Additive Fertigung Jack-Wolfskin-Rucksäcke mit 3D-gedruckten Pads von Oechsler

Von Stefan Guggenberger

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Die bekannte Outdoor-Marke Jack Wolfskin will die 3D-gedruckten Pads in einer Rucksackserie einsetzen. Dazu müssen die Teile in additiver Großserie hergestellt werden. Welche Vorteile der 3D-Druck für Rucksäcke bietet und wie diese erreicht werden.

Vier 3D-gedruckte Pads sollen bei neuen Rucksäcken von John Wolfskin für eine bessere Belüftung sorgen.
Vier 3D-gedruckte Pads sollen bei neuen Rucksäcken von John Wolfskin für eine bessere Belüftung sorgen.
(Bild: Jack Wolfskin )

Jack Wolfskin wird seine Aerorise-Rucksackserie mit 3D-gedruckten Rückenpads ausstatten. Diese werden vom Ansbacher Unternehmen Oechsler in Zusammenarbeit mit dem Druckerhersteller Carbon hergestellt. Den Anfang macht das Modell ‚3D Aerorise 40‘ und wird vier gedruckte Pads haben. Die Pads sollen für die angrenzenden Körperzonen optimiert sein. So soll die Ergonomie und der Tragekomfort bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion verbessert werden.

„Die additive Fertigung wird die Gestaltungs- und Produktentwicklung von Outdoor-Ausrüstung und Sportartikeln in den kommenden Jahren maßgeblich verändern. Wir sehen in diesen Bereichen erhebliches Wachstumspotenzial für die Entwicklung und Serienfertigung im 3D-Druck“, kommentiert Matthias Weißkopf, General Manager von Oechsler Motion und Senior Vice President Global Product & Technology Development, die neue Partnerschaft.

Lattice-Strukturen verbessern Belüftung und reduzieren Gewicht

Die 3D-gedruckten Rückenpads bestehen aus einem Gitternetz (Lattice-Struktur) und werden im Schulter- sowie Lendenbereich platziert. Dabei bestehen die Lattice-Strukturen aus tausenden stabförmigen, elastischen Verbindungen unterschiedlicher vertikaler wie horizontaler Festigkeit. So können die Härtegrade im Bauteil an die Körperstruktur angepasst werden: Weich, wo Komfort entscheidend ist, und fester, wo Stabilität gefragt ist.

Außerdem sollen die 3D-gedruckten Pads Vorteile haben, die mit anderen Verfahren nicht möglich sind. Zunächst soll das Gitternetz leichter sein als traditionelle Polsterungen. Gleichzeitig können die neuen Teile zu einer Temperaturreduzierung um bis zu 5 Grad in Belastungszonen führen, weil diese besser belüftet sind.

Magdalen Hamel, Category Manager Equipment bei Jack Wolfskin, fügt hinzu: „Komfort, Lastenkontrolle und Belüftung sind langjährige Herausforderungen im Rucksackdesign. Die in unseren Aerorise-Rucksäcken vorgestellte Technologie ist erst seit kurzem verfügbar und wegweisend für die Branche. Das Design ist aus technischer Sicht wirklich beeindruckend und bestärkt uns in unserer Überzeugung, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern einen bemerkenswerten Unterschied machen und die Branche einen Schritt nach vorne bringen können.“

3D-gedruckte Pads werden in Großserie hergestellt

Für die Umsetzung des Großserienprojekts vertraut Oechsler auf die AM-Anlagen von Carbon, die das DLS-Druckverfahren verwenden. Für Oechsler ist es nicht das erste AM-Projekt. Beispielsweise hat man schon mit Adidas Solen für Sportschuhe gedruckt. „Wenn sich bekannte Marken wie Jack Wolfskin dem 3D-Druck zuwenden, ist das ein starkes Zeichen dafür, dass die additive Fertigung weiterhin Innovationen ermöglicht“, erklärt Andreas Tulaj, Vice President Sales Europa bei Carbon.

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