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Fakten IoT-Statistiken des Gesundheitswesens

| Redakteur: Sebastian Human

Die Vernetzung unserer privaten und professionellen Welt schreitet mit großen Schritten voran. Glaubt man einer Prognose von Gartner, kommen bis 2020 weltweit vier internetfähige Geräte auf jeden Menschen. Diese Entwicklung beeinflusst auch den Gesundheitssektor.

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Das Internet of Things kann auch im Gesundheitssektor für Effizienz und Transparenz sorgen – doch der Einsatz entsprechender Technologien birgt auch Risiken.
Das Internet of Things kann auch im Gesundheitssektor für Effizienz und Transparenz sorgen – doch der Einsatz entsprechender Technologien birgt auch Risiken.
(Bild: gemeinfrei / Pexels)

Zu einer der Branchen, die den Nutzen des IoT frühzeitig erkannte und die Implementierung entsprechender Technologien forcierte, zählt der Gesundheitssektor. Auch wenn dieser Schritt neben zahlreicher Vorteile auch Risiken mit sich bringt, verdeutlicht die Gesamtgröße und Komplexität des Marktes den Einfluss und des Internet of Things.

Experten schätzen, dass der IoT-Markt für das Gesundheitswesen bis zum Jahr 2025 auf 534,3 Milliarden Euro angewachsen sein dürfte, wie eine vom Technikvergleichsportal Comparitech durchgeführte Studienauswertung ergab. Im globalen Vergleich hatte Ende 2017 Nordamerika die Nase vorn, wenn es um die reine Marktgröße für IoT-Technologien geht.

Doch der europäische Markt holt auf. Ende 2016 nutzten 60 Prozent der europäischen Gesundheitsorganisationen IoT-Geräte. Existierten in der EU zu diesem Zeitpunkt rund 870.000 aktive IoT-Geräte im Gesundheitswesen, soll sich diese Zahl bis zum Jahresende deutlich vergrößert haben und auf 2,79 Millionen Geräte gestiegen sein. Die European Telecommunications Network Operators’ Association (ETNO) geht davon aus, dass bis zum Jahr 2025 über 800 Millionen IoT-Verbindungen im europäischen Gesundheitswesen existieren werden.

Healthsektor will keine Zeit verlieren

Mit 87 Prozent plant eine deutliche Mehrheit der Gesundheitsorganisationen die Implementierung von IoT-Technologien bis zum Ende dieses Jahres. Außerhalb der Branche sind es übrigens nur 85 Prozent, die den Schritt noch in diesem Jahr wagen wollen. Bei den Begründungen, sich für entsprechende Lösungen zu entscheiden, liegt bei 80 Prozent der Führungskräfte im Gesundheitswesen das Argument der Innovationssteigerung ganz vorne. Auf Platz zwei folgt bei 76 Prozent die Hoffnung nach mehr Transparenz im gesamten Unternehmen. 73 Prozent erwarten sich Kosteneinsparungen.

So wird IoT-Technologie im Gesundheitssektor bisher hauptsächlich eingesetzt.
So wird IoT-Technologie im Gesundheitssektor bisher hauptsächlich eingesetzt.
(Bild: Aruba Networks)

Bei den im Gesundheitssektor eingesetzten Geräten, die auf IoT-Technologien zurückgreifen, handelt es sich vor allem um Patientenmonitore (64 Prozent). Direkt danach kommen Energiemess- (56 Prozent) und Bildverarbeitungsgeräte (33 Prozent). Diese Einsatzzwecke machen deutlich, dass über 70 Prozent der Organisationen, die IoT-Geräte einsetzen, diese für die Überwachung von Vorgängen und zur Wartung nutzen.

Da das IoT in fast jedem Bereich, von Röntgengeräten über Patientenmonitore bis hin zu Zähleranlagen, Verwendung finden kann, werden sich die Anforderungen an die Vernetzung ändern und die Anbieter müssen sich dem Thema Cybersicherheit stellen, um einer zunehmend vernetzten Bedrohungslandschaft gerecht zu werden.

Denn gerade auch im Gesundheitsbereich ist das Thema Security von eminenter Bedeutung und Bedrohungsszenarien durchaus real. Über 80 Prozent der Gesundheitsorganisationen, die mit dem Internet of Things arbeiten, haben bereits einen Sicherheitsverstoß gegen ihre IoT-Geräte oder Infrastruktur zu beklagen. Zu den größten Bedrohungen zählt dabei Malware, die mit 49 Prozent fast die Hälfte aller Gefahren ausmacht. Weitere Sicherheitslücken entstehen durch menschliche Fehler (39 Prozent) und DDoS-Angriffe (22 Prozent).

Global betrachtet macht der Gesundheitssektor 6 Prozent der IoT-Projekte aus, wovon allerdings mehr als die Hälfte (55 Prozent) in Amerika beheimatet sind.

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