Wissenschaft KI gewinnbringend in der Arbeitswelt nutzen

Redakteur: Alina Hailer

Die Arbeitswelt verändert sich durch den Einfluss der Digitalisierung rasant. Um in der Arbeitsforschung mit dieser Entwicklung mitzuhalten, wurde ein Projekt für eine Plattform zur vernetzten Forschung gestartet.

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Bei der methodischen Gestaltung von KI-basierter Arbeit stellt sich auch die Frage nach den Bedürfnissen der Menschen, die davon profitieren sollen.
Bei der methodischen Gestaltung von KI-basierter Arbeit stellt sich auch die Frage nach den Bedürfnissen der Menschen, die davon profitieren sollen.
(Bild: Fraunhofer IAO)

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und den Einfluss der Digitalisierung verändert sich unsere Arbeitswelt immer schneller und tiefgreifender – mit Folgen für die Arbeitsforschung. Diese kann mit ihren traditionellen Methoden kaum Schritt halten. Um Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Arbeitsforschung zu schaffen, hat das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft ein neues Projekt gestartet.

Im Projekt „Connect & Collect: KI-gestützte Cloud für die interdisziplinäre vernetzte Forschung und Innovation für die Zukunftsarbeit“ sollen durch die Zusammenarbeit von Kompetenzzentren KI-Technologien gewinnbringend in der Arbeitswelt eingesetzt werden. Im Mittelpunkt des Projekts steht unter anderem eine „Cloud der Arbeitsforschung“.Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Interdisziplinäre Vernetzung durch regionale Kompetenzzentren

Ziel des Projekts ist es, die interdisziplinären Akteure der Arbeitsforschung, die zunächst in vier regionalen Kompetenzzentren (Bochum, Darmstadt, Karlsruhe und Paderborn) zusammenwirken, zu vernetzen. Diese „Hot-Spots“ der Arbeitsforschung sollen die Potenziale neuer Technologien für die Zukunftsarbeit – insbesondere der Künstlichen Intelligenz – nutzbar machen.

Um die Erkenntnisse zeitnah in die Praxis umzusetzen, entwickeln die Projektpartner innovative Lösungen für die zukünftige Arbeitswelt, die direkt in betrieblichen Anwendungen erprobt werden. Damit diese Pilotanwendungen den realen Bedarf der regionalen Wirtschaft treffen, werden die am jeweiligen Kompetenzzentrum ansässigen Unternehmen eng in den Gestaltungsprozess einbezogen.

Ein weiteres Ziel des Projekts: Der Transfer der Ergebnisse in die Unternehmen, Hochschulen und Gesellschaft der jeweiligen Region. Mehrere methodische Ansätze und Erkenntnisse zur Mensch-Technik-Interaktion sollen in einem fachlichen Diskurs weiterentwickelt und schließlich in die praktische Anwendung übertragen werden.

Cloud der Arbeitsforschung ermöglicht KI-basierten Wissensaustausch

Um die Kompetenzzentren erfolgreich vernetzen zu können, wird im Zuge des Projektes zudem an einer Cloud der Arbeitsforschung gearbeitet. Diese soll die benötigten Strukturen für einen nachhaltigen Wissenstransfer bereitstellen. Sie ist als ein sozio-technisches System konzipiert, das sowohl technologische als auch soziale Innovationen umfasst.

Mit KI-Technologien und Kollaborationswerkzeugen können sich die Beteiligten effizient untereinander austauschen und ihr Wissen teilen. Das ist auch bei der methodischen Gestaltung von KI-basierter Arbeit wichtig. Denn hier stellt sich vor allem auch die Frage nach den Bedürfnissen der Menschen, die davon profitieren sollen.

Im Fokus der Cloud stehen dabei kleine und mittlere Unternehmen, die so miteinbezogen werden können. Das Interaktions- und Kollaborationsverhaltens der Nutzer wird im Lauf des Projekts analysiert, um die technische Infrastruktur kontinuierlich zu optimieren.

Das Fraunhofer Institut IAO leitet das Projektkonsortium aus fünf Partnern. Mit beteiligt sind folgende Partner:

  • Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Magdeburg
  • Fraunhofer Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW, Leipzig
  • Leibniz Informationszentrum Wirtschaft ZBW, Kiel
  • Deutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen DIE, Bonn

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