Studie IT-Störungen hemmen Innovationsfähigkeit

Redakteur: Sandro Kipar

Wie gehen Unternehmen mit IT-Problemen um, was sind die Konsequenzen aus Störungen und was bedeutet das für die Implementierung neuer Anwendungen? Eine Befragung von 300 IT-Experten gibt Aufschluss über die aktuelle Qualität von IT-Arbeitsplätzen.

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Wie gehen Unternehmen mit IT-Störungen um? Laut einer Studie von Nexthink gibt es hier noch viel zu tun.
Wie gehen Unternehmen mit IT-Störungen um? Laut einer Studie von Nexthink gibt es hier noch viel zu tun.
(Bild: Nexthink)

IT-Probleme sind lästig. Doch wie gehen Unternehmen mit Störungen in ihren Systemen und Anwendungen um? Das Marktforschungsunternehmen Sapio Research hat im Auftrag von Management-Software-Anbieter Nexthink 300 IT-Experten aus Deutschland, Österreich und Schweiz befragt. Im Fokus standen laut Nexthink Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeiter aus den Branchen industrielle Produktion, Maschinen- und Anlagenbau, Finanz- und Versicherungswesen, Öffentlicher Sektor, Dienstleistungen und Versorgungsunternehmen.

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Laut Nexthink zeigt die Studie, dass ein fahrlässiger Umgang mit IT-Störungen zum Problem für Innovationsfähigkeit und Produktivität in Unternehmen werden könnte. 62 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, möglichst wenig neue Anwendungen einzuführen, um IT-Störungen zu vermeiden. Dies würde zu einem höherem Ticketaufkommen am IT-Helpdesk führen.

Arbeit mit Kompromissen

Hinzu kommt der Umgang mit den Störungen. 70 Prozent der Befragten geben hierbei an, mit vielen Kompromissen leben zu müssen. 54 Prozent berichten, dass viele Störungen immer wieder auftauchen. Und auch für die Anwender gibt es Potenzial zur Verbesserung. So geben 60 Prozent der IT-Experten an, dass Mitarbeiterrückmeldungen oftmals eingeholt werden, diese aber zu keinerlei Verbesserungen führen würden. 63 Prozent sagten, dass Anwender oft im Unklaren bleiben, wie lange eine Störung dauert.

Doch die Unternehmen sind sich dem Problem durchaus bewusst. 67 Prozent gaben an, das Thema Management der digitalen Erfahrung mit einem speziell verantwortlichen Team voranzutreiben. 82 Prozent wollen dafür in naher Zukunft eine zentrale Managementplattform nutzen, die etwa Ticketing, Benutzerkommunikation, Analyse und Anleitung zur Fehlerbehebung abdeckt. 81 Prozent wollen zudem Werkzeuge mit einem hohen Automatisierungsgrad einsetzen, um Störungen schneller zu beheben. Predictive Analytics-Technologien für präventives IT-Störungsmanagement wollen 76 Prozent nutzen.

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