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Industrie 4.0

Ist Industrie 4.0 alter Wein in neuen Schläuchen?

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Automation macht erfolgreich

Haben wir die Positivindikation für Industrie 4.0 damit schon abgehakt? Vielleicht nicht? Fertigungssteuerung braucht doch exakte Daten am besten via SCADA, MDE und BDE – genau das liefert doch Industrie 4.0. Revival der Leitstände und 40 Zoll Bildschirme im Meisterbüro? Theoretisch ja, praktisch nein.

Alle, die sich kritisch mit dem Thema Finite Planung auseinander gesetzt haben, mussten zugeben, dass entweder die notwendige Datengrundlage nicht vollständig bekannt oder die Annahmen, u.a. Forecast basiert, schlichtweg falsch sind.

Es gilt immer noch die alte Hollerith Grundregel: Garbage in, Garbage out. Der Leitstand mutierte zum Leidstand und verschwand genauso schnell aus den Fabriken, wie sich die Erkenntnisse des Lean Management und Manufacturing verbreitet haben.

Selbststeuerende Regelkreise, Low Cost Automation, Innovation in Produkten und Prozessen, also die konsequente Beseitigung aller Verschwendung hat die Industrie und Mittelständigen Unternehmen schlagkräftig gemacht und nicht die Perfektionierung der Nicht-Wertschöpfung durch EDV und Softwaresysteme.

Fazit: Die Forschung beschäftigt sich lieber mit dem Versuch der Komplexitätsbeherrschung und damit verbundenen Fördertöpfen, als mit simplen erprobten, ja oftmals zu einfachen (Kanban!), damit fast langweiligen Steuerungssystemen.

Beratung und Software suchen nach profitablen Geschäftsfeldern, hier bietet Industrie 4.0 alle Elemente und Phantasien unerschöpflicher Beschäftigung und Umsätze.

Verstehen Sie mich nicht falsch, es geht nicht um Innovationsverweigerung und Rückschritt – sondern um betriebliche Realität, Wettbewerbsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen an Internationalen Märkten. Die korrekte Beantwortung liegt nicht im erneuten Versuch der Komplexitätsbeherrschung, sondern in der Umsetzung von schnellen, schlanken, kostengünstigen Prozessen.

Innovation in Produkten und Prozessketten – also der Wertschöpfung – und nicht Investition in Datengräber und Organisation. Weglassen der Nicht-Wertschöpfung, nicht deren Perfektionierung ist das Ziel! Denken Sie aus der Sicht des Kunden – und die Lösungswelt sieht anders aus.

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