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IoT macht mobil

IoT und 5G dominieren Mobile World Congress 2016

| Autor/ Redakteur: Julia Moßner / Heiko Heckner

Internet of Things ist auch dieses Jahr auf vielen Messen und Kongressen das beliebteste Thema wenn es um Datenverarbeitung und Vernetzung geht. Eine neue Entwicklung aus dem Mobilfunkbereich schafft es jetzt aber IoT in den Schatten zu stellen.

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Schneller, höhere Kapazität und mehr Verfügbarkeit – Das verspricht das neue Mobilfunknetz
Schneller, höhere Kapazität und mehr Verfügbarkeit – Das verspricht das neue Mobilfunknetz
(Quelle: pixabay.com)

Internet of Things (IoT) ist nach wie vor das Thema Nr. 1 wenn es um Vernetzung und Datentransfer geht. Dies machte sich auch auf dem diesjährigen Mobile World Congress (MWC) 2016 in Barcelona anhand eines speziell für das Thema IoT errichteten Pavillons bemerkbar. Nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass für den Rest des Jahres noch 126 weitere internationale Veranstaltungen anstehen, die sich dem Thema IoT widmen. Betrachtet man übergreifende Themen wie Big Data, Sensorik oder Konnektivität in Smart Cities, Fabriken oder Wolkenkratzern, gelangt man sogar auf eine Zahl von 286 Events die sich auf diese Themen fokussieren, wie das Konferenzverzeichnis Lanyrd.com aufzeigt.

Doch IoT war nicht das einzige Thema, das den MWC dieses Jahr bestimmt hat. Denn neben der digitalen Vernetzung war auch 5G, der schnellere LTE-Mobilfunk-Nachfolger ein großes Thema. Natürlich ist es nicht verwunderlich, dass beide Themen sofort in Bezug zueinander gesetzt wurden. So kann die Fähigkeit von 5G, tausende simultane Verbindungen zu unterstützen und dadurch massive Sensoreinrichtungen zu ermöglichen, ideal im Internet of Things eingesetzt werden.

In einem Kommentar von Leon Hounshell, CTO bei Greenwave Systems, wird gezeigt, welche Möglichkeiten sich durch die Kombination des neuen Mobilfunknetzes mit dem Internet der Dinge ermöglichen. 5G ermöglicht es äußerst dezentrale Geräte und Anwendungen mit geringer Leistung konstant verbunden und ausführbar zu halten. Daraus ergeben sich völlig neue Anwendungsmöglichkeiten, welche sogar für Unternehmen, die nicht direkt mit IoT zu tun haben, wie beispielsweise Facebook, Interessant sind.

Doch auch auf die Gefahren weißt Hounshell hin: „Werden diese Berge an miteinander schnatternden intelligenten Dingen die Menschheit befreien und auf ein neues Niveau heben, oder werden sie und abhängig von Geräten machen und uns in Komplexität versinken lassen?“

Neue Anwendungen für einen leichteren Alltag

Das Thema Vernetzung und Datenverarbeitung war auch zentraler Bestandteil des Keynote-Vortrags von Ginni Rometty von IBM auf der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES). Im Detail ging sie auf die Möglichkeiten von IBMs kognitivem Computersystem Watson ein. Durch die Öffnung von APIs für Watson als Cloud-Plattform kann eine Verbindung von großen Ökosystemen geschaffen werden. Als Folge lassen sich reichhaltige und kontextabhängige Entscheidungsfindungen mittels Rechenleistungen und Analysen ermöglichen. Die Möglichkeiten die sich dadurch ergeben sind zugleich vielfältig und nützlich. So könnten smarte Schuhe Coaching- und Fitnessratschläge liefern, medizinische Geräte Diabetiker bei zu niedrigem Blutzucker warnen oder Haushaltsgerätehersteller Konstruktionsmängel herausfinden und somit Roboter dabei unterstützt werden, menschenähnlichen Kundenservice zu bieten.Das Watson-Modell zeigt, dass in einer digitalen Welt mit 5G und IoT miteinander verbundene Systeme denken, lernen und verstehen können.

Die Erkenntnisse der CES und MWS stellen zwar keine Revolution dar, zeigen jedoch, dass sich Geräte immer mehr miteinander vernetzen, offener und vor Allem intelligenter werden. Daten werden in Zukunft jederzeit von jedem Nutzer auf der Welt nutzbar sein und das Ganze in einer Umgebung die in der Lage sein wird, Informationen zu sammeln, zu speichern, zu analysieren und darzulegen. Nicht nur für den Kundenservice bieten sich dadurch zahlreiche Chancen in den unterschiedlichsten Bereichen.

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Über den Autor

Julia Moßner

Julia Moßner

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