IDG-Studie

IoT wird langsam aber sicher Realität in deutschen Unternehmen

| Autor / Redakteur: Tillmann Braun / Redaktion IoT

Bislang nutzt nur jedes fünfte Unternehmen aktiv IoT-Plattformen. Das könnte sich bald ändern.
Bislang nutzt nur jedes fünfte Unternehmen aktiv IoT-Plattformen. Das könnte sich bald ändern. (www.pixabay.com)

Noch ist bei der Nutzung des Internet of Things in Deutschland viel Luft nach oben. Doch eine neue Studie zeigt, dass die Wirtschaft zunehmend auf das IoT setzt und es Schritt für Schritt implementiert.

Die IDG-Studie „Internet of Things 2018“ wirft nicht nur einen Blick auf die Gegenwart des Internet of Things, sondern auch auf dessen Zukunft. Und so lässt sich erkennen, wie schnell sich das IoT in den nächsten Jahren entwickeln könnte. Führt man sich einige der Untersuchungsergebnisse vor Augen, ist das auch dringend notwendig. Denn bis dato gibt gerade einmal jedes fünfte Unternehmen an, bereits IoT-Plattformen zu nutzen – und das, obwohl die Ergebnisse in den meisten Fällen positiv bewertet wurden. Ein Großteil der aktiven IoT-Nutzer konnte beispielsweise bereits innerhalb des ersten Jahres klare Mehrwerte wie eine Produktivitätssteigerung oder eine höhere Maschinenauslastung verzeichnen.

Womöglich sind diese und ähnliche Vorteile, die das Internet of Things mit sich bringt, letztlich sogar mehr Entscheidern bewusst, als es zunächst scheinen mag. Halten derzeit weniger als die Hälfte der Unternehmen das Thema IoT für sehr wichtig oder zumindest wichtig, wird dieser Anteil in den nächsten zwei bis drei Jahren auf rund 78 Prozent steigen. Vor allem bei der vernetzten Produktion, in der Qualitätskontrolle und im Rahmen von Smart Connected Products wird die Anzahl an IoT-Projekten stark zunehmen.

Schrittweises Vorgehen könnte die Wende bringen

Dass das Internet of Things trotz aller Komplexität immer häufiger Realität wird in den Unternehmen, liegt unter anderem daran, dass sich die Herangehensweise zu ändern scheint. Nahezu jedes vierte der befragten Unternehmen gab an, mit Pilot-Projekten zu starten und sich so schrittweise der Realisierung im Unternehmen zu nähern, anstatt gleich eine flächendeckende Transformation erzwingen zu wollen. Auch Workshops mit Vertretern von Fachbereichen und Partnern vor dem Beginn der Projekte werden bereits in knapp einem Fünftel der Unternehmen dazu genutzt, um gemeinsam einzelne Use Cases zu finden und schließlich umzusetzen. „Gemeinsame Workshops und die Umsetzung einzelner Use Cases sind ein ebenso einfaches wie effektives Mittel, um erste IoT-Projekte und -Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen“, sagt Oliver Hüttig, CEO des Software- und Beratungsunternehmens Cocus. „So lassen sich die konkreten Vorteile für das jeweilige Unternehmen schnell erkennen und nachweisen. Das wiederum führt unter anderem auch dazu, dass die eigenen Mitarbeiter die positiven Effekte von IoT-Lösungen sehen und erleben, wodurch sich mögliche Skepsis gegenüber neuen Lösungen im Unternehmen schnell abbauen lassen“, erklärt Oliver Hüttig.  

Oliver Hüttig - Cocus AG (Quelle: Cocus AG)

Die Unternehmen wollen der IDG-Studie zufolge unter anderem in neue Sensoren, Maschinen und einheitliche Schnittstellen investieren, um die Produktivität zu steigern, Rüstzeiten zu verkürzen, Energiekosten zu senken, mittels Predictive Maintenance die Maschinenlaufzeiten zu erhöhen und günstiger zu produzieren. Über die Hälfte der Befragten gibt an, dass die jeweiligen Investitionen ins Internet der Dinge stark oder sogar sehr stark steigen werden. Treibende Kraft sind dabei in den meisten Fällen der CEO (40 Prozent) oder der CIO bzw. IT-Leiter (38,1 Prozent). Damit ist das IoT also klar zur Chefsache geworden. Das war nicht immer so.

IoT-Sicherheit als wichtiges Thema

Zu den konkreten Problemen, die die Einführung von IoT-Lösungen  be- und teils sogar verhindern, gehört, dass es an entsprechenden Analyse-Lösungen und Sicherheitstechnologien mangelt. Die Sorge vor mangelnder Informationssicherheit, der Betriebssicherheit intelligenter Produktionsanlagen und unzureichendem Datenschutz personenbezogener Daten ist besonders hoch. Unter anderem werden Hackerangriffe (43,9 Prozent) und Industriespionage (31,6 Prozent) befürchtet. Und so verwundert es nicht, dass die geplanten Investitionen zu einem großen Teil in die Sicherheit fließen sollen. Auch hier könnte die schrittweise Einführung neuer Lösungen und Systeme dazu führen, dass die derzeitigen Sorgen und Hürden langsam verschwinden.

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