Suchen

Telemedizin Klinik-Arbeit mit Mixed-Reality-Technologie

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die Unity-3D-Plattform ist Basis der HoloCare-COVID-19 Initiative. Aus Standard-CT- und -MRT-Bildern werden Hologramme geschädigter Organe erstellt. Diese können bei Planungsbesprechungen zwischen Medizinern verschiedener Abteilungen verwendet werden, damit diese sich nicht persönlich treffen müssen.

Firmen zum Thema

Aus Standard-CT- und -MRT-Bildern werden Hologramme geschädigter Organe erstellt. Diese können bei Planungsbesprechungen zwischen Medizinern verschiedener Abteilungen verwendet werden, damit diese sich nicht persönlich treffen müssen.
Aus Standard-CT- und -MRT-Bildern werden Hologramme geschädigter Organe erstellt. Diese können bei Planungsbesprechungen zwischen Medizinern verschiedener Abteilungen verwendet werden, damit diese sich nicht persönlich treffen müssen.
(Bild: HoloCare )

Die HoloCare COVID-19 Initiative, eine Lösung von Sopra Steria und der Universitätsklinik Oslo, zählt zu den Gewinnern des #EUvsVirus Hackathon in der Kategorie „Effiziente Remote-Arbeit“. HoloCare überzeugte die Jury mit einer holografischen Visualisierungstechnologie für Mixed-Reality-Lösungen im Gesundheitswesen. Die Lösung erleichtert Ferndiagnosen sowie Remote-Treffen zwischen Medizinern und ermöglicht die virtuelle Anwesenheit von Klinikpersonal bei Patienten in Quarantäne.

Der holografische Arzt kommt zur Visite

HoloCare, ein Gemeinschaftsunternehmen von Sopra Steria und der Universitätsklinik Oslo, hat die Einsatzmöglichkeiten seiner holografischen Technologie für den Hackathon angepasst. Die „Hacker“ von Sopra Steria und der Universitätsklinik Oslo haben dafür die Lösung HoloCare COVID-19 Initiative auf Basis der Unity-3D-Plattform entwickelt.

Aus Standard-CT- und -MRT-Bildern werden Hologramme geschädigter Organe erstellt. Diese können bei Planungsbesprechungen zwischen Medizinern verschiedener Abteilungen verwendet werden, damit diese sich nicht persönlich treffen müssen. Das Risiko von Kreuzkontaminationen in Krankenhäusern lässt sich so reduzieren. Darüber hinaus lassen sich künftig Hologramme von Medizinern erstellen, die bei Patienten in Quarantäne virtuell anwesend sein können. Die Lösung hilft damit dabei, psychische Beeinträchtigungen durch die Isolation zu vermeiden.

Holografie-Lösung unterstützt Remote Work

Die Holografie-Lösung unterstützt so die medizinische Arbeit aus der Distanz, und sie hilft, Berührungen mit potenziell infizierten Dokumenten und Geräten zu vermeiden. Der Bedarf an Remote-Lösungen ist groß: Während einer Pandemie versorgen Krankenhäuser eine große Menge kranker Menschen. Um die Krankheit angemessen zu managen, müssen diese Einrichtungen am Laufen gehalten werden. Abstandhalten und Kontaktvermeidung sind zentrale Instrumente, die Übertragungsraten von unbekannten und schwer zu behandelnden Krankheiten zu reduzieren.

HoloCare hilft dem Gesundheitssektor, die COVID-19-Pandemie zu bekämpfen, und zwar durch:

  • Beschränkung der Bewegung von Klinikpersonal in und aus Zimmern mit isolierten Patienten oder geschützten Bereichen, stattdessen Einsatz von Medizinern als Hologramm
  • Schutz von besonders wichtigem Gesundheitspersonal und Möglichkeit der Teilnahme an virtuellen multidisziplinären Team-Meetings
  • Vermeidung von Kreuzkontaminationen zwischen Krankenhäusern und Abteilungen
  • Ermöglichung digitaler Schulungen und von Fernassistenz zur Unterstützung von Entscheidungen und zur Anleitung
  • Angebot einer besseren Remote-Kooperation zwischen den Krankenhäusern
  • Einschränkung der Kontaminierungsrisiken durch Geräte und Ausrüstung
  • Bereitstellung einer intelligenteren und effizienteren Nutzung von wichtigen Ressourcen
  • Vermeidung von unnötigen Kontakten zwischen Allgemeinmedizinern und Patienten sowie mit Materialien, Geräten und Oberflächen, über die sich das Virus potenziell ausbreiten kann

„Die große Herausforderung dieser neuen Zeit für die Arbeit generell und die medizinische Arbeit ganz besonders besteht darin, aus der Distanz Nähe herzustellen und lebenswichtige sowie lebensrettende Arbeit unter riskanten Bedingungen zu ermöglichen. Das HoloCare-Team trägt mit der Weiterentwicklung seiner Mixed-Reality-Lösungen dazu bei“, sagt Urs M. Krämer, CEO von Sopra Steria Deutschland. „Die vielen kreativen Lösungen, die beim #EUvsVirus Hackathon in so kurzer Zeit entstanden sind, zeigen zudem, wie viel Innovationskraft und digitale Exzellenz in Europa steckt, gesellschaftliche Aufgaben zu meistern.“

Video-Sprechstunden: Arztbesuch per Smartphone

Digitale Lösungen sind in der aktuellen Corona-Krise gefragter denn je – so auch im Gesundheitsbereich. Die Video-Sprechstunde wird mehr und mehr dem Gang zum Arzt vorgezogen. Seit Dezember 2019 bietet KRY digitale Konsultationen an und verbindet so medizinische Expertise mit neuster Technologie.

Patienten benötigen nur ein mobiles Device und eine stabile Internetverbindung – und schon können sie in wenigen Minuten eine Video-Sprechstunde mit einem Arzt aus Deutschland vereinbaren. Einfach, unkompliziert, von zu Hause, ohne Zeit im Wartezimmer. Gerade in Zeiten von Corona liegen die Vorteile des Online-Arztbesuches auf der Hand: Man schützt sich selbst und andere vor Ansteckungen.

Europaweit arbeitet KRY bereits mit über 2000 Ärzten zusammen. Die Zahl der Videotermine auf KRY ist von Februar auf März in Deutschland um über 350 Prozent gestiegen. Video-Sprechstunden sind nicht nur bestens für die Beratung bei Covid-19-Symptomen geeignet: Neben Hauterkrankungen und Erkältungskrankheiten, behandeln die Ärzte beispielsweise Magen-Darm-Erkrankungen oder Pollenallergien. Auch für Patienten mit chronischen Erkrankungen sind digitale Arztbesuche eine praktische Alternative.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46602257)