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Expertenbeitrag

 Michael Finkler

Michael Finkler

Business Development / Mitglied der Konzerngeschäftsleitung, proALPHA Software GmbH

Michael Finkler, Pro Alpha IoT-Trends 2018: „Die Potentiale des IoT liegen außerhalb der Produktion“

| Autor: Michael Finkler

Ob Machine Learning oder Künstliche Intelligenz – in diesem Jahr wird es im Bereich IoT verschiedene Entwicklungsschwerpunkte geben. Welche das sein werden, hat Michael Finkler, der Geschäftsführer von Pro Alpha, identifiziert.

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Michael Finkler, Geschäftsführer proALPHA Business Solutions GmbH
Michael Finkler, Geschäftsführer proALPHA Business Solutions GmbH
(Bild: proALPHA)

Was sind die großen Trends und Entwicklungen, die im Jahr 2018 bezüglich Industrie 4.0 und IoT auf uns warten?

In Deutschland werden Industrie 4.0 und Internet of Things (IoT)überwiegend als Thema der Produktionsautomatisierung verstanden. Die eigentlichen Potentiale von Industrie 4.0 und IoT liegen allerdings außerhalb der Produktion – in datengetriebenen Geschäftsmodellen, digitalen Produkten und Services sowie Plattformen. Echte IoT-Innovationen sind für den Kunden sichtbar und generieren zusätzlichen Umsatz. Erfolgreiche IoT-Projekte müssen daher vom Markt her gedacht werden. Die Basis dafür bilden neue Technologien, die sich immer mehr etablieren, sowie das ERP-System als digitales Rückgrat und zentraler Prozess- und Datenhub.

Die wesentlichen Entwicklungsschwerpunkte werden in 2018, neben Blockchain, digitalen Plattformen und neuen Geschäftsmodellen, Künstliche Intelligenz und Machine Learning darstellen. Beide werden in den unterschiedlichen Ausprägungsformen Einzug halten in nahezu allen Softwaresystemen und vielen digitalen Produkten. Die Blockchain-Technologie setzt das Prinzip der zentralen Organisation von Transaktionen außer Kraft und bildet die Basis für vollkommen disruptive digitale Geschäftsmodelle. Davon profitiert im industriellen Bereich zu Beginn vor allem die Logistik. Blockchain hat jedoch das Potential, ganze Branchen umzukrempeln.

Außerdem entfalten digitale Plattformen noch mehr ihre Dominanz, nun auch in der Industrie. Sie fungieren immer stärker als Mittler für digitale Geschäftsmodelle und Marktplätze. IoT-Angebote wie vernetzte Sensortechnologien sind darüber leichter verfügbar und werden zu Mainstream. Digitalisierte Produkte und Services bieten Chancen für immer mehr neue Geschäftsmodelle. Voraussetzungen dafür sind ein tiefes Verständnis für den Kunden sowie ein strukturiertes Vorgehen zur Entwicklung dieser neuen Geschäftsmodelle. Wert- und Serviceorientierung stehen dabei im Mittelpunkt.

Die Nutzung dieser Technologien bietet die Chance, sich auf den immer stärker umkämpften Märkten zu behaupten und der Konkurrenz, auch international, voraus zu sein. Zu den notwendigen Hausaufgaben zählt, dass die Rationalisierungspotentiale vor allem in der Administration der Unternehmen freigesetzt werden. Ein reiner Fokus auf die Automatisierung der Produktion ist zu kurz gesprungen.

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