Studie in der Zusammenfassung

IoT-basierte Geschäftsmodelle und -Ökosysteme als Erfolgsgarant

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Vernetzung von Unternehmen in IoT-basierten Ökosystemen ist eine Herausforderung für die Zukunft.
Die Vernetzung von Unternehmen in IoT-basierten Ökosystemen ist eine Herausforderung für die Zukunft. (Bild: gemeinfrei / Pexels)

Für Unternehmen geht es nicht mehr nur darum, ihre Produkte oder Fabrikanlagen digital zu vernetzen. Sie sehen sich inzwischen zunehmend mit einer noch viel größeren Herausforderung konfrontiert: dem Aufbau von IoT-basierten Geschäftsmodellen und Ökosystemen.

Das Internet of Things (IoT) ist das Top-Thema auf der Digitalisierungs-Agenda von Unternehmen. Das hat eine Studie von Crisp Research, einem unabhängigen IT-Research- und Beratungsunternehmen, in Kooperation mit Maincubes und Axel Springer ergeben. Nach der Befragung, zusammengefasst in „Erfolgreiche Geschäftsmodelle mit IoT-Plattformen und Eco-Systemen“, geben 94 Prozent der Unternehmen an, dass sie sich damit beschäftigen oder zumindest das in Kürze planen.

Mehr als ein Drittel (67 Prozent) sind bereits aktiv dabei und arbeiten an einer IoT-Strategie. 59 Prozent sehen IoT als Grundlage für vernetzte Produkte oder als essentiellen Kernbestandteil für neue datenbasierte Geschäftsmodelle.

Gerade die Aussicht, durch IoT zukunftsweisende Geschäftsmodelle zu generieren, treibt die Firmen an. Dieses Ziel ist das meistgenannte auf die Frage, warum IoT in den Unternehmen zum Einsatz kommt (34 Prozent), gefolgt von der Erschließung neuer Datenbestände (31 Prozent) und dem Streben nach optimierter Kundenzufriedenheit (30 Prozent).

Bis 2020 möchten 42 Prozent der deutschen Unternehmen 11 bis 20 Prozent ihres Umsatzes mit IoT-basierten Geschäftsmodellen erwirtschaften. 17 Prozent der Befragten wollen sogar noch mehr Umsatz aus IoT-Konzepten schöpfen.

Das digitale Networking

Um neue Geschäftsmodelle aufzubauen, rücken Eco-Systeme zunehmend in den Fokus. Unternehmen schließen sich über digitale Plattformen wie auf „Marktplätzen“ zusammen und tauschen Leistungen, Produkte und Know-how untereinander aus. Diese Entwicklung nimmt enorm an Fahrt auf: Die Mehrheit von 80 Prozent der Befragten beteiligt sich inzwischen aktiv an Eco-Systemen ihrer Branche oder baut gar ein eigenes Eco-System auf.

Denn die Unternehmen sehen in dieser Vernetzung die Zukunft: Fast jeder Dritte (32 Prozent) misst Eco-Systemen eine hohe oder sehr hohe Bedeutung als strategischer Erfolgsfaktor zu.

Co-Location gewinnt zunehmend an Bedeutung

Die Herausforderungen, die das Internet of Things mit sich bringt, im Alleingang zu bewältigen, stufen die Unternehmen als schwierig ein. Nur ein Drittel hat längere IoT-Erfahrung, die anderen sammeln diese zurzeit.

Ein weiteres Problem: Häufig hinkt die bestehende Infrastruktur den Notwendigkeiten hinterher. 54 Prozent können die Anforderungen der IoT-Projekte nur teilweise mit ihrer heutigen IT-Infrastruktur erfüllen, aber 9 Prozent sehen sich dazu gar nicht in der Lage. Die Unternehmen sind sich einig, dass eine Modernisierung, beziehungsweise Transformation ihrer Rechenzentrums-Infrastruktur zwingend notwendig ist, 90 Prozent wollen das innerhalb der kommenden zwei Jahre angehen oder sind bereits dabei.

Im Zuge der Modernisierung findet eine zunehmende Verlagerung der IT hin zu externen Co-Location-Rechenzentren und Cloud-Providern statt, die in Europa hauptsächlich bei Co-Location-Anbietern hosten. Entsprechend wird die IT-Infrastruktur im eigenen Rechenzentrum bis zum Jahre 2022 um elf Prozentpunkte auf nur noch 33 Prozent Gesamtanteil zurückgehen, so das Ergebnis der Studie.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal DataCenter-Insider erschienen.

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