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Hyperkonvergente Infrastruktur

IoT-Basics: Das Next Generation Data Center

| Autor/ Redakteur: Johannes Wagmüller / Jürgen Schreier

Um die digitale Transformation zu meistern, müssen Unternehmen ihre IT-Infrastruktur zukunftsfähig machen. Ein Next Generation Data Center verspricht genau dies. Es steht für flexible Skalierung, einfaches Datenmanagement, Automatisierung und Ausfallsicherheit. Die Technik dahinter heißt Hyper Converged Infrastructure (HCI).

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Mit effektivem Datenmanagement auf Platz 1: Gemeinsam mit NetApp sichert sich Ducati den Sieg beim Auftaktrennen der MotoGP 2018.
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( Bild: NetApp )

Im Rahmen des digitalen Wandels kommt der IT eine zentrale Rolle zu: Sie muss Unternehmen in die Lage versetzen, schnell neue Projekte auf den Weg bringen und Chancen ergreifen zu können, sobald sie sich bieten. Denn Handlungsschnelligkeit und die Fähigkeit, sich rasch auf neue Gegebenheiten einzustellen, werden heute zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen. Beispielsweise findet die Interaktion mit Kunden und Geschäftspartnern zunehmend online statt – dadurch hat sich auch die Erwartungshaltung der Kunden verändert: Sie fordern schnelle Reaktionszeiten. Wer zu lange auf eine Antwort warten muss, wendet sich der Konkurrenz zu. Branchenübergreifend haben Unternehmen das erkannt und sind gewillt, ihre IT-Abteilungen zu modernisieren.

Beschaffenheit eines zukunftsfähigen Datacenters

Doch wie muss ein modernes Rechenzentrum aussehen, das die Digitalisierung unterstützt? Es soll Cloud-ready sein – und somit flexible Skalierbarkeit, garantierte Performance, Ausfallsicherheit und automatisiertes Management bieten. Gefragt ist also ein Rechenzentrum, das die Vorteile der Cloud ins eigene Haus bringt. Einer aktuellen Studie des Datenmanagement-Spezialisten NetApp zufolge sehen führende IT-Experten in hyperkonvergenten Infrastrukturen (HCI) ein probates Mittel auf dem Weg zum Next Generation Data Center (NGDC). Denn: Hyperkonvergente Infrastrukturen bilden diese Anforderungen perfekt ab, indem sie verschiedene Workloads konsolidieren und für deren hochautomatisierten Betrieb sorgen.

Hyperkonvergente Systeme erobern den Markt

Bei einer HCI sind alle Funktionen vollständig virtualisiert und somit von der Hardware losgelöst. Dadurch überzeugt die Komplettlösung mit mehr Flexibilität bei der Provisionierung von virtuellen Maschinen. Darüber hinaus lassen sich alle Komponenten über eine zentrale Konsole managen und Standardprozesse laufen automatisiert ab. Neben dem niedrigen Administrationsaufwand zeichnet sich eine HCI auch dadurch aus, dass sie elementare Funktionen eines Rechenzentrums mit sich bringt: neben Server, Speicher, Netzwerk und Virtualisierung auch Back-up, Deduplizierung sowie Komprimierung. Es verwundert also nicht, dass laut NetApp-Studie rund zwei Drittel der befragten Unternehmen HCI bereits seit mehr als zwei Jahren einsetzen oder zumindest über eine Inbetriebnahme nachdenken.

Evolution der hyperkonvergenten Infrastruktur

Dies liegt auch daran, dass sich hyperkonvergente Infrastrukturen stetig weiterentwickeln: HCI-Systeme der ersten Generation waren weder für hochkonsolidierte unterschiedliche Workloads oder parallele Anwendungen ausgelegt, noch ließen sich Rechenleistung und Speicher unabhängig voneinander aufrüsten. Mit der Markteinführung der zweiten Generation hat sich das geändert. Zu den Vorzügen der Nachfolgergeneration zählen insbesondere die Skalierung von Compute und Storage. Das spart Kosten und sichert den Unternehmen noch mehr Flexibilität zu. Dadurch empfiehlt sich HCI für Unternehmen aller Branchen: von Industrie über Finanzen bis hin zum Handel.

Die Fähigkeit, gleichzeitig unterschiedliche Workloads auf einem System betreiben zu können, zeichnet die neuen Infrastrukturen zusätzlich aus. Verantwortlich dafür ist ein ausgereiftes Speicherbetriebssystem, das Quality of Service (QoS) garantiert. IT-Verantwortliche können daher einzelnen Anwendungen über einen IOPS-Minimal-, Maximal- und Burst-Wert eine garantierte Performance zuweisen. Ressourcenhungrige Applikation stören so die Performance der anderen Applikationen nicht.

Anwendungsszenarien in der Praxis

Beispielsweise entscheiden sich viele Unternehmen für eine virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI). Damit sind IT-Administratoren in der Lage, Arbeitsplätze von einer zentralen Konsole aus einzurichten und den jeweiligen Mitarbeitern die entsprechenden Ressourcen bereitzustellen. Solch eine VDI verlangt nach einer hohen Skalierbarkeit, damit beispielsweise neue Mitarbeiter zügig und komplikationslos hinzugefügt werden können – ein klassisches Anwendungsbeispiel für eine hyperkonvergente Infrastruktur.

Außerdem unterstützt eine HCI Unternehmen, die im Rahmen von Industrie 4.0 und IoT auf Edge Computing zurückgreifen. Diese Firmen installieren im Maschinenpark ein Micro Data Center (MDC), welches nur wesentliche Informationen an das Rechenzentrum überträgt – und deshalb nach einem System verlangt, das unter anderem nur eine Minimal-Konfiguration benötigt und Daten problemlos in einen Cloud-Speicher überträgt. Auch hier kommen die Datenmanagement-Funktionen eines NGDC zum Tragen – und unterstützen Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation.

Weitere Informationen zu hyperkonvergenten Infrastrukturen:

Gartner-Bericht : Five Keys to Creating an Effective Hyperconvergence Strategy Report

NetApp HCI Architectural Comparison Guide: Hyper Converged Infrastructure Are You Ready For Next?

HCI: vier konkrete Anwendungsbeispiele

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Schnellere Kommunikation für eine effizientere Stadt: Um einen schnellen Datenzugriff und zuverlässigen Speicherung der Daten zu gewährleisten, setzt Rochester (USA) auf die Lösungen von NetApp All Flash FAS und E-Series. Diese ermöglichen es der Hochschulstadt ( University of Rochester, Rochester Institute of Technology, Eastman School of Music) im Bundesstaat New York, ihre Websites, E-Mails, virtuellen Desktops und Polizeikamerasysteme mit Strom zu versorgen und alle Daten sicher zu speichern. weiterlesen

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Johannes Wagmüller ist Director Solutions Engineering bei NetApp.
Johannes Wagmüller ist Director Solutions Engineering bei NetApp.
( Bild: NetApp )

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