Künstliche Intelligenz

Europas KI-Markt soll sich bis 2022 verfünffachen

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Die Ausgaben für Künstliche Intelligenz werden bis 2022 auf bis zu 10 Milliarden Euro wachsen, prognostiziert eine Studie des EITO.
Die Ausgaben für Künstliche Intelligenz werden bis 2022 auf bis zu 10 Milliarden Euro wachsen, prognostiziert eine Studie des EITO. (Bild: Pixabay / CC0)

Im vergangenen Jahr stellte nicht zuletzt die Bundesregierung das Thema Künstliche Intelligenz in den Vordergrund der digitalen Entwicklung Europas. Glaubt man einer aktuellen Studie des EITO, könnte der europäische Markt in den nächsten Jahren auf bis zu 10 Milliarden Euro wachsen.

Der europäische Markt für Künstliche Intelligenz (KI) wird von rund drei Milliarden Euro in diesem bis auf 10 Milliarden Euro im Jahr 2022 wachsen. Das teilte der Digitalverband Bitkom am Montag auf Grundlage einer Studie „AI in Europe – Ready for Take-off“ des European Information Technology Observatory (EITO) mit. Dies entspreche einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich 38 Prozent. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag das Marktvolumen gerade einmal bei 2 Milliarden Euro.

Dabei wachsen die Ausgaben laut der Studie für Server und Speicherplatz lediglich um 24 Prozent pro Jahr, während die Umsätze mit Software (45 Prozent) und Dienstleistungen rund um KI (47 Prozent) deutlich stärker anziehen. Dem EITO-Bericht zufolge investiert das produzierende Gewerbe in Europa aktuell am stärksten in KI. Bis zum Jahr 2022 werden die größten Ausgabesteigerungen für das Gesundheitswesen sowie den Handel vorhergesagt.

Deutschland: Zurückhaltende Investitionen

Zwar gebe es bereits ein breites Angebot an marktfähigen KI-Lösungen, allerdings sehe man an den Umsatzzahlen, dass die Unternehmen in Europa mit Investitionen in KI noch sehr zurückhaltend sind, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge gibt nur jedes vierte deutsche Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten (25 Prozent) an, der KI-Technologie interessiert und aufgeschlossen gegenüber zu stehen. Ebenso viele bezeichnen sich selbst als kritisch oder ablehnend – und 17 Prozent haben sich mit dem Thema noch gar nicht beschäftigt. Zugleich sind zwei Drittel der Bundesbürger (64 Prozent) überzeugt, dass der Wohlstand hierzulande in Gefahr gerät, wenn Deutschland in Sachen KI nicht zu den führenden Nationen gehört.

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