Mikroskopie KI soll mikroskopische Bilder untersuchen

Redakteur: Julia Bender

Ein interdisziplinäres Team, bestehend aus Neurowissenschaftlerinnen und Neurowissenschaftlern sowie Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatikern, untersucht, inwiefern eine Künstliche Intelligenz die Aufgaben eines Experten hinsichtlich der Analyse von Mikroskopieaufnahmen übernehmen kann.

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Eine KI soll Fachleute dabei unterstützen, mikroskopische Aufnahmen zu analysieren.
Eine KI soll Fachleute dabei unterstützen, mikroskopische Aufnahmen zu analysieren.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Forschungsteams der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und des Universitätsklinikums Würzburg wollen die Analyse von detailreichen Mikroskopieaufnahmen, die bisher stets von Fachleuten ausgeführt wurde, mit dem Einsatz einer KI weniger zeitaufwendig machen. Die Künstliche Intelligenz soll die vorliegenden mikroskopischen Bilder automatisch untersuchen und die Qualität der Analyse verbessern.

Um zu vermeiden, dass die KI-Algorithmen subjektive Analysekriterien erlernen, braucht es die Daten von vielen verschiedenen Experten. Dadurch werde die Auswertung von Bilddaten objektiver und reproduzierbarer, sagt der Neurobiologe Robert Blum. Dennoch bliebe die Prüfung und die Auswertung der Bilddaten durch Experten unumgänglich.

Man habe jedoch gezeigt, dass die Analyse von Bilddaten durch die Einbettung von künstlichen neuronalen Netzen nicht nur automatisiert, sondern auch objektiv und zuverlässig ablaufen kann, erklärt der Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement Christoph Flath.

Zurzeit ist noch nicht daran zu denken, die entwickelten KI-Algorithmen in der Wissenschaft oder gar in Kliniken einzusetzen. Wenn die Zeit reif ist, soll es aber allen Forscherinnen und Forschern oder Interessierten möglich sein, über das Internet auf die Deep-Learning-Analysemethoden zuzugreifen, wovon insbesondere weniger entwickelte Länder profitieren könnten.

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