Jürgen Kern, Net Module

IoT-Trends 2018: „Produkte mit Low Power Wireless Technologien generieren neue Herausforderungen"

| Autor / Redakteur: Jürgen Kern / Julia Moßner

Jürgen Kern, CEO und Geschäftsführer von Net Module. Das Unternehmen liefert Lösungen für Anwendungen, die drahtlos kommunizieren sollen.
Jürgen Kern, CEO und Geschäftsführer von Net Module. Das Unternehmen liefert Lösungen für Anwendungen, die drahtlos kommunizieren sollen. (Bild: Net Module)

Die zunehmende Vernetzung erfordert leistungsfähige Geräte. Dass gerade die neuen Wireless Technologien zu Treibern in der Entwicklung langlebiger Devices werden können, prognostiziert Jürgen Kern in seinen drei Trends für 2018.

Trend 1: Low Power Wireless Technologien

In 2018 werden neue Produkte auf der Basis neuer Wireless Technologien wie LTE Cat NB1, LTE Cat M1 und BT5.0 erstmals verfügbar sein. Dies wird ein starker Treiber sein, autonom einsetzbare Geräte mit geringem Stromverbrauch zu entwickeln und einzusetzen. Zusammen mit neuen Batterietechnologien und Power Management Methoden ermöglicht das Geräte mit Laufzeiten von mehreren Jahren.

Bei der Vernetzung werden wir den Trend zu autonomen Mesh-Networks z.B. mit BT5.0 sehen. In der Gebäudevernetzung wird sich LTE NB1 dank seiner hohen Sensitivität durchsetzen.

Aufgrund der Low Power Wireless Technologien werden Anwendungen wie Asset Tracking im Logistikbereich und Metering bei jeglicher Art von Verbrauchsüberwachung einen Aufschwung erleben.

Trend 2: Management und Logistics von IoT Devices (irgendwo / irgendwann)

Die erwartete hohe Verbreitung von Produkten basierend auf Low Power Wireless Technologien generiert einige neue Herausforderungen, zum Beispiel: „Wie mache ich Software und Security Updates bei Geräten mit stark eingeschränkter Verfügbarkeit?“. Mehrheitlich werden sich solche Geräte im Sleep Modus befinden und häufig nur eine geringe Bandbreite zur Verfügung stellen. Hier sind intelligente Remote Management Konzepte gefragt.

Eine weitere Herausforderung stellt die Handhabung und Bedienung von IoT-Devices dar, beispielsweise: „Wie tausche ich die Batterie eines IoT-Geräts, das irgendwo im Freien aufgebaut ist, z.B. in einem Lichtmast zur Steuerung der Beleuchtung?“

Der Betrieb der Geräte ist in der Regel wesentlich teurer als die Anschaffungskosten. Hier ist eine hohe Zuverlässigkeit der Geräte enorm wichtig, verbunden mit einem intelligenten Konzept für die Logistik wie etwa zum Tauschen von Batterien oder zur Reparatur.

Trend 3: Sicherheit und Zuverlässigkeit von IoT Devices

Im Zusammenhang mit der rasanten Zunahme von IoT-Devices steigt auch das Gefährdungspotenzial für Cyber-Angriffe. Sicherheitsaspekte bei der Vernetzung von Systemen erlangen eine hohe Bedeutung. Herkömmliche Sicherheitskonzepte reichen oft nicht mehr aus. Die Definition neuer, der Situation angepasster Sicherheitsstandards wird in 2018 weiter vorangetrieben werden. Ihre Umsetzung benötigt sicher aber noch einige Zeit. Das bedeutet: Die Hersteller von „Connected Devices“ müssen sich selbst um die Sicherheit ihrer Produkte kümmern. Einige einfache, aber wichtige Aspekte hierbei sind:

  • Sicheres und kontrolliertes Starten der Systeme
  • Kontrollierter Zugang zu den Systemen
  • Automatische Authentisierung bei der Verbindung mit Netzwerken jeder Art
  • Einsatz von Firewalls und IPS (Intrusion Prevention System) wo immer möglich
  • Regelmäßige Security Scans und Updates der Systeme

Bei Berücksichtigung dieser relativ einfachen Maßnahmen erhält man schon mit überschaubarem Aufwand ein hohes Maß an Cyber-Security.

Und bei der Kommunikation zwischen den Systemen gilt immer: Verschlüsseln, Verschlüsseln, Verschlüsseln.

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