pakt über 350 Partnerinnen und Partner aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien beigetreten.
Der Nationale Pakt "Komm, mach MINT." setzt sich dafür ein, mehr Frauen für MINT-Berufe zu begeistern und diese zu fördern. Inzwischen sind dem Pakt über 350 Partnerinnen und Partner aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien beigetreten.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Komm, mach MINT.ist ein Nationaler Pakt, der die Kompetenzen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialpartnern und Medien bündelt, um das Bild der MINT-Berufe in der Gesellschaft zu verändern. Zielgruppe von „Komm, mach MINT“ sind junge Frauen an den Schnittstellen zwischen Schule und Studium sowie zwischen Hochschule und Beruf.

Beitritt acht neuer Hochschulen

Allein 2020 sind bereits acht weitere Hochschulen beigetreten, darunter auch die Technische Hochschule Georg Agricola in Bochum. „An unserer Hochschule bilden wir Ingenieurinnen und Ingenieure aus, die die Lösungen für die Herausforderungen von morgen entwickeln. Unsere Absolventinnen und Absolventen machen die Welt mit ihrem Know-how ein Stück besser. Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Fachkräftemangels wird Expertenwissen zukünftig wichtiger denn je. Daher ist es aus unserer Sicht so entscheidend, auch junge Frauen für MINT-Fächer zu begeistern und davon zu überzeugen, dass sie für diese Berufe ebenso geeignet sind wie ihre Mitschüler“, begründet Präsident Prof. Dr. Jürgen Kretschmann den Beitritt seiner Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA) in Bochum. Zwar steigt dort die Zahl der weiblichen MINT-Studierenden zunehmend, doch aus Sicht der Lehrenden ist sie immer noch zu gering. Es wurden bereits lokale Programme konzipiert, um das Interesse für ingenieurwissenschaftliche Studienfächer bei den Bochumer Schülerinnen zu wecken. Der Beitritt zu Komm, mach MINT. soll nun dabei helfen, Potenziale und Synergien noch besser zu nutzen. „Genau hier setzen auch unsere Konzepte an. Der Beitritt zum Nationalen Pakt und der Austausch mit den anderen Partnerinnen und Partnern ist für uns somit ein kraftvoller Schritt auf dem Weg, junge Frauen noch besser und gezielter zu erreichen und von einer Ingenieursausbildung zu begeistern“, so Präsident Kretschmann.

Kurz nach der THGA trat auch deren Trägergesellschaft dem Pakt als 350. Partnerin bei: Die DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung mbH (DMT-LB) mit Sitz in Bochum ist in den Bereichen Ausbildung, Fort- und Weiterbildung sowie Forschung tätig und begleitet aktiv den Strukturwandel in Nordrhein-Westfalen.

Klischeefreie Studienorientierung und Karrierechancen

Die Geschäftsstelle von Komm, mach MINT. unterstützt die Paktpartnerinnen und -partner bereits seit 2008. Dazu zählt unter anderem die Hilfe bei der Initiierung von Angeboten für Schülerinnen und Studentinnen, gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und Beratung hinsichtlich klischeefreier Berufs- und Studienorientierung inklusive zielgruppenorientierter Materialien. Der Pakt bietet auch eine Vielzahl an Vernetzungsmöglichkeiten. So dient die jährliche Komm, mach MINT.–Netzwerktagung mit fachlichem Input und Workshops als Impuls für Maßnahmen in der eigenen Organisation. Auch der Karriereauftakt meet.ME ermöglicht es MINT-Studentinnen und -Absolventinnen, sich untereinander und mit den Partnerunternehmen hinsichtlich bestehender Karrieremöglichkeiten zu vernetzen.

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„Eines ist deutlich“, so Dr. Ulrike Struwe, Leiterin der „Komm, mach MINT.“-Geschäftsstelle: „Nur wenn alle an der MINT-Bildung Beteiligten eine gemeinsame Strategie entlang der gesamten Bildungskette verfolgen, wird es uns gelingen, Schülerinnen und Schüler erfolgreich für MINT-Studiengänge und -Berufe zu gewinnen.“

Der Pakt ist offen für weitere Partnerinnen und Partner, die sich für die Ziele des Paktes einsetzen und aktiv mitwirken wollen, um mehr Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen.

Die neu beigetretenen Hochschulen 2020:

  • Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Hochschule Coburg
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
  • Hochschule Harz
  • Hochschule Heilbronn
  • Technische Hochschule Aschaffenburg
  • Technische Hochschule Georg Agricola

* Christina Haaf arbeitet in der Pressestelle des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V..

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