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Steffen Heym, web4business

IoT-Trends 2018: "Aufklärungsarbeit bei KMU"

| Autor/ Redakteur: Steffen Heym / Julia Moßner-Klett

Eher selten sprechen wir über kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), wenn es um Digitalisierung geht. Steffen Heyn, Geschäftsführer von web4business, plädiert in seinem Kommentar dafür in 2018 einen besonderen Fokus auf digitale Themen bei kleinsten Unternehmen zu richten.

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Steffen Heym
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( Bild: web4business )

Es ist eine nette Tradition, der „Schlagabtausch der Megatrends“ zum Jahreswechsel. Experten und jeder, der sich sonst dazu berufen fühlt, gibt seine Einschätzung dazu ab, was im kommenden Jahr der große Renner in der Branche sein wird.

Klar macht es Sinn, sich über die Zukunft zu unterhalten, schließlich entwickeln sich die technologischen Möglichkeiten in einem enormen Tempo. Glaubt man dem aktuellen Tenor, muss sich heute jeder mit künstlicher Intelligenz, Machine Learning und dem Internet of Things beschäftigen. Und ja, es stimmt, da steckt für Unternehmen viel Potenzial drin. Es stellt sich aber die Frage der Chancengleichheit. Denn während die einen an virtuellen Plattformen schrauben oder ihre Prozesse als Blockchain neu strukturieren, verteilen die anderen noch ganz analog Flyer und aktualisieren jedes Jahr ihren Eintrag in den Gelben Seiten.

Angehen: Digitalisierung im Mittelstand

Leider hat in Sachen digitaler Trends Deutschlands wirtschaftliches Rückgrat stets das Nachsehen. Kleine und mittelständische Unternehmen kapitulieren reihenweise vor den scheinbar unübersehbaren Themen der Digitalisierung. Ich plädiere dafür, 2018 die Prioritäten neu zu setzen, um so besonders Kleinstunternehmen nicht im Hype-Wirrwarr aus den Augen zu verlieren.

Im Mittelstand, aber ganz besonders bei Kleinstunternehmen, ist man weit weg davon, alle Weichen Richtung einer global vernetzten Infrastruktur der Informationsgesellschaft zu stellen. Dass Mensch und Maschine völlig reibungslos miteinander kommunizieren und dieser Austausch eine Bereicherung im Arbeitsalltag ist, davon wagt man bei KMU nicht mal zu träumen. Im Gegenteil, meist sind selbst elektronische Rechnungen noch ferne Zukunftsmusik. Da ist es wenig überraschend, dass Unternehmer sprichwörtlich zusammenzucken, will man sie mit künstlicher Intelligenz oder selbstlernenden Algorithmen beglücken. Der maßgebliche und einzige Trend, der hier Einzug in das Denken und Handeln der Unternehmer halten muss, heißt „Loslegen“. Es gilt ein solides Fundament zu bauen, das den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen Unternehmens gerecht wird – auch oder ganz besonders im produzierenden Gewerbe.

Schritt für Schritt digitaler werden

Der Startpunkt muss in meinen Augen eine funktionierende Unternehmenswebsite sein. Dieser Webauftritt darf aber nicht einfach irgendwie zusammengeschustert werden, sondern muss gleichzeitig Drehscheibe, Anlaufpunkt, Arbeitserleichterung und Handelsplattform sein. Nur so kann sie eine stabile Basis für jede zukünftige Geschäftsentwicklung bilden und ist gleichzeitig eine Bereicherung für Betreiber und Nutzer. Zwar ist das Thema Webseite seit 20 Jahren in Marketing und Vertrieb verankert, allerdings gibt es bis heute einen ganz enormen Nachholbedarf. Die Optimierung von Logistik – sei es zur Finanzierung entlang der Lieferkette, um Abläufe im Unternehmen zu verbessern oder Produktionsstraßen zu automatisieren – ist ein ganz zentraler Punkt für ein zukunftsfähiges Geschäft. Das klingt in der Theorie recht einfach, bedeutet aber unabhängig von Branche und Unternehmensgröße eine Menge Arbeit. Unser Ziel ist es, solche Optimierungsbemühungen von KMU zu unterstützen: Mit dem Service, die Webseite mit einem CRM-System und E-Mail-Integration aus einer Hand anzubieten.

Zentrale Mission für 2018: Aufklärungsarbeit leisten

Wer Veränderung aktiv umsetzen soll, muss sie nicht nur verstehen, sondern ihren Mehrwert begreifen. Die Weiterentwicklung von Technologie bedeutet in erster Linie Arbeitserleichterung und Komfort für den Anwender. Ob das nun der Unternehmer, der Kunde oder der Lieferant ist. Der Mehrwert ist für alle Beteiligten nicht wegzudiskutieren. Die Webseite bleibt in diesem Konstrukt der kleinste gemeinsame Nenner. Die Formel ist vermeidlich simpel: Ein Unternehmen, egal welcher Größe, braucht eine Webseite, die gut aussieht und technisch auf dem neusten Stand ist. Sie muss nicht nur Arbeit abnehmen, sondern das Unternehmen auch bestmöglich repräsentieren. Sie muss den Kunden einen Rundum-Service bieten und neue Mitarbeiter ansprechen oder auch Online Marketingmaßnahmen unterstützen.

Die ersten Schritte für eine individuelle Umsetzung der Digitalisierung ist in meinen Augen die wichtigste Aufgabe für einen großen Teil der deutschen Unternehmen, fernab vom Internet der Dinge. Hier muss 2018 definitiv viel Aufklärungsarbeit stattfinden.

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