Digitalisierung IoT-Lösungen für eine nachhaltige Bergbau- und Metallindustrie

Redakteur: Alina Hailer

Die Digitalisierung wird zunehmend relevanter, wenn es um ökologische Verantwortung geht, nicht zuletzt aus Wettbewerbsgründen. IoT-Technologien können es Unternehmen ermöglichen, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit zu vereinen.

Firmen zum Thema

Unternehmen, die eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie und eine langfristige und finanzkräftige digitale Transformation verfolgen, können ihre Wettbewerber laut einer IDC-Studie deutlich übertreffen.
Unternehmen, die eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie und eine langfristige und finanzkräftige digitale Transformation verfolgen, können ihre Wettbewerber laut einer IDC-Studie deutlich übertreffen.
(Bild: Aveva / Schneider Electronic)

Schneider Electric und Aveva haben ein Lösungs-Portfolio für ein nachhaltiges Wirtschaften in den Bereichen Metallindustrie und Bergbau entwickelt. Die darin enthaltenen IoT-Technologien sollen es Unternehmen ermöglichen, attraktive Renditen mit ökologisch verantwortungsvollem Handeln zu verbinden. Die Hauptziele sind die Steigerung der Energieeffizienz und die Senkung von Treibhausgas-Emissionen.

Datentransparenz als Grundlage für Optimierungspotenziale

Die Erreichung der Klimaschutzziele ist von einer nachhaltigen und umweltschonenden Förderung von Mineralien und Rohstoffen abhängig. Viele Erzeugnisse der Bergbau- und Metallindustrie sind für die Entwicklung moderner Klima- und Umwelttechnologien unerlässlich. Lösungen, die Unternehmen der Bergbau- und Metallindustrie mehr Wirtschaftskraft verleihen und zugleich in der Lage sind, für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen, sind daher besonders wichtig.

Schneider Electric und Aveva haben ihr Sortiment an IoT-Technologien darauf zugeschnitten, die Sichtbarkeit und Datentransparenz einer Anlage zu erhöhen. Auf Basis entsprechender Softwareanwendungen ist es möglich, während des gesamten Betriebslebenszyklus, einen zentralen, datenbasierten Blick auf sämtliche Geschäftsbereiche, Standorte, Prozesse und Workflows zu erhalten.

Damit wird eine wertvolle Grundlage für strategische Betriebs- und Investitionsentscheidungen geschaffen. So lassen sich unter anderem Optimierungspotenziale in puncto Energieeffizienz und CO2-Reduzierung identifizieren. Gleiches gilt für Möglichkeiten zur Steigerung von Produktivität und Resilienz.

Wettbewerbsfaktor Nachhaltigkeit

Laut einer von Aveva und Schneider Electric gesponserten IDC-Studie gibt es vor allem drei Gründe, die die Nachhaltigkeitsagenda von Unternehmen aus der Bergbau- und Metallindustrie gegenwärtig vorantreiben:

  • 1. Verbesserung und Stärkung der eigenen Stellung und Wettbewerbsfähigkeit im Markt
  • 2. Vermeidung von umweltschädlichen Zwischenfällen
  • 3. Einhaltung aktueller wie künftiger gesetzlicher Vorschriften

„Moderne Technologielösungen spielen für Bergbau-Unternehmen eine wichtige Rolle“, so Ben Kirkwood, Senior Research Manager bei IDC-Energy-Insights. „Lösungen, die zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen sowie zu einer optimierten Überwachung und Kontrolle von Betriebsabläufen beitragen, ermöglichen es Unternehmen, ihren Energie- und Wasserverbrauch besser zu managen.“

In der aktuellen Studie hat IDC Umsatz und Profitabilität von Branchenvertretern weltweit analysiert und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Diejenigen Unternehmen, die eine ambitionierte und kontinuierliche Nachhaltigkeitsstrategie sowie eine langfristige und finanzkräftige digitale Transformation verfolgen, konnten ihre Wettbewerber deutlich übertreffen.

Nachhaltige Fortschritte mithilfe von IoT-Plattformen dokumentieren

Der IDC-Report zeigt zudem, dass Bergbau- und Metallindustrie wegen ihrer vermeintlich stagnierenden Position in Sachen Nachhaltigkeit öffentlich häufig negativ wahrgenommen werden. Auch hier können digitale Technologien unterstützen. Eine ganzheitliche IoT-Plattform ermöglicht nicht nur die Optimierung der betrieblichen Effizienz. Sie erleichtert auch das Überprüfen, Messen und Dokumentieren der gewonnenen Fortschritte.

„Mit einer auf digitalen Technologien basierenden Integration von Energiemanagement und Automatisierung können die Kernpunkte einer unternehmensweiten Nachhaltigkeitsagenda adressiert werden.“, so David Willick von Schneider Electric. „Für die Rohstoffindustrie ist die Digitalisierung deshalb ein entscheidender Fortschritt.“

Laut Martin Provencher von Aveva wurde die digitale Transformation in der Bergbauindustrie jedoch inkonsequent umgesetzt. Die Gründe dafür seien veraltete Infrastrukturen, unzureichende Datenverfügbarkeit und kleinteilige Optimierungsprogramme.

„Zunehmende Cyber-Bedrohungen, aber auch die hohe Nachfrage nach CO2-arm geförderten Mineralien unterstreichen die Bedeutung, die eine hohe Datenverfügbarkeit sowie ein sicherer Cloud-First-Ansatz zur Visualisierung und Kontextualisierung von unternehmensweiten Prozessen haben.“, so Martin Provencher.

(ID:47536908)