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Studie IoT birgt Chancen für Telekommunikationsanbieter

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Der aktuelle Report „Hype oder vernetzte Revolution? Industrielles Internet der Dinge“ von Deloitte zeigt, dass Telekommunikationsanbieter als Connectivity-, Plattform- und Integrated-Solutions-Provider vom Internet of Things (IoT) profitieren können

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(Bild: Deloitte)

Im Telekommunikationsumfeld (TK) gelten laut den Marktforschern vor allem standardisierte Plattformen und Technologien sowie der hohe Bedarf an Konnektivität und ein ausreichend großes Ökosystem als Wachstumstreiber. Zudem würden auch andere Branchen, wie beispielsweise das verarbeitende Gewerbe, Transport- und Versorgungsunternehmen, der Einzelhandel oder das Gesundheitswesen, vom IoT-Aufwärtstrend profitieren. „Zurzeit sorgen jedoch vorrangig die B2B-Anwendungen für Wachstum. Da leistungsfähige Netzinfrastrukturen die Basis für ein IoT bilden, stehen Telekommunikationsanbieter natürlich besonders im Fokus“, erklärt Dr. Andreas Gentner, Partner und Leiter TMT EMEA von Deloitte.

Gute Voraussetzungen

TK-Anbieter haben gute Chancen, IoT-Potenziale erfolgreich zu nutzen. Sie können ihre Netzinfrastrukturen und Technologiekompetenzen einsetzen, um sich als Partner für vernetzte Geschäftsmodelle und entsprechender Ökosysteme im B2B-Umfeld zu etablieren. Dazu nennt Deloitte drei Geschäftsmodelle: Connectivity Provider stellen die Konnektivität der Unternehmen sicher und bieten ein hohes Servicelevel – zur Differenzierung im Wettbewerb ist aber eine attraktive Preisgestaltung Pflicht. Als Plattform-Provider für IoT-Dienste könnte zudem Mehrwert in Form von Datenhosting, -verarbeitung und -analyse geboten werden. Integrated Solutions Provider könnten schließlich umfassende Komplettlösungen anbieten, wofür aber entsprechende Kompetenz und Kapazitäten Voraussetzungen sind.

Grundlagen schaffen

Für die Erschließung des IoT-Markts sind aber noch einige Bedingungen zu erfüllen: Dazu zählt zum Beispiel die Standardisierung, um eine reibungslose Interaktion von Sensoren und Plattformen zu gewährleisten. Die enge Kooperation zwischen den verschiedenen Akteuren einer Wertschöpfungskette ist dafür elementar. Auch ist eine kritische Größe des Ökosystems erforderlich. Es muss verschiedene Dienstleister integrieren und damit die Möglichkeit ganzheitlicher Lösungen schaffen. Nicht zuletzt sei laut Deloitte auch die Politik gefragt, um regulatorische Rahmenbedingungen zu schaffen.

Partnerschaften eingehen

„Die Telekommunikationsanbieter müssen jetzt wettbewerbsstarke Partnerschaften eingehen und kundenorientierte Vertriebsansätze entwickeln, um sich erfolgreich im IoT-Markt zu positionieren. Zusätzlich müssen sie eine umfassende Interoperabilität sicherstellen sowie eine adäquate technische Infrastruktur aufbauen. Entscheidend ist zudem die Bildung spezialisierter Teams, die sowohl über die technische Expertise verfügen als auch die neuen Dienste überzeugend an die potenziellen Kunden herantragen können“, verdeutlicht Mirko Gramatke, Director TMT von Deloitte.

Dieser Beitrag ist zunächst bei unserem Schwesterportal Datacenter Insider erschienen.

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